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Zweitjob: Viele müssen Geld dazu verdienen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 31.03.2014

In Deutschland hat die Anzahl der Arbeitnehmer mit einem Zweitjob deutlich zugenommen: Seit der Wiedervereinigung ist der Wert um mehr als das Dreifache angestiegen. Arbeitsmarkt-Experten sehen die Entwicklung kritisch, denn Geringverdiener, die Geld dazu verdienen müssen, profitieren zwar, die Subventionierung der Minijobs sei aber problematisch.

Laut den Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat die Anzahl der Arbeitnehmer mit einem Zweitjob ein neues Rekordhoch erreicht. Der Wert liegt laut der „Berliner Zeitung“ aktuell bei etwa 3,02 Millionen. Damit gehen rund dreimal so viele Bundesbürger als zu Beginn der Neunzigerjahre einer Nebentätigkeit nach.

Subvention der Zweitjobs in der Kritik

Enzo Weber, Forscher beim IAB, erklärt der Zeitung die Gründe für diesen Anstieg. Eine wesentliche Ursache sei in den Hartz-Reformen zu finden, die für Zweitjobs eine Vergünstigung vorsehen. Seit dem Jahr 2003 müssen alle Arbeitnehmer, die neben ihrer Haupttätigkeit noch einen Minijob ausüben, keine Sozialabgaben mehr darauf bezahlen. Jeder Geringverdiener, dem nichts anderes übrig bliebe als etwas Geld dazu zu verdienen, profitiere zwar von den Regelungen, darüber hinaus sei die Reform allerdings auch für Gutverdiener vorteilhaft – die „Subvention eines zweiten Jobs ist schwer nachvollziehbar“, sagt der Forscher.

Geld dazu verdienen und richtig absichern

Insbesondere wer auf einen Zweitjob angewiesen ist, sollte zusätzlich zur gesetzlichen Vorsorge eine private Altersvorsorge für sich strukturieren. Denn im Alter kann eine Nebentätigkeit große Anstrengungen verursachen, die sich negativ auf den Lebensstil auswirken kann. Körperliche Arbeiten sind beispielsweise nur noch bedingt möglich, weshalb auch junge Arbeitnehmer bereits einen Plan für die Rente machen sollten, statt langfristig auf einen Zweitjob zu setzen.

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