Expertenhilfe - Frage

Frage von Knut Jannsen

Gefragt am 02.06.2016 um 13:53 Uhr

Steuerliche Absetzbarkeit von Darlehenszinsen bei Vermietung einer ETW deren Grundschuld für die Finanzierung einer privat genutzten Immobilie verwendet wird?

Meine Familie will sich von der Wohnfläche her vergrößern. Ein kleines Reiheneckhaus (REH) wurde gekauft. Zum Glück wohnen wir derzeit in einer schon abbezahlten Eigentumswohnung (ETW), die wir als Eigenkapital aufführen können. Statt die ETW zu verkaufen, besteht auch die interessante Option die ETW zu vermieten. Für die Finanzierung des REH wäre meine Idee, zwei in etwa gleich hohe getrennte Darlehen aufzunehmen. Darlehen 1 mit Grundschuld auf das neue REH (60% Beleihung) und Darlehen 2 mit erneute Grundschuld auf die ETW (60% Beleihung). Da die gesamten Mieteinnahmen aus der Vermietung der ETW später versteuert werden müssen, wäre diese Option nur interessant, wenn man neben der steuerlichen Absetzbarkeit der Kosten für die Vermietung auch den Zinsanteil von Darlehen 2 steuerlich geltend machen kann. Soviel ich weiß sind während der Vermietung die Zinsen für aufgenommene Sanierungs- und Modernisierungskredite für das vermietete Objekt absetzbar. Trifft das jedoch auch für die beschriebene Vorgehensweise zu? Oder ist der Zweck für das Darlehen 2 gegenüber dem Finanzamt entscheidend. Leider widersprechen sich die Aussagen dazu in den einschlägigen Foren.

Expertenantwort

von Uwe Hartmann Fachwirt der Finanzberatung + Immobilien-Finanzierungs-Spezialist ( FH )

5.00

Beantwortet am 02.06.2016

Sehe geehrter Herr Jansen

vielen Dank für Anfrage.

Da die Beantwortung etwas komplexer ist, biete ich ihnen gerne ein telefonisches Beratungsgespräch an.
Tel. 02732 5586690

MfG.
Uwe Hartmann
HARTMANN FINANCIAL CONSULTING e.K.

Immobilien-Finanzierungsspezialist (FH)
Finanz-Fachwirt

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Expertenantwort

von Antti Schiffner

4.50

Beantwortet am 02.06.2016

Sehr geehrter Herr Jannsen,
was eine solche Frage angeht, kann man Ihnen nur raten, den Steuerberater zu kontaktieren. Ein Finanzierungsberater ist hier sicherlich nur bedingt eine Hilfe. Aus meiner Sicht ist dies so vom Staat nicht vorgesehen. Steuerliche Anrechnung ist immer geben, wenn Sie eine Finanzierung als Modernisierung verwenden, Dies haben Sie schon richtig eingeschätzt. Wenn man ein Darlehen beantragt, tragen Sie auch immer eine Verwendungszweck ein. Dies wollen die Banken wissen, in manchen Fällen erfolgt, kommt der Gutachter der Bank vorbei um dies zu prüfen. Wenn Sie Ihre Steuererklärung zusammen stellen, müssen Sie den Darlehensvertrag mit dazu legen und hier könnte das Finanzamt den Verwendungszweck des Darlehen erkennen und wird sich fragen, warum sollen diese Zinsen zu Steuersenkung eingerechnet werden. Da ich selbst Finanzbeamte kenne, weis ich dass man hier sehr genau hinschaut.

Schöne Grüße
Antti Schiffner
Geschäftsführer baugeld48
Honorarberater nach §34i GwerO (IHK München)

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