Expertenhilfe - Frage

Frage von Fam. Incognito

Gefragt am 25.03.2017 um 22:08 Uhr

Kapitalanlage/Vermögensaufbau: Bauen oder MFH kaufen?

Hallo liebes Expertenteam,

meine Frau besitzt ein unbebautes Grundstück (ca. 600 qm, Wert 300TSD, Raum Böblingen). Dieses Jahr wird sie zusätzlich eine Schenkung von 300TSD erhalten. Die Frage ist jetzt: Was lohnt mehr? — A — Erlaubt wäre laut Bebauungsplan das Bebauen des Grundstücks mit einem 2 Familienhaus. Gesamtkosten dafür = 800TSD für 2 Wohnhaushälften à 150 qm. Erzielbare Nettomieteinnahmen: 3.000,- mtl. (entspricht 10,- / qm). Ergo benötigter Kredit: 500TSD. Bruttomietrendite vor Steuern und ohne umlagefähige Betriebskosten und jährliche Rücklagen beträgt = 7,2%, bezogen auf die Kreditsumme von 500TSD (ohne Berücksichtigung der Schenkung und des Grundstückswerts). Oder — B — Das Grundstück weiter unbebaut lassen und stattdessen die Schenkungssumme von 300TSD plus mögl. Kreditsumme von 500TSD in andere, ggfs. bereits vermietete Immobilien in einer C-Lage-Stadt investieren (Bruttorenditen ca. 6-8%).
Klar ist, dass dort die Spekulation auf Wertzuwachs nicht wie in A-Städten wie Frankfurt oder München gegeben ist. Aber immerhin ein passiver Cashflow und Altersvorsorge gewährleistet wäre. Weiterhin wäre die Frage, egal ob A oder B, was in Sachen Eigenkapitalrendite am meisten Sinn macht, wenn man sowieso die Vermietung der Immobilie im Sinn hat. Ihren Antworten gern entgegensehend,
Fam. Incognito

FinanceScout24 Experte  Willibald Bauer

Expertenantwort

von Willibald Bauer

4.50

Beantwortet am 27.03.2017

Grüß Gott Familie Incognito,
eine Antwort auf Ihre Fragen kann Ihnen hier am besten ihr Steuerberater geben. Die Wert- und Mietentwicklung kann Ihnen weder der Steuerberater noch ich Ihnen vorhersagen. Dieses Unternehmerrisiko tragen Sie als Unternehmer selbst. Bei weiteren Fragen drücken Sie gerne den blauen Button "Experten kontaktieren"

Mit freundlichen Grüßen
Willibald Bauer Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

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FinanceScout24 Experte  Enrico Reissenweber

Expertenantwort

von Enrico Reissenweber

5.00

Beantwortet am 27.03.2017

Sehr geehrte Familie,

Ihre Überlegungen kann ich nachvollziehen. Ich würde an dieser Stelle diese aber noch um die sog. Erwerbsnebenkosten und eventuelle Garantien ergänzen. Kaufen Sie eine Bestandsimmobilie wird eine Grunderwerbsteuer auf den Kaufpreis erhoben - hier zwischen 5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Ferner können Sie die bestehende Immobile zwar ausgiebig besichtigen und durch einen Baugutachter einschätzen lassen, kaufen letztlich aber doch "wie gesehen". Treten in den Folgejahren doch Reparaturen auf, so sind ggf. nicht unerhebliche Folgekosten zu kalkulieren. Die entsprechende Rendite dürfte dann deutlich sinken.

Für einen Neubau auf einem bereits vorhandenen Grundstück fällt keine Grunderwerbssteuer an. Zudem haben sie i.d.R. eine Garantie von wenigstens 5 Jahren für eventuelle Baumängel - und wenn alles i.O. ist, dann sollten bei einem neuen Haus auch keine weiteren Kosten für Sanierungen in den kommenden Jahren anstehen. Über die erzielbaren Mieten für das Objekt informieren Sie sich ggf. durch einfache Suche nach "Mietwohnungen" in Ihrer Region. Wenn Sie sowie Vermieten möchten, dann lässt sich bestimmt auch ein Mehrfamilienhaus (4 Mietparteien) realisieren - was das sog. Mietausfallrisiko deutlich mindert. Gern können wir in einem Telefongespräch weitere Einzelheiten erörtern. Kontaktieren Sie mich einfach direkt - ich begleite Sie dann auch gern bei der richtigen Finanzierung.

Mit freundlichen Grüßen

Enrico Reissenweber
Baufinanzberatung Reissenweber

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