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Kreditkarten-Bonusprogramme

Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 28.07.2016

Das Angebot an Kreditkarten am Markt ist groß. Die Konditionen variieren was Laufzeit und Abbuchungsmodalitäten angeht. Insbesondere Karten mit Bonusprogrammen werden immer verbreiteter. Clevere Kunden vergleichen aber nicht nur das Bonusprogramm, sondern auch Zinsen und Gebühren. Nur wenn die Konditionen stimmen, lohnt der Griff zum Plastikgeld.

Hier sind zum Beispiel Versicherungen enthalten oder es können Punkte für Prämien gesammelt werden. Andere Anbieter gewähren Rabatte auf bestimmte Produkte oder Leistungen. Solche Bonusprogramme können attraktiv sein, wenn Sie sie geschickt nutzen. Allerdings können Kreditkarten mit Bonusprogrammen auch vergleichsweise teuer sein, wenn Sie nicht im ausreichenden Maße durch die Rabatte sparen können.

Besonderheiten der Bonusprogramm-Kreditkarten

Kreditkarten lassen sich in zwei Typen einteilen: Typ 1 wird meist nur mit einem Girokonto verbunden ausgegeben. Kredit ist im vereinbarten Rahmen möglich – im Normalfall allerdings maximal in Höhe des Kontostandes. Denn Sie müssen diese Karten vor der Nutzung aufladen, ähnlich wie bei den Geldkarten- oder Girogo-Chips, die in vielen Bankkarten integriert sind.

Älter als diese limitierten Prepaid-Kreditkarten ist das Geschäft mit den klassischen Kreditkarten, die einen Kredit in bestimmter Höhe gewähren. Wie viel Sie dann an Gebühren und Kreditsumme wieder zurückzahlen, hängt davon ab, wie Sie die Karte einsetzen und welches Kreditlimit Ihnen die Bank einräumt. Kreditkarten mit Bonusprogrammen gibt es in beiden Varianten, frei und mit Aufladefunktion.

Auch die Bonus-Karten werden von Banken vergeben, allerdings in Zusammenarbeit mit großen Marken oder populären Anbietern. Damit wollen Banken Kunden locken und an anderer Stelle wie dem Sollzins oder Gebühren dann Geld verdienen. Wer allerdings einschätzen kann, ob sich eine Karte lohnt und ob er überhaupt von den Programmen profitieren kann, kann mit solchen Angeboten unter Umständen einen guten Fang machen.

Voraussetzungen

Während die Kreditkarten zum Aufladen häufig auch schon Minderjährige erhalten können, werden die klassischen Kreditkarten und auch die Kreditkarten mit Bonusprogrammen in der Regel nur an Volljährige vergeben. Voraussetzung ist zudem ein fester Wohnsitz in Deutschland und – besonders wichtig – Kreditwürdigkeit. Sie müssen also über eine gute Bonität verfügen. Die Bonität wird in Deutschland meist bei der größten Auskunftei, der SCHUFA (kurz für: Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) abgefragt.

Jeder Deutsche, der schon einmal einen Kredit aufgenommen, ein Konto eröffnet hat oder andere Verbindlichkeiten eingegangen ist, hat auch einen SCHUFA-Eintrag. Die SCHUFA-Einträge zeichnen die Spuren nach, die jemand im wirtschaftlichen Leben hinterlässt – also, ob er immer alles pünktlich zurückgezahlt hat oder mit anstehenden Raten oder offenen Rechnungen schon einmal in Verzug geraten ist.

Die SCHUFA errechnet aus dem, was ihr von Unternehmen oder Kreditgebern gemeldet wird, einen sogenannten Score. Anhand dieses Richtwerts wird festgemacht, wie hoch die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit für zu leistende Zahlungen ist. Für einen guten Score ist es wichtig, keine negativen Einträge in der SCHUFA-Datenbank zu haben. Überprüfen Sie das, bevor Sie eine Kreditkarte mit Bonusprogramm beantragen.

Lock- und Sparprogramme

Wie man dann vom Bonusprogramm profitieren kann, hängt davon ab, was der Anbieter in den Vertrag schreibt. Bei manchen gibt es für jeden Einkauf Rabatte, manchmal Geld zurück oder Flugmeilen angerechnet.

Meist erfolgt die Abrechnung der Bonusprogramme entweder nach einer bestimmten Zeit oder automatisch, wenn Sie die Karte nutzen. Bei einigen Karten können Sie, wenn Sie Prämien oder Bonuspunkte einlösen wollen, selbst bestimmen, wann und wofür. Bei manchen Karten gibt es nur ein eher begrenztes Angebot des Kooperationspartners der jeweiligen Bank.

Wie bei jedem Finanzprodukt sollten Sie die Kosten durchrechnen, bevor Sie einen Vertrag abschließen. Die Anbieter denken unternehmerisch und wollen natürlich Geld verdienen, entweder über den Sollzins, falls Sie eine Kreditkartenrechnung nicht rechtzeitig bezahlen, Grundgebühren oder die Gebühr fürs Bargeld abheben am Automaten

Ob Sie von den Bonusprogrammen profitieren können oder sich besser für eine Kreditkarte ohne solche Zusatzangebote entscheiden sollten, hängt davon ab wie, wofür und wie oft Sie die Karte zücken.

Tipp:Häufig Anbieter wechseln

Viele Anbieter bauen auch auf die Trägheit ihrer Kunden. Für manche Produkte fallen im ersten Jahr keine Kosten an, aber ab dem zweiten werden Grundgebühren fällig. Sparfüchse, die häufige Anbieterwechsel nicht scheuen, können hier mehr sparen als Kunden, die dabei eher weniger engagiert sind.

Anbieter im Überblick

Wer Programme wie Payback kennt, hat schon eine Idee, wie dieser Kreditkarten mit Bonusprogramm funktionieren. Bei manchen Karten gibt es für jeden Einsatz der Kreditkarte Gutschriften fürs Onlineshopping auf bestimmten Portalen, den Einkauf bestimmter Produkte, Prämienpunkte oder Bonusflugmeilen.

Das richtet sich nach den Vertragsbedingungen und den Kooperationspartnern. Andere Bonusprogramme locken mit kostenlosen Versicherungen. Die Auswahl ist groß.

Wenn Anbieter mehrere Karten mit Bonusprogramm anbieten, findet Sie in der folgenden Tabelle nur das nach Jahresgebühr günstigste Angebot. Jahresgebühren fallen in den meisten Fällen erst im zweiten Jahr an.

Anbieter mit Bonusprogrammen

Produkt
Herausgebende Bank
Grundgebühr ab 2. JahrArt des BonusprogrammsArt der Zusatzleistung
Miles and More
Deutsche Kreditbank (DKB)
Ab 55 Euro Bonusmeilen Verkehr/Reise
Amazon Visa Kreditkarte
Landesbank Berlin
Ab 19,99 Euro Einkaufs-Rabatt Onlineshopping
Payback Visa Kreditkarte
Baden-Württembergische Bank
29,00 Euro Einkaufs-Rabatt Prämien
ADAC mobil Kreditkarte silber
Landesbank Berlin
Ab 44 Euro Rabatt Verkehr/Reise
Advanzia Kreditkarte
Advanzia Bank
0 Euro Versicherung Verkehr/Reise
American Express Kreditkarte Grün
American Express
Ab 55 Euro Bonuspunkte Service/Reise
AVD Kreditkarte
Santander Bank
25 Euro Rabatt Tanken

Stand: März 2016

Miles & More

Die Miles & More Kreditkarte wird von der Deutschen Kreditbank (DKB) herausgegeben. Die Kooperation mit Lufthansa ermöglicht es, Flugmeilen zu sammeln, die Sie unter anderem gegen Freiflüge einlösen können. Die Jahresgebühr fällt in der günstigsten Variante mit 55 Euro pro Jahr recht üppig aus.

Wer in fremder Währung mit der Karte bezahlt, muss sogenannte Fremdwährungsgebühren entrichten, bei der Miles & More Kreditkarte sind es Kosten in Höhe von 1,75 Prozent des Umsatzes. Sollzinsen werden fällig, wenn Sie die Kreditkartenrechnung nicht pünktlich begleichen, und zwar in Höhe von 8,56 Prozent. Gebühren von zwei Prozent des Umsatzes fallen bei jedem Geldabheben an.

Im Meilensammelprogramm der Lufthansa sammeln Sie für jeden ausgegebenen Euro etwa einen halben Punkt. Sie erhalten also für je 2 Euro, die Sie ausgegeben haben, eine Bonusmeile geschenkt. Wie viel eine Bonusmeile wert ist, richtet sich danach, wofür Sie sie einsetzen.<7p>

Rechnerisch ist eine Bonusmeile allerdings meist nicht viel mehr als einige Cent wert. Die Karte kann sich lohnen, wenn Sie sowieso häufig mit der Lufthansa-Fluggesellschaft durchstarten und Ihre Rechnungen grundsätzlich rasch begleichen.

Amazon

Die Amazon Kreditkarte wird von der Landesbank Berlin AG herausgegeben. Der Onlinehändler, der im Kartennamen genannt wird, ist auch Dreh- und Angelpunkt des Bonusprogrammsystems. Darüber können sich Nutzer Rabatte für den Einkauf bei Amazon sichern.

Allerdings verdient die Bank bei jedem Geldabheben drei Prozent des Barbetrags, den Sie aus dem Automaten ziehen, mindestens jedoch 7,50 Euro pro Abhebung oder im Ausland 5 Euro. Wenn nicht in Euro gezahlt wird, zahlen Sie zusätzliche Gebühren in Höhe von 1,75 Prozent des Umsatzes. Für das Bezahlen mit dieser Kreditkarte bei Amazon gibt es bei jedem Einkauf zwei Punkte pro ausgegebenen Euro.

Für Einkäufe bei anderen Händlern erhalten Sie einen Punkt je ausgegebenen Euro. Ein Punkt entspricht etwa einem Cent. Die Punkte können Sie dann bei der nächsten Amazon-Bestellung einlösen. Die jährlichen Grundgebühren, die der Kunde in jedem Fall bezahlen muss, liegen bei 19,99 Euro. Die Sollzinsen betragen um die 14 Prozent.

Baden-Württembergische Bank

Die Baden-Württembergische Bank bietet mit dem Kooperationspartner Payback eine Kreditkarte an, mit der der Nutzer für jeden Einsatz Payback-Punkte sammelt. Ist ein bestimmter Punktestand erreicht, können Sie sich Payback-Punkte als Geldbetrag auszahlen lassen oder gegen Prämien einlösen. Das Angebot an Prämien ist vielfältig.

Werfen Sie also einen Blick auf die Angebote und Vertragspartner von Payback. 29,99 Euro werden pro Jahr fällig. Das Abheben von Geld im In- und Ausland kostet dafür nichts. Wer mit der Karte in fremder Währung bezahlt, zahlt eine Fremdwährungsgebühr von 1,75 Prozent des Umsatzes.

Wenn Sie mit Zahlungen im Rückstand sind, werden Sollzinsen von 10,20 Prozent des Säumnisbetrags fällig. Wer ohnehin schon rege das Payback-System nutzt, kann von diesem Angebot zusätzlich profitieren.

ADAC

Der ADAC legt mit der Landesbank Berlin AG gleich drei verschiedene Kreditkarten auf. Die Boni variieren nach Karte. Beim Basismodell handelt es sich um eine Prepaid-Kreditkarte. Die kostspieligeren Varianten „Silber“ und „Gold“ enthalten Reiseabbruch- und Reiserücktrittsversicherungen an.

Zudem erhalten Sie hier unter anderem auch Rabatte bei Autovermietungen oder beim Tanken. Guthaben, das Sie auf die Karten laden können, wird mit 0,25 Prozent verzinst. Bei Geldautomaten und Banken der Visa- und Mastercard-Gruppe können Sie innerhalb und außerhalb von Deutschland gebührenfrei Geld abheben.

Die mittlere Karte, die den Namen mobil Silber trägt, kostet 44 Euro im Jahr. Der Sollzins liegt bei um die 12,24 Prozent pro Jahr. Für Vielfahrer, die häufig Tanken müssen, können diese Karten eine sinnvolle Überlegung sein. Man muss allerdings ADAC-Mitglied sein oder werden, wenn um die Karten beantragen zu können.

Advanzia Bank

Die Advanzia Bank bietet bei einer ihrer Karten ebenfalls eine Reiseversicherung mit an. Der Clou: Es fallen weder jährlichen Grundgebühren noch Gebühren fürs Abheben im In- und Ausland an.

Für Zahlungen in Fremdwährung allerdings schon. Der Preis dafür wird erst im Nachhinein mitgeteilt und erfolgt nach den von Mastercard International täglich festgesetzten Wechselkursen. Dafür verdient der Anbieter an Sollzinsen, die fällig werden, wenn man nicht innerhalb des Zahlungszeitraums überweist.

19,94 Prozent des geschuldeten Betrags fallen als jährlicher Sollzins an. Wenn Sie also mit den Raten für die Kreditkarte hinterherhinken, zahlen Sie dafür der Bank ein Fünftel davon als Säumnisgebühren. Für Menschen, die die Versicherung tatsächlich benötigen und immer pünktlich bei der Zahlung sind, kann die Karte durchaus ein interessantes Angebot sein.

American Express

American Express ist einer der traditionsreichsten Anbieter von Kreditkarten, dementsprechend breit ist auch das Angebot dieses Unternehmens. Viele Karten, wie beispielsweise die günstigste grüne Kreditkarte, beinhalten auch das sogenannte „Member Rewards“-Bonusprogramm. Dies reicht von Rabatten bei der Autovermietung bis zum Zugang zu speziellen Services wie VIP-Lounges an Flughäfen.

Eine der günstigen ist für 55 Euro Grundgebühr im Jahr zu haben. Die Gebühr entfällt, wenn Sie innerhalb des Abrechnungsjahres einen bestimmten Mindestumsatz mit der Karte leisten. Für Zahlungen in Fremdwährungen werden Gebühren in Höhe von zwei Prozent der bezahlten Summe fällig. Es wird hier kein Sollzins ausgewiesen. Sie zahlen pro Mahnung einen pauschalen Betrag. Die Kreditkarten aus diesem Hause sind vor allem für Geschäftsleute interessant, die häufig im Ausland die Karte zücken und ohnehin viel Zeit an Flughäfen und auf Reisen verbringen.

In Kooperation mit dem Bonusprogramm Payback bietet American Express zudem eine spezielle Payback-Kreditkarte an. Wenn Sie mit dieser Karte bei Payback-Vertragspartnern einkaufen, erhalten Sie doppelt so viele Payback-Punkte wie Sie mit einer regulären Payback-Karte ohne Kreditkartenfunktion bekämen. Eine Jahresgebühr fällt für die Payback-American-Express-Karte nicht an, dafür allerdings vier Prozent Gebühren beziehungsweise mindestens fünf Euro für Barabhebungen. Beim Bezahlen in Fremdwährung sind es zwei Prozent.

Wenn Sie mit dem Begleichen Ihrer Kreditkartenabrechnung in Zahlungsverzug geraten, fallen Verzugszinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zuzüglich Mahngebühren an. Diese Karte lohnt sich vor allem für Verbraucher, die ohnehin Payback-Punkte sammeln und ihre Rechnungen stets unverzüglich begleichen.

AVD

Die AvD-Tank&Spar Visa Kreditkarte der Santanderbank bietet Rabatte beim Tanken, im Schnitt etwa drei Prozent pro Liter, bis zu einer Umsatzgrenze von 2.500 Euro im Jahr. Sie können also im Jahr maximal 75 Euro Tankrabatte erhalten. 25 Euro Jahresgebühr werden fällig und 12,29 Prozent des ausstehenden Zahlungsbetrages kostet es, wenn Sie die Abrechnung nicht rechtzeitig begleichen.

Wer mit der Kreditkarte mehr als 5.000 Euro im Jahr ohne Überweisungen oder Bargeldauszahlung umsetzt, muss keine Grundgebühr bezahlen. Häufiges Abheben von Bargeld am Automaten allerdings kann teuer werden. Sie zahlen in jedem Fall 5,25 Euro pro Abhebung. Wer viel Geld für Sprit ausgibt und ohnehin schon Mitglied beim AvD ist, kann mit dieser Karte sparen, denn nur Mitglieder kommen an diese Kreditkarte.

Lohnt sich eine Kreditkarte mit Bonusprogramm?

Wer die Bonusprogramme intensiv und regelmäßig nutzt, kann die Gebühren der Kreditkarten übervorteilen. Wenn Sie dies schaffen, können Sie einer solchen Karte gut beraten sein.

Achtung:Auf einen möglichen Haken achten

Was im ersten Jahr meist ohne Grundgebühren anfängt und verlockend klingt, kann schnell auch teuer werden, wenn Sie die Übersicht verlieren.

Einige Karten sind unverhältnismäßig teuer, wenn Sie damit Bargeld am Automaten abheben, andere sind unübersichtlich, was das Zahlen in Fremdwährungen angeht und manche haben Grundgebühren, die Nutzer mit durchschnittlichem Konsumverhalten eher selten „gegensparen“ werden. Hohe Sollzinsen bestrafen in der Regel Unpünktlichkeit beim Zurückzahlen.

Konsumverhalten als Maßstab

Die meisten Kreditkarten sind im ersten Jahr kostenlos, daher finden Sie in der obenstehenden Tabelle die langfristigen Kosten für das zweite Jahr aufgelistet. Denn ob sich eine Karte lohnt, entscheidet oft auch die Grundgebühr. Hinter gesammelten Punkten, Bonuspunkten oder Meilen verbergen sich, wenn man es umrechnet, meist nur Kleckerbeträge von wenigen Cent.

Daher sollten Sie die Kreditkarte nach ihren Konsumgewohnheiten auswählen. Dies gilt im Übrigen auch für reine Rabattkarten wie der DeutschlandCard oder Payback in der Basisversion ohne Kreditkarte.

Sie sind selten im Urlaub? Dann brauchen Sie womöglich keine dauerhaften Auslandsversicherungen. Wer nicht bei Amazon einkauft, benötigt keine Amazon-Kreditkarte. Wenn Sie kaum Auto fahren und dementsprechend selten tanken, ist eine Kreditkarte, die eine verbindliche Mitgliedschaft beim ADAC oder dem AvD erfordert, relativ sinnlos.

Um von den Angeboten zu profitieren, müssen Sie schon so viele der Bonuszähler sammeln oder so oft und ausgiebig von den Rabatten profitieren, dass dadurch zumindest die Transaktions- und Jahresgrundgebühren egalisiert werden.

Nach dem ersten Jahr, in dem die Karten meist kostenlos angeboten werden, wird meist eine Jahresgebühr fällig. Diese sollte man erstmal neutralisieren, um unterm Strich bei einer schwarzen Null herauszukommen. Sonst können die Karten ein Verlustgeschäft sein und die Sammelei ist am Ende vielleicht nur ein spielerischer Anreiz, der Sie dazu verleitet, mehr Geld als geplant auszugeben. Rechnen Sie also gründlich nach!

Tipp:Realistisch bleiben

Payback gewährt für je zwei Euro, die Sie mit der Karte bezahlen, einen Payback-Punkt, bei Vertragspartnern sind es zwei. Ein solcher Punkt ist allerdings beim Umtausch gegen einige Prämien oder Bargeld mitunter nur etwa einen Cent wert ist.

Also gibt es von Payback rein rechnerisch einen Rabatt von umgerechnet 0,5 bis 1 Prozent pro Einkauf. Wenn Sie also im Laufe des Jahres durch Gebühren für Barabhebungen und Auslandseinsätze Kosten von rund 30 Euro kommen, müssen Sie insgesamt 3.000 bis 6.000 Euro (je nachdem ob der Händler Vertragspartner ist oder nicht) mit der Kreditkarte umsetzen, damit sich dies rechnet.

Bei Miles & More könnte man ähnlich rechnen. Eine Meile bekommen Sie, wenn Sie vier Euro mit der Karte ausgegeben haben. Auch hier entspricht eine virtuelle Einheit etwa einem Cent.

Wenn man dann für einen Hotelaufenthalt gesammelte 7.500 Meilen nutzen möchte, muss man dafür schon etwa 30.000 Euro bei der Lufthansa gelassen haben. Für Vielflieger ist das machbar, für Gelegenheitsreisende eher nicht.

Verfallen tun Bonuspunkte selten. Es könnte allerdings sein, dass sich Anbieter in absehbarer Zeit diesbezüglich etwas Neues überlegen. Sehen Sie dazu in den Vertrag.

Es muss nicht immer Bonus sein

Wenn Sie feststellen, dass Sie von keinem der Bonusprogramme so richtig begeistert sind oder ausgerechnet haben, dass Sie nicht davon profitieren können, schauen Sie sich bei den klassischen Verwandten der Bonusprogramm-Kärtchen um. Es muss nicht immer eine Kreditkarte mit Bonusprogramm sein.

Viele Kreditkarten gibt es auch ohne jährliche Grundgebühr, zum Nulltarif. Es existieren viele Allroundkreditkarten, die auch ohne Bonusprogramm treue und günstige Begleiter sein können, ob im Urlaub im Ausland oder im alltäglichen Gebrauch beim Geldabheben. Zahlungsmodalitäten und Konditionen variieren so stark, dass sich meist für jeden Bedarf geeignete Angebote finden lassen.

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