Expertenhilfe - Frage

Frage von einem Nutzer

Gefragt am 24.01.2017 um 11:54 Uhr

Was können private Haushalte bei einer Deflation als Gegenmaßnahme tun?

Als Gegenmaßnahme bei einer Deflation werden beispielsweise Zinssenkungen, Steuersenkungen, Devisenkontrollen etc. durchgeführt, allerdings nur für die Instanzen "Staat" und "Notenbanken".
Wie sieht es mit den privaten Haushalten oder den Unternehmern aus? Was können Sie machen, um einer Deflation zu bekämpfen?

FinanceScout24 Experte  Marina Schneider

Expertenantwort

von Marina Schneider

Beantwortet am 24.01.2017

„Unter Deflation versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen allgemeinen, signifikanten und anhaltenden Rückgang des Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen. Deflation entsteht, wenn die gesamtwirtschaftliche Nachfrage geringer ist als das gesamtwirtschaftliche Angebot (Absatzkrise). Deflation tritt üblicherweise zusammen mit einer Depression auf.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Deflation

Interessante Gedanken, die Sie sich machen.
Zinssenkungen, Steuersenkungen sollen Unternehmen „helfen“ zu investieren und so die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Denn Investitionen bedeuten Bedarf an Materialien, Maschinen und Arbeitskräften und zieht weitere Bedarfe nach sich. Am besten funktioniert das natürlich mit Innovationen, z.B. Investitionen in Erzeugung von erneuerbaren Energien und alles was damit zusammenhängt, Elektroautos sind hier ein Stichwort,
Diese Maßnahmen sind also nicht für die Banken und den Staat, sondern, werden von ihnen eingesetzt bzw. sollten eingesetzt werden.
Dazu kann/ sollte der Staat günstige Kredite ausreichen für Investitionen in Erzeugung von erneuerbaren Energien usw. Also gleichzeitig eine „neue Ära einleiten“
Gleichzeitig sind Investitionen des Staates in die Infrastruktur, Bildung, KITA & Schulen usw. wichtig. Denn auch so entstehen Arbeitsplätze und diese ziehen ein weiteres Wachstum in anderen Bereichen nach sich sprich wer in diesen Bereichen Geld verdient und einen sicheren Arbeitsplatz hat, kauft und „investiert“ wieder. Das gilt genauso für Klein- und Mittelständige Unternehmen. Ihre Waren und Dienstleistungen werden wieder gekauft.
Wenn der Staat wie hier aber die Zinssenkungen hinnimmt und daraus einen „Erfolg hinsichtlich der Senkung der Verschuldung proklamiert!“ anstatt zu investieren (und Investieren ist nicht mit Schulden machen gleichzusetzen!), dann kann das nichts werden.

Und was können Sie nun tun?
* Kaufen, kaufen, kaufen und so die Wirtschaft ankurbeln...? Nein, sicher nicht!
* Machen Sie – Ihren Abgeordneten --> dem Staat(Schäuble) klarmachen, dass diese Sparpolitik falsch ist!...
* Wenn Sie Unternehmer sind – in innovative Produkte investieren, zinsgünstige Kredite vom Staat einfordern (KfW). Ihr Geld nicht auf der Bank liegen lassen, sondern ins Unternehmen investieren.
* Und als Privat Person ebenso – Geld auf der Bank bringt keinen Schwung in die Wirtschaft, investieren Sie, denken Sie unternehmerisch.
* Und wenn das in Deutschland z.Z. nicht gelingt, dann z.B. in Asien, hier wird ganz gezielt auf erneuerbare Energie gesetzt und daher z.B. Solaranlagen, Wasser – und Windkraftwerke gebaut.

Nun ich glaube, dass das schon den Rahmen dieser Plattform sprengt, also daher:
ich unterhalte mich gern weiter direkt mit Ihnen.

KLICKEN SIE BLAU

Mit freundlichen Grüßen
Marina Schneider
Versicherungs- & FinanzMaklerin