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Zinsentwicklung: Langsamer Anstieg 2016 möglich

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.01.2016

Die Zinsentwicklung könnte im Jahr 2016 nach Prognosen von Experten wieder positiv verlaufen. Die Leitzinserhöhung der amerikanischen Fed ist einer der Faktoren, die für optimistische Erwartungen sorgen. Auch bei den zehnjährigen Bundesanleihen sagen die Experten einen Anstieg der Renditen voraus.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) hat 26 Kreditinstitute nach ihren Prognosen zur Zinsentwicklung 2016 gefragt. Das Ergebnis: Nach jahrelang anhaltenden Niedrigzinsen prognostizieren viele Experten für dieses Jahr wieder einen leichten Anstieg der Zinsen.

Banken sehen positive Zinsentwicklung voraus

Sparer konnten sich in den vergangenen Jahren weder beim Tagesgeld noch beim Festgeld über hohe Renditen freuen. Die von der „FAZ“ befragten Finanzinstitute gehen aber davon aus, dass die Zinsen 2016 leicht steigen werden. Unter anderem stimmt die Leitzinserhöhung der amerikanischen Notenbank Federal Reserve, kurz Fed, um 0,25 Prozent im Dezember die Experten optimistisch. Der Leitzins im Euroraum wird allerdings vorerst sehr niedrig bleiben und damit wahrscheinlich auch keine nennenswerte Zinsentwicklung für Sparer bringen. Doch für zehnjährige Bundesanleihen sind die Prognosen der Kreditinstitute positiv; sie sehen einen Zinsanstieg voraus. Bis zum Jahresende sind hier ihrer Meinung nach Renditen zwischen 0,40 und 1,30 Prozent möglich. Eine positive Entwicklung für Anleger, die Bundesanleihen in ihrem Depot haben und diese bis zur Fälligkeit behalten wollen.

Die Inflation könnte laut den Experten 2016 langsam steigen und so auch für einen Anstieg der Renditen sorgen. Die Kehrseite wäre hier aber durch die Geldentwertung ein geringerer realer Ertrag für Sparer.

Frühere Prognosen unzutreffend

Die Prognosen für 2015 lagen allerdings häufig daneben: Für zehnjährige Bundesanleihen hatten befragten Banken eine Rendite von durchschnittlich 1,10 Prozent vorausgesagt, zum Jahresende lag sie aber tatsächlich nur bei 0,63 Prozent. Auch die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen hatten die Experten überschätzt.

Grund hierfür war vor allem die immer wieder verschobene Zinserhöhung der Fed: Die Experten hatten sie früher erwartet und waren deshalb von schneller steigenden Kapitalmarktzinsen ausgegangen. Wie zutreffend die aktuellen Prognosen zur Zinsentwicklung sind, muss sich also erst zeigen.

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