Expertenhilfe - Frage

Frage von Werhard Wüst

Gefragt am 23.12.2017 um 15:01 Uhr

Kann meine Versicherung Vollkasko-Kostenübernahme ablehnen ?

Bin rückwärts aus einem 90 Grad-Privatparkplatz ausgeparkt. Auf der anderen Strassenseite stand ein Bau-LKW: ICH SAH IHN ZWAR, aber hab ihn leicht berührt,
hinten an eiserner Kante der Ladefläche. Meine Rückfahrsensoren haben in diesem Falle nicht früh reagiert. Bin ausgestiegen, ob was beschädigt ist und hab oben an
Heckklappen-Ecke 2 kleine Dellen gesehen, allerdings eine links und eine 15 cm rechts neben Heckklappe, wohl Kotflügelteil.
Am Eisenteil mit Rost der Ladefläche des LKW war gar nichts zu sehen, war ja auch kein Lackschaden. War praktisch mit Weichteil des Kofferraum-Ecks leichte Berührung.
Es kam ein Gutachter nach 4 Wochen, machte Fotos usw. Äusserlich war mein Schaden auf den ersten Blick auch gering. Aber der Gutachter errechnete ca. 2500 EUR Kosten, weil die Dellen die Heckklappe UND den Kotflügel betrafen.
Die Versicherung -VHV- forderte mich nach 6 Wochen auf, einen Polizeibericht zu senden oder eine Erklärung des LKW-Besitzers, dass sein LKW nicht beschädigt ist.
Ich lehnte das ab, u. mit den Worten: wenn jemand mit dem Hammer auf diese Heckklappenstelle klopft, fragt auch niemand, ob der Hammer beschädigt ist.
Es sei ausgeschlossen, dass da eine Haftpflichtforderung nachfolgt, da keinerlei Schaden am LKW.
Die Sachbearbeiterin der VHV wurde dann am Tel. m.E. unverschämt, als Sie mich einzuschüchtern versuchte, ich hätte Unfallflucht begangen und hätte über die Weihnachtsfeiertagewohl keinen guten Schlaf mehr, sie würde den "Fall" einem Gutachter vorlegen.
Heute kam nun ein Schreiben, dass die VHV für diesen Schadensfall LEISTUNGSFREI ist. Grund: Ich hätte micch unerlaubt von der Unfallstelle entfernt u. dadurch
die Aufklärung des Sachverhalts gefährdet, habe also VORSÄTZLICH eine Pflicht aus dem Versicherungsvertrag verletzt.
Mit frdl. Grüssen, Gerhard Wüst

FinanceScout24 Experte  Marina Schneider

Expertenantwort

von Marina Schneider

3.00

Beantwortet am 02.01.2018

Ja, Herr Wüst, leider ist es so.

"Fahrerflucht" ist ein guter Grund die Leistungen abzulehnen. Bleiben Sie also immer beim Fahrzeug oder holen Sie die Polizei.

Ein guter Vermittler oder Makler hätte Ihnen vielleicht einigen Stress und Ärger ersparen können. Aber nun ist es so. Versicherer zahlen!, aber nur wenn es in den Bedingungen vorgeschrieben ist.

Oder mit den Worten eines Verbrauchers: "Wenn Sie müssen"

Mein Rat: Holen Sie sich für Ihre Versicherungsangelegenheiten einen Makler und vieles geht leichter und besser.

Mit freundlichen Grüßen
Marina Schneider
Versicherungs- & FinanzMaklerin
Immobiliardarlehensvermittlerin


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