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Streit unterm Weihnachtsbaum: Drei Viertel vom Geschenk enttäuscht

Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 13.07.2016

Mit durchschnittlich 304 Euro sind die Deutschen an Weihnachten spendabel – aber treffen sie mit ihren Geschenken überhaupt den Geschmack der Beschenkten? Und welcher Geldwert in Form von Geschenken wird unter dem Weihnachtsbaum erwartet? FinanceScout24 hat dazu in einer repräsentativen Umfrage über 1.000 Deutsche befragt: Das Ergebnis könnte den Stress bei der Geschenkesuche noch erhöhen.

Hohe Erwartungen an Geschenke

Über 77 Prozent der Befragten bekamen schon einmal ein Geschenk, das ihnen nicht gefiel. Rund 41 Prozent haben sich etwas anderes gewünscht. Und 31 Prozent waren unzufrieden, da die schenkende Person hätte wissen müssen, dass das Geschenk unpassend ist. Vor allem Frauen fordern vom Schenkenden dieses Einfühlungsvermögen (Frauen: 35 Prozent, Männer: 26 Prozent). Männer hingegen fanden ihr Geschenk öfter unkreativ als Frauen (31 Prozent zu 24 Prozent).

Vor allem im Alter sinken die Ansprüche: Jeder Vierte im Alter von 50 bis 65 Jahre erwartete gar kein Geschenk. Gleichzeitig ist diese Altersgruppe aber auch am häufigsten enttäuscht, dass bereits vorher hätte klar sein müssen, dass das Geschenk nicht passend ist (34 Prozent).

Warum hat Ihnen das Geschenk nicht gefallen?

Je jünger desto anspruchsvoller

84 Prozent der unter 30-jährigen waren schon einmal mit einem Weihnachtsgeschenk unzufrieden – auch hauptsächlich, weil ihnen das Geschenk zu unkreativ war oder sie sich etwas anderes gewünscht haben. Damit sind jüngere Deutsche anspruchsvoller, als ältere: Hier steigt die Zufriedenheit mit allen Geschenken. Bei den 30 bis 39-jährigen beklagen 80 Prozent Unzufriedenheit über ein Geschenk, bei den 40 bis 49-jährigen sind es noch 75 Prozent und bei den 50 bis 65-jährigen 73 Prozent.

Nicht jedes Weihnachtsgeschenk trifft unbedingt den eigenen Geschmack: Haben Sie schon einmal ein Weihnachtsgeschenk erhalten, das Ihnen nicht gefallen hat?

Die Ansprüche an die Geschenke sind aber nicht nur altersabhängig, sondern scheinen auch vom Einkommen abzuhängen: Je höher das Haushaltsnettoeinkommen, desto höher die Erwartung an den Geschenkewert. Je niedriger das Einkommen, desto weniger wird an Geschenkewert erwartet.

Ist Geben seliger als Nehmen?

Insgesamt erwarten die Deutschen weniger an Geschenkewert als sie ausgeben. 232 Euro werden erwartet - rund 304 Euro werden ausgegeben. Zwischen Männern und Frauen gibt es jedoch Unterschiede: Männer greifen beim Schenken tiefer in die Tasche (rund 325 Euro) als Frauen (rund 284 Euro). Sie erwarten dafür aber auch fast doppelt so wertvolle Geschenke im Wert von durchschnittlich knapp 304 Euro (bei Frauen sind es nur rund 154 Euro).

Auch Singles sind anspruchsvoll: Alleinlebende erwarten an Weihnachten Geschenke im Wert von durchschnittlich fast 430 Euro. Selbst geben sie aber mit 212 Euro nicht einmal die Hälfte dieser Summe für Geschenke aus. Doch wer zu viel erwartet, wird leicht enttäuscht: Rund 80 Prozent der befragten Singles waren schon einmal mit ihrem Weihnachtsgeschenk unzufrieden.

Geplante Ausgaben und gewünschter Geschenkewert

Klares Nord-Süd-Gefälle

Mit knapp 336 Euro sind die Menschen im Norden der Republik am spendabelsten, wogegen die Süddeutschen lediglich rund 260 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben wollen. Dafür erwarten die Menschen in Süddeutschland aber auch weniger an Geschenkewert (rund 135 Euro) - während die Wünsche zu Weihnachten in Norddeutschland mit durchschnittlich 165 Euro teurer sind.

Ein deutlicher Ausreißer im regionalen Vergleich sind die westlichen Bundesländer: Hier wird rund 366 Euro an Geschenkewert erwartet, es werden aber nur 327 Euro ausgegeben.

Details zur Erhebung

Für die aktuelle Umfrage befragte das Marktforschungsinstitut Innofact AG vom 16. bis 18. November 2015 im Auftrag von FinanceScout24 1.045 Personen, bevölkerungsrepräsentativ hinsichtlich Alter (18 bis 65 Jahre) und Geschlecht quotiert. Mehrfachantworten waren möglich.

Details zur Erhebung

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