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Transition Guide:
Krankenversicherung für Flüchtlinge

Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 13.07.2016

Wenn man krank wird, ist eine Krankenversicherung absolut unentbehrlich. Sie deckt alle anfallenden Kosten ab, von Arztbesuchen über Operationen bis hin zu Lohnfortzahlungen bei einem Arbeitsausfall. Sie gilt für alle medizinischen Fachrichtungen, sei es der Zahnarzt, der Hautarzt oder der Orthopäde. In Deutschland ist jeder Mensch verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen. Diese kann unter bestimmten Bedingungen privat erfolgen, oder, und das betrifft den Großteil der in Deutschland lebenden Menschen, Sie lassen sich gesetzlich krankenversichern.

Eine Krankenversicherung muss jeder abschließen, der in Deutschland einen festen Wohnsitz hat. Bei Flüchtlingen ist dieser Zustand häufig schwebend, da sie größtenteils nur eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung besitzen. Deshalb gilt für sie eine gesonderte Regelung was die Krankenversicherung betrifft.

Spezielle Regelung für Flüchtlinge

In den ersten 15 Monaten ihres Aufenthalts in Deutschland haben Asylbewerber einen eingeschränkten Anspruch auf medizinische Betreuung, welcher im Oktober letzten Jahres durch das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz festgesetzt wurde. Danach sind sie leistungsrechtlich den GKV-Versicherten so gut wie gleichgestellt.

Das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) sichert Flüchtlingen Sozialleistungen vom Staat zu, worunter auch Leistungen zur gesundheitlichen Versorgung fallen. Geflüchtete sind in Deutschland folglich grundsätzlich nicht krankenversichert, sondern haben im Krankheitsfall Ansprüche durch das AsylbLG.

Auf diese Leistungen haben Flüchtlinge nach §4 AsylbLG Anspruch:

  • Behandlung von akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen
  • Medizinisch notwendige Vorsorgeuntersuchungen sowie Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt
  • Schutzimpfungen
  • Medizinisch notwendige Versorgung mit Arzneimitteln

Individuelle Festlegung von Krankheitsfällen

Wird ein Asylsuchender krank, so muss er sich zunächst einen Behandlungsschein von seinem zuständigen Sozialamt ausstellen lassen, erst danach ist eine medizinische Versorgung möglich. Das Sozialamt entscheidet auch darüber, ob überhaupt Behandlungsbedarf besteht. Nach der 15-monatigen Wartezeit werden die Geflüchteten dann einer gesetzlichen Krankenkasse zugeordnet und erhalten eine elektronische Gesundheitskarte (eGK). Bis dahin unterliegen sie den Anordnungen der örtlichen Sozialämter.

Krankenkassen befürchten hohe Defizite

Im Februar 2016 berichtete die Frankfurter Rundschau über die Ängste der deutschen Krankenkassen, durch die vielen Geflüchteten ein großes Defizit in den Kosten zu haben. Die Beiträge für die Pflichtversicherung der Flüchtlinge zahlt der Bund, die übernommenen Beiträge seien jedoch nicht ansatzweise kostendeckend. Für jeden Hartz-IV-Empfänger bezahlt der Bund momentan rund 90 Euro, die durch Flüchtlinge verursachten Gesundheitskosten liegen erfahrungsgemäß zwischen 180 und 200 Euro. Die monatliche Lücke zwischen den vom Bund übernommenen Beiträgen und den tatsächlichen Kosten für die Krankenkasse liegt also bei ca. 100 Euro, das sind 1200 Euro im Jahr pro Asylbewerber – eine Summe, die schwer auszugleichen ist. Noch ist jedoch unklar, ob diese Kosten tatsächlich entstehen werden.

„Bremer Modell“ könnte Abhilfe schaffen

Den nötigen Arztbesuch erst einmal beim örtlichen Sozialamt zu beantragen ist für die meisten Flüchtlinge Alltag. Nicht so in Bremen und Hamburg: In diesen Stadtstaaten besitzen auch sie eine Gesundheitskarte, mit der sie ohne Zwischenstation einen Arzt sehen können. Dieses Verfahren schont nicht nur eine Menge Zeit und Nerven, da kein höherer Aufwand entsteht als bei anderen gesetzlich krankenversicherten Personen, die Stadt Hamburg sparte damit im Jahr 2015 sogar knapp 1,6 Millionen Euro. Vor allem Kosten für Personal oder Verwaltungskosten werden eingespart. Andere Länder, wie beispielsweise Brandenburg, sind deshalb ebenfalls an diesem Modell interessiert. Bis jetzt sind die Länder und die GKV sich jedoch noch nicht einig.

Eine Odyssee an Behördengängen

Flüchtlinge in Deutschland können nicht einfach so zum Arzt gehen. Davor müssen sie sich erst einmal durch den Bürokratie-Dschungel schlagen, an dessen Ausgang sich der Besuch eines Mediziners befindet. Vorher muss sich der Geflüchtete im Krankheitsfall an seinen zuständigen Sozialarbeiter wenden. Dieser entscheidet individuell, ob dem Asylsuchenden etwas fehlt und eine medizinische Behandlung nötig ist. Ist dies der Fall, stellt der Sozialarbeiter ihm einen Anforderungsschein für einen Krankenschein aus; mit diesem wiederum geht der Flüchtling zu einem Arzt, bei dem er dann einen Termin für eine Behandlung bekommt. Der Arzt fordert zudem einen Krankenschein beim zuständigen Landratsamt an. Dort wird von anderen Ärzten geprüft, ob die vorgeschlagene medizinische Behandlung notwendig ist, vorausgesetzt sie geht über die akute Grundversorgung hinaus. Das Landratsamt schickt die Bestätigung in Form eines Krankenscheins dem Arzt zu, der seine Rechnung für die Behandlung des Geflüchteten an die Kassenärztliche Vereinigung weiterleitet.

Diese komplexen Vorgänge sind zwar unumgänglich, aber auch absolut zeit- und nervenraubend für alle Beteiligten. Gerade in der Grippesaison kommen Ärzte, Behörden und vor allem die Kranken regelmäßig an ihre Grenzen. Eine flächendeckende Vereinfachung dieses Prozesses durch das „Bremer Modell“ wäre daher wünschenswert. In größeren Flüchtlingsunterkünften könnte auch ein eigens eingerichtetes Behandlungszimmer Erleichterung bringen.

Gut zu wissen:

Wenn Sie Asylsuchender in Deutschland und nicht in Besitz einer elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sind, müssen Sie vor jedem Arztbesuch zunächst Ihr zuständiges Sozialamt aufsuchen. Ohne Behandlungsschein kann der Arzt Sie nicht behandeln.

Achtung:

In dringenden Fällen suchen Sie das nächste Krankenhaus auf, bei akuter Lebensgefahr rufen Sie bitte den Notarzt unter der Telefonnummer 112.

Erleichterung wäre für alle Parteien wünschenswert

Momentan ist durch das Asylbewerberleistungsgesetz zwar für jeden gesorgt, jedoch kommt es durch die Mengen an zu bewältigender Bürokratie regelmäßig zu Stresssituationen. Gerade während saisonaler Stoßzeiten oder Grippewellen kann es daher zu Konflikten kommen. Daher würde eine Lockerung dieser Regelung beziehungsweise der Umstieg aller Bundesländer auf das „Bremer Modell“ Erleichterung bringen – egal ob für Ärzte, Mitarbeiter der Behörden und nicht zuletzt für die Flüchtlinge.

Übrigens: Nach 15-monatiger Sonderfrist haben auch Asylanten einen Anspruch auf gesetzliche Krankenversicherung. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Krankenversicherung am besten zu Ihnen passt und Ihre Bedürfnisse abdeckt, können Sie diese miteinander vergleichen und die Beiträge berechnen.

English version

Transition Guide: Health Insurance for Refugees

Checklist for Health Insurance

Health insurance is absolutely essential to have in case you get sick. It covers all incidental costs such as doctor visits, operations, and even wage continuation should you be unable to work. The insurance covers all medical specialisations including the dentist, dermatologist, or orthopaedic surgeon. Every person in Germany is required to have health insurance by law. In some cases you can have private insurance; most people in Germany, however, have public health insurance.

Every person who has a permanent residence in Germany is required by law to have health insurance. This is sort of a grey area for refugees since most of them only have a temporary Aufenthaltsgenehmigung (residence permit). This is why there are special rules and regulations for refugees as far as health insurance is concerned.

Special Regulations for Refugees

During the first 15 months of their residence in Germany, asylum seekers have a limited right to medical care. This was stipulated by the Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz (Asylum Procedures Acceleration Act) in October of last year. After this time frame, they are basically on equal terms as those insured by GKV (gesetzliche Krankenversicherung, statutory health insurance).

The AsylbLG (Asylbewerberleistungsgesetz, Asylum-Seekers’ Benefits Act) entitles refugees to social benefits and services provided by the state, one of which is health care. Refugees in Germany are generally not covered by “normal” health insurance, but are able to seek medical care through the AsylbLG.

According to §4 of the AsylbLG, refugees are entitled to:

  • Treatment of urgent illnesses and extreme pain
  • Necessary medical check-ups and examinations during pregnancy and childbirth
  • Vaccinations
  • Medically necessary patient care and prescribed medicine

Individual Determination of Cases of Illness

If an asylum seeker becomes sick, he/she must first receive a Behandlungsschein (certificate of treatment) from the proper Sozialamt (Social Services Department). Only then is it possible to receive medical treatment. The Sozialamt is also responsible for deciding if medical treatment is necessary. After the 15-month waiting period, refugees are then eligible for GKV (public health insurance) and receive an eGK (elektronische Gesundheitskarte, electronic health insurance card). Until then, they are subject to the directives of the local Sozialamt.

Health Insurance Companies Fear High Deficits

In February 2016, the Frankfurter Rundschau reported about the fears of German health insurance companies that they might end up with large financial deficits due to the high number of refugees. The German government pays the contributions for compulsory health insurance on behalf of refugees, but they stated these contributions do not even begin to cover the overall costs. For every Hartz-IV (unemployment benefits) recipient, the German government currently pays approximately 90 Euros; according to experience, health insurance costs of refugees are currently between 180 and 200 Euros. The gap between what it actually costs for health care for refugees and what the government pays is thus around 100 Euros: that’s about 1,200 Euros a year per asylum seeker - a sum that’s difficult to balance. It still remains unclear, however, if these costs will really arise.

The “Bremen Model” Could Produce Relief

Having to go to the local Sozialamt before being able to go to the doctor is a normal part of everyday life for most refugees. This is not the case in Bremen or Hamburg. Refugees in these city-states also have a health insurance card that allows them to go straight to the doctor without having to get permission from elsewhere beforehand. This method not only saves a lot of time and energy since this process doesn’t create any extra effort compared to other publicly insured individuals, but the city of Hamburg also saved approximately 1.6 million Euros in 2015. Particularly costs for personnel or other administrative costs are saved. Other states, such as Brandenburg, are interested in this model for that reason. They have yet been able to come to an agreement with the GKV, however.

Trip After Trip to Different Agencies

Refugees in Germany can’t just simply go to the doctor. Beforehand, they have to try to cut through all of the red tape; when they reach the end of this tumultuous journey, they can finally see the doctor. Before this journey can begin, refugees who are sick must first see the appropriate Sozialarbeiter (social worker).  The social worker then decides on a case-by-case basis if the asylum seeker is missing something and if medical treatment is necessary. If the social worker agrees that a refugee should indeed see a doctor, they will issue a Krankenschein (health insurance certificate). With this in-hand, the refugee can then go to the doctor and get an appointment. The doctor will also need a Krankenschein from the appropriate Landratsamt (district office). Here, other doctors will check if the proposed treatment is necessary (provided the treatment needed would be given after initial treatment was received). The Landratsamt will then send their confirmation to the doctor in the form of a Krankenschein, who should then send this to the Kassenärztliche Vereinigung (Association of Statutory Health Insurance Physicians) along with their invoice after treating the refugee.

Going through this process is unavoidable and is really time- and energy-consuming for all people involved. Particularly during the flu season, doctors, authorities, and especially the ill all reach their limits. This is a reason why a nationwide simplification of the process using the “Bremen model” as an example would benefit all parties involved. Even having a specially equipped treatment room in the larger refugee camps would be a big help.

Good to know:

If you are an asylum seeker in Germany and you do not have an electronic health insurance card, you must first visit the appropriate Sozialamt before every doctor visit. Without a Behandlungsschein (treatment certificate), the doctor cannot treat you.

Please note:

in case of an emergency simply go to the nearest hospital. For life-threatening situations, call a Notarzt (emergency doctor) by dialing 112.

Relief Would Be Desirable for All Parties Involved

Currently, the Asylum-Seekers’ Benefits Act ensures that everyone is taken care of, but the process also involves cutting through a lot of red tape and is stressful for everyone involved. Particularly during peak times or influenza epidemics, this can cause problems. This is why a relaxation or these rules and regulations or just switching to the “Bremen model” would make everyone’s life easier, including the doctors, agency employees, and, last but not least, the refugees.

By the way: after the 15-month time period, refugees are eligible for public health insurance. If you’re not sure which health insurance is best for you, you can compare coverage and financial contributions here (available only in German).

Arabic version

دليل التحوّل: التأمين الصحّي للاجئين

قائمة للتأمين الصحي

أذا كان الشخص مريض، يكون التأمين الصحّي ضروري للغاية. هو يغطي جميع التكاليف من زيارة طبيب أو عمليّات أو حتى دفع رواتب عند عدم أمكانيّة الشغل. وهو ينطبق على جميع التخصصات الطبية، سواء كان طبيب الأسنان، أمراض جلدية أو عظام. في ألمانيا كل شخص ملزم أن يكون لديه تأمين صحّي. و هذا قد يكون عند ظروف خاصّة تأمين خاصّ، أو ، وهذا يشمل الغالبية العظمى من الناس الذين يعيشون في ألمانيا، هم لديهم تأمين صحّي عمومي.

التأمين الصحّي يجب أن يقوم به كلّ شخص لديه مسكن قار في ألمانيا. و بالنسبة للاجئين، غالبا ما يكون هذا الشرط غير متوفر لأنهم في الغالب لا يملكون الاّ اقامة مؤقّة. لذلك يكون لهم تراتيب خاصّة فيما يتعلّق بالتأمين الصحّي.

التراتيب الخاصّة للاجئين

في الأشهر15 الأولى من اقامتهم في ألمانيا يكون لطالبي اللّجوؤ في ألمانيا حقوق مطالبة مختصرة للرّعاية الصحّية، و التي تم تحديدها بموجب قانون اجراءات تسريع اللّجوء في أكتوبر من العام الماضي، بعد ذلك تمّ تعديلها تقريبا مثل الخدمات للتأمين الصحّي العمومي.

قانون الفوائد لطالبي اللّجوء يضمن للاجئين الخدمات الاجتماعية من قبل الدولة بما فيها الرّعاية الصحية. اللاجئين ليس لديهم عموما تغطية تأمين صحّي في ألمانيا و لكن في حالة المرض لديهم حقوق الطلب بهذه الخدمات من خلال قانون الفوائد لطالبي اللّجوء. حسب الفقرة 4 للقانون، لديهم الحق في:

* علاج الأمراض الحادّة و الالم

* الفحوصات و الخدمات اللاّزمة طبيا خلال فترة الحمل و الولادة

* التطعيمات الحامية

* امدادات ضروريّة من الأدوية الطبية

تعريف بشكل فردي لحالات المرض

اذا مرض طالب اللجوء، يجب عليه الحصول أوّلاً على شهادة علاج من المكتب الاجتماعي التابع له بعد ذلك يكون العلاج الطبي ممكن. المكتب الاجتماعي يقرّر كذلك اذا كان هناك احتياج الى معالجة طبية. بعد انتظار 15 شهرًا يتم تعيين تأمين صحي عمومي للاّجئين و يحصلون على البطاقة الصحية الألكترونية. و حتى ذلك الحين يخضعون لتراتيب المكاتب الاجتماعية المحلية.

شركات التأمين الصحّي تخشى ارتفاع العجز

في فبراير 2016 قدمت صحيفة فراكفورتر روندشاو تقريرا عن مخاوف شركات التأمين الصحي الالمانية ، و ذلك بسبب العديد من اللاجئين ان يحصل عجز كبير في التكلفة لديهم. الدفوعات لمبالغ التأمين الالزامي للاجئين تدفعها الحكومة الاتحادية، ولكن الدفوعات المقبولة لا تغطي حتى التكاليف الجزئية. لكلّ عاطل عن العمل تدفع الحكومة الاتحادية حاليّا حوالي 90 يورو، التكاليف الناجمة عن الرعاية الصحية للاجئين وفقا للتقديرات ما بين 180 و 200 يورو. الفجوة الشهرية بين الدفوعات من طرف الحكومة الاتحادية و التكلفة الفعلية للتأمين الصحي هي حوالي 100 يورو او 1200 يورو في السنة لكلّ طالب لجوء. وهو مبلغ يصعب تعويضه. ولكن لا يزال من غير الواضح اذا كانت هذه التكاليف موجودة بالواقع.

"نمودج بريمن" يمكّن من تقديم المساعدة

تقديم طلب الحصول على زيارة الطبيب الضرورية في المكتب الاجتماعي المحلّي بالنسبة لغالبية اللاجئين هو شيء عادي. و لكم ليس في بريمن و هامبورغ:  في هذه الولايات يمتلكون هم ايضا البطاقة الصحية. بواسطتها يمكنهم زيارة الطبيب بدون المرور بمحطة اخرى. هذا الاسلوب لا يوفر فقط الكثير من الوقت و الاعصاب، بما انه لا يوجد ارتفاع تكلفة بالمقارنة مع غيرهم من الاشخاص التابعين للتأمين الصحي العمومي، مدينة هامبورغ وفرت بذلك سنة 2015 حوالي 1,6 مليون يورو. خاصة يتمّ توفير تكلفة الموظفين أو التكاليف الادارية. ولايات أخرى، على سبيل المثال براندنبورغ، هم مهتمون أيضا بهذا النمودج. حتى الان فأن الولايات و شركات التامين الصحي غير متفقين.

مغامرة الأجراءات الأدارية

اللاّجؤون لا يستطيعون الذهاب ببساطة الى الطبيب. يجب عليهم أولا عبور الغابة البيروقراطية و التي بمخرجها يكون هناك زيارة طبية. قبل ذلك يجب على اللاجئ في حالة المرض، الاتصال بالعامل الاجتماعي التابع له و العامل الاجتماعي يعود له بالنظر بشكل فردي اذا كان اللاجئ يحتاج الى علاج طبي. اذا كان الحال كذلك، يقوم العامل الاجتماعي بتقديم طلب لشهادة علاج و بها يذهب اللاجئ الى الطبيب، و الذي يحصل لديه على موعد علاج. الطبيب يطلب بدوره شهادة علاج من مكتب المقاطعة المختص. هناك يتمّ التثبت من طرف أطباء آخرين، اذا كان العلاج الطبّي ضروري، شريطة ان يكون ضمن الرّعاية الصحية الأساسية. أدارة مجلس المقاطعة ترسل الموافقة للطبيب في شكل شهادة تأمين صحي و الطبيب يرسل فاتورة تكاليف معالجة اللاجئ الى رابطة الأطباء.

هذه العمليات المعقدة لا مفرّ منها في الواقع، و لكن تحتاج الى الكثير من الوقت و الأعصاب لجميع المشاركين. و خصوصًا في موسم الانفلونزا يكونون الأطباء، السلطات و خاصّة المرضى دوما في حالة ذروة. تبسيط  هذه العملية عامة من خلال "نمودج بريمن" يكون جدًا مرغوب فيه. في مخيمات اللاجئين الكبيرة تكون لغرف العلاج المجهّزة خصيصا تسهيلات.

من الجيّد معرفته:

اذا كنت طالب لجوء بألمانيا و ليس لذيك بطاقة صحّية الكترونية، يجب عليك قبل زيارة الطبيب الذهاب الى المكتب الأجتماعي الخاص بك. من دون شهادة العلاج لا يمكن لطبيب علاجك.

ملاحظة:

في حالة الطوارئ ابحث عن أقرب مستشفى و في الحالات الخطرة إتصل بطبيب الاسعاف على الرقم 112.

التسهيلات مرغوبة من جميع الأطراف

في الوقت الرّاهن، من خلال قانون خدمات اللاّجئين يكفل العناية للجميع، و لكن نظرا للكميات الكبيرة من البيروقراطية تتكون دوما حالات ضغط. خاصة في أوقات الذروة الموسمية أو أوبئة الأنفلونزا تنجرّ عنها صراعات. و لذلك فأنّ تخفيف هذا المخطّط أو أنتقال كل الولايات الى "نمودج بريمن" يؤدي الي تسهيلات – سواء بالنسبة للأطباء، موظفين و ليس اخيرا كذلك للاجئين.

بالمناسبة: بعد فترة تدوم 15 شهرا يكون لطالبي اللجوء الحق في الحصول على التأمين الصحي العام. اذا لم تكن متأكدًا من التأمين المناسب لك و الذي يلبّي احتياجاتك، يمكنك مقارنتها مع بعضها البعض و أحتساب القسوط.

العنوان: دليل الانتقال: التأمين الصحي للاجئين.

ميتا: اللاّجؤون مؤمنون في ألمانيا بواسطة قانون الفوائد لطالبي اللجوء. نحن نعلمكم ما يجب القيام به في حالة المرض و لمن تلجؤون.

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