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Zusätzliche Pflegeversicherung neu im Test

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 24.04.2013

Um später gegebenenfalls die Pflege ganz zu finanzieren, reicht die gesetzliche Pflegeversicherung nicht aus. Der Staat fördert daher eine zusätzliche Pflegeversicherung. Der Policen im Rahmen des „Pflege-Bahr“ schneiden im Vergleich jedoch schlechter ab als andere, wie der Pflegeversicherungstest der Stiftung Warentest zeigt.

In ihrem neuen Vergleich zur zusätzlichen Pflegeversicherung hat Stiftung Warentest Policen für Pflegetagegeld unter die Lupe genommen. Diese empfiehlt sie grundsätzlich für Personen ab 40 - einen früheren Abschluss hält die Verbraucherorganisation aufgrund der hohen Beiträge und der schwer kalkulierbaren Entwicklung nicht für sinnvoll. Sie hat zudem nur solche Pflegeversicherungen im Test bewertet, die ein Mindestmaß an Leistungen - etwa den Einschluss von Demenzerkrankten - bieten.

Pflegeversicherung: Test offenbart viele gute Policen

Eine zusätzliche Pflegeversicherung ist nicht günstig, sodass es besonders wichtig ist, dass sie später ausreichende Leistungen bietet. Erfreulicherweise konnte Stiftung Warentest aber in ihrem Vergleich ein Produkt mit der Note "sehr gut" auszeichnen, zehn weitere erhielten die Note "gut". Die Testsieger:

AnbieterTarifNote
HanseMerkur PA 1,5
DFV PZV 1,8
LVM PZT Komfort 1,9
Bayerische Beamten-KK PflegePremium Plus 2,0
Huk-Coburg PT Premium 2,0
UKV PflegePremium Plus 2,0
Mecklenburgische ProME Pflegeplus 2,2
Pax-Familienfürsorge PT Premium 2,2
Debeka EPC, EPG 2,3
SDK PS0, PS1, PS2, PS3 2,3
Vigo PT 2,5

Wer eine zusätzliche Pflegeversicherung abschließen möchte, sollte allerdings auf einen eigenen Vergleich nicht verzichten, da sich dieser Test lediglich an ein einem gesunden 55-jährigen Modellkunden mit einem Monatsbeitrag von 85 Euro orientiert. Unter anderen Bedingungen können die Bewertungen gegebenenfalls abweichen.

Zusätzliche Pflegeversicherung besser ohne Förderung

Analog zur Riester-Rente, welche Stiftung Warentest grundsätzlich empfiehlt, unterstützt der Staat auch im Bereich der Pflege die Eigeninitiative der Bürger. Ein Fazit des Vergleichs ist es jedoch, dass sich eine zusätzliche Pflegeversicherung mit staatlicher Förderung kaum lohnt. Die größten Kritikpunkte:

  • Im Pflegefall muss weiterhin Beitrag bezahlt werden.
  • Die vorgegebene Mindestleistung von monatlich 600 Euro in Pflegestufe III ist nicht ausreichend.
  • Besonders Demenzkranke erhalten schlechtere Leistungen als bei den meisten ungeförderten Tarifen.

Nachdem sie also auch die staatlich geförderte Pflegeversicherung im Test beurteilt hat, kommt Stiftung Warentest zu dem Schluss, dass sich Pflege-Bahr bestenfalls für junge Menschen lohnt, die bereits erkrankt - aber noch kein Pflegefall - sind.

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