Expertenhilfe - Frage

Frage von Horst Urbansky

Gefragt am 21.10.2016 um 23:14 Uhr

Mein Enkel wil ein Haus kaufen und brauch für die Bank eigenkapital. daür sollte ich ihr € 10 000 auf ihrKonto überweisen ?

Mein Enkel wil ein Haus kaufen und brauch für die Bank Eigenkapital. Daür sollte ich ihr € 10 000.- auf ihr Konto überweisen. Sie sagte zu mir es müsste nur 6 wochen auf ihrem Konto liegen, dann könnte sie es mir wieder zurück überweisen. Es wäre alles ohne Risiko. Stimmt das so, was ihr Finanzberater ihr geraten hat ? Meinem Enkel traue ich eigentlich schon, nur weiß ich nicht ob Sie richtig beraten wurde ?

FinanceScout24 Experte  Oliver Wilhelm

Expertenantwort

von Oliver Wilhelm

4.50

Beantwortet am 24.10.2016

Das klingt etwas seltsam da die Summe ja anscheinend für Kaufnebenkosten etc. verwendet wird. Insofern müsste diese dann aus der Finanzierung wieder erstattet werden was aber insofern schwierig werden könnte weil viele Banken die Kaufnebenkosten nicht mit finanzieren. Insofern wäre eine genaue Betrachtung des Finanzierungskonzepts in diesem Fall notwendig.

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FinanceScout24 Experte  Marina Schneider

Expertenantwort

von Marina Schneider

Beantwortet am 24.10.2016

Guten Tag Herr Urbansky!

Bevor Ihr Enkel über Tricks und Kniffe nachdenkt, sollte er über den Sinn und Zweck von Eigenkapital nachdenken. Wie mein Kollege schon schrieb, die Banken möchten gern, das mindestens die Nebenkosten darüber bezahlt werden. Nur bei entsprechender Bonität und guter "Laune" finanzieren die Banken über 100 % , also incl. Nebenkosten.
Und dann, werden die Nebenkosten über einen Privatkredit finanziert mit höheren Zinsen.

Ich empfehle Ihnen dringend, sich nicht von dem Hausverkäufer beraten zu lassen, sondern einem Makler für Finanzierungen, der ist auf Ihrer Seite, für Sie kosten frei und hat freien Zugriff auf sehr viele Anbieter und kennt die unterschiedlichsten Varianten. In der Regel kommt dazu noch eine Menge Erfahrung und soziale Kompetenz.

Sollte Sie sich trotzdem dafür entscheiden, Ihrem Enkel diese 10.000 € zu leihen, gehen Sie davon aus, das Sie das Geld eben nicht so schnell zurück bekommen. Machen Sie also mit Ihm einen Darlehensvertrag, am besten mit notariellem Schuldanerkenntnis. So sind Sie auf der sicheren Seite. Ihr Enkel übrigens auch.

Wenn Sie ein perönliches Gespräch wünschen - 0173 37 83 682

Mit freundlichen Grüßen
Marina Schneider
Finanzmaklerin

FinanceScout24 Experte  Christian Zaminer

Expertenantwort

von Christian Zaminer

4.50

Beantwortet am 24.10.2016

Hallo Herr Urbansky, offenbar sollen die 10.000 € als Eigenkapital eingesetzt werden, was ja grds. eine gute Idee ist. Nicht umsonst empfehlen die Verbraucherschützer 20 % Eigenkapital, so dass die Erwerbnebenkosten (Makler, Grunderwerbsteuer, Grundbuch- und Notarkosten) UND Teile der Immobilie bezahlt werden können. Das bringt auch Punkte bei den Banken, so dass der Kunde bessere Konditionen bekommt. Und wenn die 10.000 € genau dafür eingesetzt werden sollen, ist ein Schenkungsvertrag zwischen Ihnen und Ihrem Enkel empfehlenswert. Sollten diese Mittel wieder zu Ihnen zurück fließen, muß auch dieses "Privatdarlehen" in der Selbstauskunft angegeben werden, weil auch dieses Privatdarlehen Teil der Übersichert Vermögen/Verbindlichkeiten wäre.

Es gibt auch Banken, die Erwerbnebenkosten mit finanzieren. Hier kommt es immer auf eine individuelle Betrachtung (und somit auf eine Individuelle Beratung) an.

Gutes Gelingen und herzliche Grüße,
Christian Zaminer (0172-2060260)

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