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10 Spartipps für Ihren Urlaub

Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 16.08.2016

Der Beginn der Ferienzeit führt Millionen von Deutschen wieder in die beliebtesten Regionen von Italien, Spanien, Frankreich und Co. Da gerade Urlaube im Ausland den Geldbeutel belasten und in vielen Fällen für die Reise ein Urlaubskredit genutzt werden musste, haben wir Ihnen hier zehn Spartipps zusammengestellt.

Vergleichen Sie die Wechselkurse für das Reiseland

Seit längerem schwächelt der Euro, gerade gegenüber dem Britischen Pfund und dem US-Dollar. Damit sind viele beliebte Urlaubsziele teurer als noch vor einem Jahr, insbesondere gilt das für Fernreisen. Dennoch gibt es sechs Länder, in denen Sie als Deutscher diesmal günstiger Urlaub machen können. So zumindest ist das Fazit einer aktuellen Analyse der Währungs- und Inflationsentwicklung in 30 Ländern weltweit.

Schweden und Ungarn sind mit -7,2 Prozent beziehungsweise -5,2 Prozent die beiden Ländern mit den größten Abschlägen gegenüber 2014. Aber auch in Polen, Norwegen, Kroatien und Tschechien kommen Sie in diesem Jahr günstiger zum Zuge. Die Schweiz hingegen, klassisches Domizil für Wanderer, hat sich durch die Aufwertung des Franken um fast ¼ verteuert. Auch die Türkei oder Indien sind durch aufgewertete Währung nun viel teurer als zuvor. Das betrifft vor allem Individualreisende. Pauschalreisende hingegen dürften dank der Absicherungen der Reiseveranstalter gegen Währungsschwankungen weitgehend davon verschont bleiben.

Prüfen Sie die Kosten für den Parkplatz am Flughafen

Falls Sie mit dem Auto zum Flughafen anreisen, dann sollten Sie vorab die Parkkosten am Flughafen prüfen. Diese variieren regional stark; für eine Woche liegen die Kosten zwischen 15 Euro und 250 Euro. Deshalb empfiehlt es sich, bei Bedarf den Parkplatz im Voraus zu buchen. Ein Großteil der Flughäfen bietet diesen Service an. Zum Teil können Sie bei Vorausbuchung über 50 Prozent sparen.

Alternativ sollten Sie Parkplätze etwas außerhalb in Betracht ziehen. Die „Park and Ride“ Parkplätze sind wesentlich günstiger und auch online buchbar. Über Schuttlebus-Verbindungen gelangen Sie dann bequem zum Abflughafen.

Fordern Sie Geld zurück bei Flugverspätungen

Sofern Sie Ihre Reise innerhalb der EU starten, unabhängig von der Airline, greift die EU-Fluggastrechteverordnung (261/2004). Damit wird geregelt, wann Sie welche Rechte gegenüber der Airline haben. Voraussetzung ist, dass Sie 45 Minuten vor dem planmäßigen Abflug beim Check-In waren und die Airline für die Flugverspätung verantwortlich ist (etwa durch einen technischen Defekt). Zudem setzt die Verordnung voraus, dass die Airline den Reisenden nicht innerhalb der mindestens einzuhaltenden Frist von 14 Tagen vor geplantem Abflugdatum über die Flugänderungen informiert hat.

Prinzipiell richtet sich die Entschädigung nach der Flugdistanz. Liegt die Flugdistanz unter 1.500 Kilometer, werden 250 Euro fällig. Bei Entfernungen zwischen 1.500 und 3.500 Kilometern beträgt die Pauschale 400 Euro. Alle darüber liegenden Flugdistanzen führen zur Entschädigung von 600 Euro pro Passagier, sofern die Verspätung mindestens drei Stunden beträgt. Zusätzlich muss die Airline Versorgungsleistungen erbringen (z. B. Getränke oder Mahlzeiten). Teilweise fällt darunter auch eine Hotelübernachtung.

Heben Sie Geld vor Ort ab – statt es teuer umzutauschen

Empfehlenswert ist es, bei Reisen außerhalb der EU auch tatsächlich erst am Zielort das Bargeld abzuheben. Denn viele Kreditkarten verlangen mittlerweile keine Abhebegebühren im Ausland mehr, auch entfallen Aufschläge für Abbuchungen in Fremdwährungen. Zeitgleich erhalten Sie den jeweils aktuellen Tagesumrechnungskurs. Daheim umzutauschen ist häufig mit Gebühren und schlechteren Wechselkursen verbunden. Prüfen Sie also vorab Ihre Kreditkarten-Konditionen und vergleichen Sie diese online mit anderen Anbietern. Falls Sie eine neue Karte beantragen, dann machen Sie das am besten ca. 2-3 Wochen vor dem Urlaub, damit die Karte noch rechtzeitig ankommt.

Umgehen Sie Kostenfallen beim Geldabheben

Geldabheben im Ausland ist nicht so „einfach“ wie in Deutschland. Bei vielen Automaten müssen Sie genau hinsehen und die Angaben überprüfen. Sofern Sie gefragt werden, ob die Abhebung "mit Währungsumtausch" stattfinden soll, sollten Sie unbedingt ablehnen. Heben Sie Geld stets in der Landeswährung ab („ohne Währungsumtausch“). Damit gilt der Umrechnungskurs Ihrer Bank und nicht der des Geldautomaten-Betreibers. Dieser Wechselkurs ist im Regelfall schlechter und kann bis zu zehn Prozent Mehrkosten verursachen. Vorsicht ist auch angebracht bei Geldautomaten, die „0% commission“ oder „Change 0 % Netto“ anzeigen. Hier fallen zwar keine Gebühren an, den Wechselkurs legt aber der Geldautomaten-Betreiber fest – und dieser ist mit Sicherheit schlechter, als der Ihrer Hausbank.

Vermeiden Sie hohe Handykosten

Wenn Sie im Ausland telefonieren, gelten die Verbindungs- und Gesprächskosten über „Roaming“. Sie sind im Regelfall wesentlich höher als innerdeutsche Konditionen. Überprüfen Sie deshalb, ob im Hotel beispielsweise kostenfreies W-LAN geboten wird. Meistens können Sie auch vor Ort Prepaid-Karten kaufen, die Anrufe nach Deutschland für wenige Cent ermöglichen.

Sichern Sie den Krankheitsfall im Ausland günstig ab

Unabhängig davon, ob Sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind, gelten meist große Beschränkungen bei Auslandsreisen. So müssen Sie oft in Vorleistung gehen, erhalten nur geringe Erstattungen auf die Behandlungskosten und tragen außerdem das ganze Kostenrisiko. Zudem sind die Leistungen der Europäischen Krankenversichertenkarte auf bestimmte Länder begrenzt, im Normalfall auch nur bei unbedingt notwendigen Klinikaufenthalten nutzbar. Gute Auslandsreisekrankenversicherungen gibt es bereits für zehn Euro Jahresgebühr, sie leisten auch bei Rücktransporten und geben Garantien gegenüber Ärzten und Krankenhäusern.

Zahlen Sie bar statt mit Kreditkarte

Auch wenn einige bereits darauf verzichten, so gibt es immer noch Anbieter, die Auslandseinsatzgebühren bei Zahlungen mit der Kreditkarte berechnen. Sie liegen meist zwischen 1,5 und 2,0 Prozent des Umsatzes. Prüfen Sie Ihre Kreditkarten-Konditionen deshalb vor dem Urlaub und zahlen Sie am Urlaubsort am besten bar.

Versichern Sie Ihren Mietwagen richtig

Wenn Sie im Urlaub einen Mietwagen nutzen, sollten Sie sich nicht auf Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung verlassen. Diese gilt meist nicht oder nur eingeschränkt für Mietwagen. Zugleich sind die Deckungssummen ausländischer KFZ-Versicherungen häufig weit unter dem deutschen Standard. Die Folge: Wer im Ausland einen Unfall mit großen Sach- oder Personenschäden verursacht, muss die Differenz zwischen Deckungs- und Schadenssumme selbst zahlen. Prüfen Sie deshalb vor Ihrem Urlaub, ob die sogenannte Mallorca-Police Teil Ihrer Kfz-Haftpflicht ist. Die meisten Versicherer bieten die Zusatzversicherung grundsätzlich an. Die Mallorca-Police allein kostet als Zusatz oft nur 8 bis 15 Euro extra im Jahr. Da es z. T. aber auch größere Preissprünge gibt, sollten Sie vorab unbedingt einen Vergleich durchführen.

Sparen Sie Zuhause Stromkosten

Während Sie im Urlaub sind, verbrauchen viele Elektrogeräte daheim weiterhin Strom. Laut der Deutschen Energie-Agentur verschenkt ein Vier-Personen-Haushalt bei einem zweiwöchigen Urlaub im Schnitt 42 Euro, wenn keine Vorkehrungen zum Stromsparen getroffen werden. Denken Sie also vor der Abreise daran, den Stecker zu ziehen bei allen elektrischen Geräten, die nicht genutzt werden (z. B. Fernseher, WLAN-Router, Kaffeemaschine etc). Auch Durchlauferhitzer oder Boiler können abgeschaltet werden, um die Geldbörse und die Umwelt zu schonen.

Tipp:Per Timesharing zum günstigen Ferienobjekt

Ein eigenes Ferienhaus ist Ihnen zu teuer und zu zeitintensiv, Sie haben sich jedoch komplett in das Apartment mit Meerblick auf den Kanaren verliebt und sind sich sicher, noch viele Male wieder dorthin reisen zu wollen? Dann könnte Timesharing eventuell eine gute Alternative sein: Sie können ein sogenanntes Ferienwohnrecht erwerben, das ihnen erlaubt, alljährlich für eine festgelegte Zeitspanne eine bestimmte Unterkunft während des Urlaubs bewohnen zu dürfen.

Ein Ferienwohnrecht-Vertrag hat üblicherweise eine Mindestlaufzeit, die länger als ein Jahr ist, Verträge können aber auch über 99 Jahre oder auf unbegrenzte Zeit bestehen. Zu Vertragsbeginn wird einmalig ein Kaufbetrag fällig. Dieser richtet sich nach Laufzeit des Timesharing-Vertrags und der Wahl Ihres bevorzugten Urlaubszeitraums und kann zwischen 2.500 und 25.000 Euro liegen. So ist der Erwerb des Ferienwohnrechts für die Hochsaison im Sommer auf Mallorca sicherlich kostenintensiver als etwa der Kauf eines Nutzungsrechts für die kälteren Monate des Jahres.

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