Expertenhilfe - Frage

Frage von Ines Stumpe

Gefragt am 29.08.2016 um 22:29 Uhr

Muss man noch Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen?

Ich habe sieben Jahre regelmäßig bezahlt und drei Jahre sind noch zu zahlen, bis Zinsbindungsende. Ich würde aber gern raus aus dem Vertrag, wo ich noch 4% Zinsen zahle .
Gibt es nicht ein neues Gesetzt, wo die Bank nicht so eine "Abzocke" verlangen darf?

Expertenantwort

von Eggo Rettmer

4.50

Beantwortet am 30.08.2016

Sehr geehrte Frau Stumpe!
Die Bank darf das verlangen.
Mit freundlichen Grüßen
Eggo Rettmer

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Expertenantwort

von Hannelore Friemel; Dr. Beate Müller; Susann Schönherr,

4.50

Beantwortet am 30.08.2016

Sehr geehrte Frau Stumpe,
ja, wenn Sie vor Ablauf der Zinsbindung aus dem Vertrag wollen, dann darf die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, es sei denn Sie haben einen berechtigen Grund vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen.
Herzliche Grüße aus Dresden
Hannelore Friemel

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Expertenantwort

von Ringo Haupt

5.00

Beantwortet am 30.08.2016

Guten Tag Frau Stumpe,
ich würde es nicht "Abzocke" nennen, denn Sie haben vor 7 Jahren einen für BEIDE Seiten bindenden Vertrag unterzeichnet, dessen "4%" sich mit Sicherheit an den seinerzeit gültigen Darlehenszinsen orientiert haben. Hätten wir heute ein Zinsniveau von weit oberhalb 4% wären Sie sicher auch nicht damit einverstanden, wenn die Bank diesen Vertrag einseitig lösen könnte, ohne Sie zu entschädigen.

Man könnte allerdings einmal durchrechnen, ob sich eine Umschuldung auf dem derzeit gültigen Zinsniveau bei Zahlung einer (der Bank zustehenden) Vorfälligkeitsentschädigung für Sie rechnen würden.
Alternativ könnte man sich schon jetzt die Zinsen für die Ablösung des Darlehens in 3 Jahren mittels eines Forwarddarlehens sichern, sodass Sie auf jeden Fall dann ab 2019 günstigere Konditionen haben.

Sie können mich dazu gerne kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ringo Haupt
Revesta GmbH

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Expertenantwort

von Martin Petter B.A.

5.00

Beantwortet am 30.08.2016

Sehr geehrte Frau Stumpe,

manchmal bieten Ihnen Banken eine Darlehensverlängerung an bei gleichzeitiger Anpassung der Kreditzinsen. Da können Sie am besten direkt mit Ihrer Hausbank drüber sprechen.

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Expertenantwort

von Karl Klenk, Bankbetriebswirt

4.50

Beantwortet am 30.08.2016

Hallo Frau Stumpe,

die Bank ist berechtigt, diese Vorfälligkeitsgebühr zu verlangen.
Sie könnten jedoch überlegen, ob Sie nicht jetzt schon für die Zeit nach Ablauf der Zinsbindung einen Anschlussvertrag (Forwarddarlehen) abschließen. Bei Fragen bitte Rückantwort.
MfG Klenk Immofinanz

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Expertenantwort

von Oliver Wilhelm

4.50

Beantwortet am 30.08.2016

Leider Nein, Vertrag ist Vertrag und die Bank darf nach gesetzlichen Vorgaben die Vorfälligkeitsentschädigung berechnen wenn Sie z.B. verkaufen. Sollten Sie extern umschulden, dann gilt die gesetzliche Reglung nicht, dann darf die Bank den Wunsch auch verweigern oder ein sog. Aufhebungsentgelt berechnen welches ggf. sogar noch über der Vorfälligkeitsentschädigung liegen kann.
Tip daher mit der bisherigen Bank verhandeln und da einen Anschlusszins (ggf. vorzeitig gegen geringeren Entschädigung) sichern sofern sich diese darauf einlässt.

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Expertenantwort

von Detlef Fechner | Bauspar - und Finanzierungsfachmann (BWB)

4.50

Beantwortet am 30.08.2016

Sehr geehrte Frau Stumpe, Sie als Kunde verändern den mit der Bank geschlossenen Vertrag und somit
kann diese auch eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Ich empfehle ein Gespräch mit Ihrem Bankberater.

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