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Investment

Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 28.07.2016

Nicht nur Unternehmen und vermögende Privatpersonen können ihr Kapital für sich arbeiten lassen: Mit einem Investment legen Sie Ihr Geld möglichst gewinnbringend an, etwa zur Altersvorsorge oder zur Erfüllung eines kostspieligen Traumes. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten Sie dabei haben und wie Sie das optimale Investment wählen.

Ein Investment, oder deutsch eine Investition, beschreibt eine Anlage von Vermögen in Kapital oder Geldkapital mit der Absicht, Geldgewinne zu erwirtschaften. Im weiteren Sinne legen Sie natürlich auch an, wenn Sie beispielsweise Festgeld sparen. Der Ausdruck Investment wird aber vorrangig in Bezug auf Aktien, Anleihen, Wertpapiere und Fonds verwendet.

Investments können zum einen nach der Art des Investitionsobjektes, zum anderen nach dem Anlass unterschieden werden.

Nach Investitionsobjekt
  • Finanzinvestition: Hier legen Sie Ihr Geld beispielsweise in Beteiligungen oder Forderungen an.
  • Sachinvestitionen: Sie werden auch Realinvestitionen genannt. Hier fließt das Geld in Gegenstände wie Produktionsmaschinen oder Kraftfahrzeuge.
  • Immaterielle Investitionen: Dabei legen Sie Ihr Geld in physisch nicht vorhandenen Werten an wie beispielsweise Patente oder Software.
Nach Anlass
  • Errichtungs- beziehungsweise Gründungsinvestition
  • Erweiterungsinvestition
  • Ersatzinvestition
  • Rationalisierungsinvestition

Investmentfonds

Bei einem Investmentfonds, oft kurz nur Fonds, handelt es sich um ein sogenanntes Sondervermögen, welches von einer Fonds- oder Investmentgesellschaft verwaltet wird. Konkret bedeutet dies, dass das Geld, welches Sie und andere Anleger in einen Investmentfonds einzahlen, von dieser Gesellschaft weiter investiert wird. Der Gewinn wird dann abzüglich der Gebühren im Zuge einer Erfolgsbeteiligung an die Fondsanleger ausgezahlt.

Da Investmentfonds im Vergleich unterschiedliche Anlagerichtlinien und -ziele haben, sollten Sie sich über diese vorab informieren. Sie äußern sich in der Sicherheit, den Ertragsaussichten und natürlich auch bei der Frage, worin ein Investmentfonds Ihr Geld weiterinvestiert. Üblich sind hier:

  1. Aktien
  2. Renten
  3. Derivate
  4. Grundstücke/Immobilien
  5. Geldmarkt

Mischfonds nutzen mehrere der oben genannten Anlageformen, Dachfonds investieren in andere Fonds und Indexfonds bilden einen Index wie beispielsweise den DAX ab.

Wenn Sie Ihr Geld in Investmentfonds anlegen möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, die Anteile zu erwerben:

  • Bank oder Sparkasse: Nutzen Sie das Investment-Banking einer herkömmlichen Filialbank oder Sparkasse, bekommen Sie Unterstützung bei der Auswahl. Allerdings müssen Sie in der Regel auch den vollen Ausgabeaufschlag, eine Vermittlungsgebühr, zahlen, der bei mehr als fünf Prozent liegen kann.
  • Direktbank oder Discountbroker: Auch bei diesem Vertriebsweg können Sie sich beraten lassen, allerdings bieten nicht alle Onlinebanken und Discountbroker diesen Service. Hier lohnt sich ein Investmentfonds-Vergleich auch im Hinblick auf die Ausgabeaufschläge, da Rabatte von 25, 50, 75 oder – im Rahmen einer Werbekampagne – sogar 100 Prozent möglich sind.
  • Online-Fondsvermittler: Über sogenannte Fondsboutiquen lassen sich Investmentfonds im Vergleich besonders günstig erwerben, da eine schlanke Kostenstruktur die Vermittlungsgebühren niedrig hält. Im Gegenzug erfordert dieser Weg Fachkenntnisse und einen guten Marktüberblick von Ihnen.
  • Börse: Seit 2000 werden Investmentfonds auch über die Börse gehandelt, ähnlich einer Aktienorder. Entscheiden Sie sich für diese Möglichkeit, zahlen Sie eine Transaktionsgebühr.
  • Direktkauf: Fondsanteile können Sie schließlich auch ohne Zwischenstellen bei einer Investmentgesellschaft erwerben. Hierfür sollten Sie zuvor unbedingt einen Investmentfonds-Vergleich durchführen. Auch hier fällt ein Ausgabeaufschlag an.

Über die Bank sind Investmentfonds im Vergleich also am teuersten, dafür bekommen Sie eine Hilfestellung beim Investment-Management.

Investment-Management

Je komplexer die Geldanlage ist, umso eher sind auf sich gestellte Privatpersonen etwas überfordert. Die Tagesgeld-Konditionen im Blick zu behalten, ist eine Sache, doch wenn es beim Investment-Management um Fonds, Aktien und Co geht, vertrauen viele Laien lieber auf einen Experten. Die Betreuung dieser Kunden ist eine Sparte des Investment-Banking, welches davon abgesehen stark aufs Geschäftskundenumfeld ausgerichtet ist.

Ein erster Schritt im Investment-Management ist die Entscheidung, welche Art von Geldanlage am besten zu Ihnen als Anlegertyp passt. Wenn Sie dafür Hilfe in Anspruch nehmen möchten, haben Sie zwei Möglichkeiten: eine Honorar- oder eine Provisionsberatung. Für eine Honorarberatung müssen Sie mit Kosten im dreistelligen Bereich rechnen, dafür sollte der Berater aufgrund seiner Unabhängigkeit aber ein Konzept erstellen, das optimal zu Ihnen passt.

Im Zuge des Investment-Banking wird eine Provisionsberatung angeboten, die für Sie in der Regel – von einer Vermittlungsgebühr abgesehen – kostenlos ist. Diese Beratung muss nicht schlechter ausfallen, jedoch besteht immer die Gefahr, dass Ihr Ansprechpartner aus einer eingeschränkten Anzahl an Produkten jene auswählt, an denen er eine besonders hohe Vermittlungsgebühr verdient. In jedem Fall sollten Sie sich Beweggründe und Alternativen aufzeigen lassen und den Eindruck gewinnen, dass auf Ihre Bedürfnisse eingegangen wird.

Haben Sie sich für eine Kapitalanlage entschieden, stehen Sie beim weiteren Investment-Management ebenfalls nicht alleine da. Die Vermögensverwaltung ist Teil des Investment-Banking und natürlich können Sie auch weiterhin die Dienste eines Honorarberaters in Anspruch nehmen.

Wenn Sie Ihr Geld in einen Investmentfonds eingezahlt haben, erfolgt das Investment-Management je nach Fonds aktiv oder passiv. Bei einer aktiven Verwaltung entscheidet ein Fonds-Manager darüber, welche Bestandteile gekauft, gehalten oder abgestoßen werden sollen. Aktiv verwaltete Investmentfonds sind im Vergleich meist deutlich teurer, denn häufig steht im Hintergrund ein ganzes Research- oder Analyse-Team. Im Idealfall wird dieser Kostenfaktor dadurch gerechtfertigt, dass der betreffende Investmentfonds deutlich besser abschneidet als der Gesamtmarkt.

Tatsächlich bieten passiv verwaltete Investmentfonds im Vergleich aber durchschnittlich die besseren Renditeaussichten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie einerseits einer bewährten wirtschaftlichen Logik folgen – ETFs bilden beispielsweise einen Index ab – und andererseits wenig Kosten verursachen. Ihr aktiv beeinflusstes Gegenstück ist dafür von den überdurchschnittlichen Fähigkeiten des Fonds-Managers abhängig. Ein Investmentfonds-Vergleich kann einen Hinweis darauf geben, wie sich verschiedene Konzepte in der Vergangenheit bewährt haben.

Nachhaltiges Investment

Klassischerweise entscheiden Anleger anhand von drei Werten über das optimale Investment:

  1. Sicherheit
  2. Rendite
  3. Liquidität

Neben diesen Aspekten tritt aber zunehmend ein vierter in den Vordergrund: Die Ethik. Immer mehr Anlegern ist es nicht gleichgültig, zu welchem Zweck ihr Kapital verwendet wird. Sie möchten beispielsweise gezielt ökologische Projekte unterstützen oder ausschließen, dass sie die Rüstungsindustrie fördern. Nachhaltiges Investment verspricht hier die Lösung.

Ganz so einfach ist es aber nicht. Wer über nachhaltiges Investment Rendite erwirtschaften möchte, sollte sich bewusst machen, dass auch die entsprechenden Unternehmen wirtschaftlich arbeiten müssen und nicht rein idealistisch handeln können. Wer hingegen nur den guten Zweck unterstützen möchte, fährt mit einer gezielten Spende besser. Ein nachhaltiges Investment fordert zudem auch die richtige Strategie. Ökologisch-ethisch motivierte Anleger neigen dazu, bestimmte Branchen, etwa die Automobilindustrie, vollständig auszuklammern. Geht es Ihnen jedoch darum, etwas zu verändern, ist es ein vielversprechenderer Ansatz für nachhaltiges Investment, mit Ihrem Kapital in jeder Branche jene Unternehmen zu unterstützen, die am vorbildlichsten handeln.

Nachhaltiges Investment erfordert viel Zeit, wenn Sie alle Eventualitäten ausschließen wollen – etwa, dass der Hersteller von Solarzellen nicht auch mit dem Militär zusammenarbeitet. Hier sind Sie auch auf die Transparenz der Unternehmen angewiesen. Weiterhin hat sich gezeigt, dass sich nachhaltiges Investment häufig anders entwickelt als der Gesamtmarkt: Sowohl die Chancen sind damit größer als auch die Risiken. Aus diesem Grund ist nachhaltiges Investment aber auch interessant für risikofreudige Anleger, die weniger am ökologisch-ethischen Aspekt interessiert sind als an guten Renditechancen. Für den durchschnittlichen Privatanleger eignet es sich hingegen eher als Beimischung.

Alternative Investments

Alternative Investments bewegen sich in eine andere Richtung als nachhaltiges Investment. Hierbei handelt es sich nicht zuletzt um einen Marketing-Begriff, der eine Abkehr von den klassischen Anlageformen wie Aktien, Anleihen und Wertpapiere beschreibt. Was genau unter den Begriff alternative Investments fällt, ist nicht klar umrissen. Je nach Definition werden unter anderem hinzugezählt:

  • Hedge-Fonds
  • Private Equity
  • Futures
  • Optionen
  • Forderungsportfolios
  • Regenerative Energien
  • Schifffahrt
  • Bildung
  • bestimmte Sachwerte wie etwa Immobilien, Oldtimer und edle Spirituosen
  • Land- und Fortwirtschaft
  • Rechte an Sportlern

Sachwerte bringen als alternative Investments den Nachteil der mangelnden Liquidität mit sich: Weder Immobilien noch Oldtimer können Sie ohne Weiteres innerhalb weniger Stunden zu Bargeld machen. Bei hochspezialisierten Anlageformen wie alten Autos oder auch Weinen ist der Erfolg zudem stark von Ihrem Fachwissen abhängig. Ist dieses vorhanden, können sie als alternative Investments aber langfristig sehr lukrativ sein.

Hedge-Fonds basieren im Gegensatz dazu auf wissenschaftlichen Berechnungen, sodass emotionale Beweggründe ausgeklammert werden. Ist das zugrunde gelegte mathematische Konstrukt gut, können sie den Markt im Hinblick auf Rendite deutlich übertreffen. Aufgrund des Aufwandes ist hier aber auch das Investment-Management besonders teuer. Ähnlich wie Private Equity, Futures und Optionen sind sie aufgrund ihres sehr hohen Risikos aber als alternative Investments eher für Profis interessant.

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