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Zinswende: Unternehmen decken sich mit Dollar ein

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 08.08.2015

Da sich in den USA die Anzeichen für eine baldige Zinswende mehren, decken sich Unternehmen vermehrt mit US-Dollar ein. Auch der deutsche Autokonzern Daimler zählt dazu. Er hat Anleihen in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar am Markt platziert. Für die meisten Privatanleger werden diese wohl kaum erschwinglich sein. Der starke Dollar-Kurs macht dem Euro unterdessen jetzt bereits zu schaffen.

Seit Ausbruch der Finanzkrise liegt der US-Leitzins auf einem historischen Tief von 0 bis 0,25 Prozent. Seit einigen Wochen verdichten sich jedoch die Anzeichen, dass die US-Notenbank bald die Zinswende einläuten wird. Unternehmen versorgen sich daher aktuell verstärkt zu noch günstigen Konditionen mit Dollar. Auch der schwäbische Autokonzern Daimler gehört dazu. Laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) haben die Stuttgarter fünf Anleihen im Wert von mehr als 2,65 Milliarden Dollar am Markt platziert.

Einstieg in Daimler-Anleihe ab 150.000 US-Dollar möglich

Der Autokonzern bietet für seine Anleihen einen Zinscoupon von 3,5 Prozent für eine Laufzeit von zehn Jahren. Sollte sich die Zinsdifferenz zwischen den USA und der Eurozone erhöhen, kämen zudem Wechselkursgewinne hinzu. Anders bei der US-amerikanische Fed gibt es bei der Europäischen Zentralbank (EZB) derzeit noch keine Anzeichen, die auf eine Zinswende in absehbarer Zeit hindeuten – eine Zinsdifferenz ist also sehr wahrscheinlich. Dies macht die Daimler-Anleihen zusätzliche interessant. Für private Kleinanleger dürften diese Daimler-Anleihen allerdings kaum eine erschwingliche Form der Geldanlage darstellen. Der Konzern hat das Mindestanlagevolumen auf 150.000 US-Dollar gesetzt. Eine Alternative für Privatanleger könnten stattdessen Investments in US-Devisen sein.

Zinswende wirkt sich bereits auf Eurokurs aus

Die sich andeutende Zinswende in den USA wirkt sich bereits auf den Eurokurs aus. Dieser ist am Mittwoch unter 1,10 US-Dollar gefallen. Experten fürchten zudem, dass die Kurse von europäischen Aktien im Zuge der US-Zinswende fallen könnten. Derzeit versprechen eher Papiere von US-Unternehmen eine Wertsteigerung von Depots. So verkündete beispielsweise Apple jüngst einen Kassenbestand von mehr als 200 Milliarden US-Dollar. Die Nachfrage nach Anleihen, die auf die europäische Gemeinschaftswährung lauten, hält sich aufgrund der mageren Zinsen in Grenzen.

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