Expertenhilfe - Frage

Frage von Paul

Gefragt am 31.05.2016 um 19:34 Uhr

Wie kann man vorzeitig aus einer Baufinanzierung rausnehmen ?

Ich habe mit meiner Frau 2013 eine Eigentumswohnung gekauft wobei woe ich glaube der uns angebeotene Zinsatz viel zu hoch war. Jetzt suche ich eine möglichkeit aus dem Vertrag rauszukommen und mir gegenangebote einzuholen.

Expertenantwort

von Antti Schiffner

4.50

Beantwortet am 01.06.2016

Sehr geehrter Herr von Paul,
Sie können eine Finanzierung jeder Zeit mit einer Kündigungszeit von 6 Monaten bei Ihrer Bank kündigen. Die Bank wird darauf hin das Darlehen mit einer zusätzlichen Gebühr auflösen. Sie müssen also damit rechnen, dass Sie zwar ein neues Darlehen bei einer Bank aufnehmen können, aber bei Ihrer derzeitigen Bank die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung zahlen müssen. Dies kann für Sie sehr teuer werden. Ich kann Ihnen empfehlen:
- holen Sie sich Angebote bei anderen Banken ein, bzw. bei freien Vermittlern
- dann lassen Sie die Vorfälligkeitsentschädigung bei Ihrer aktuellen Bank berechnen

Und dann können Sie sehen, ob dies etwas für Sie bringt.
Ich kann Ihnen gerne in allen diesen Fragen gerne weiterhelfen, da ich ein freier Berater bin, der ohne Provisionen arbeitet. Siehe Homepage: www.baugeld48.de

Wenn Sie weitere Fragen haben, dann können Sie mich jeder Zeit unter 0176 -56 82 6113 anrufen oder Büro: 08705 - 42 89 807!

Viele Glück!

Schöne Grüße
Antti Schiffner
Geschäftsführer baugeld48.de
Honorarberater nach 34i (IHK München)

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Expertenantwort

von Ringo Haupt

5.00

Beantwortet am 01.06.2016

Guten Tag,

zunächst sollten Sie davon ausgehen, dass Sie für die Finanzierung Ihrer Wohnung einen rechtsgültigen Vertrag mit einer bestimmten Laufzeit abgeschlossen haben.
Die Darlehenszinsen haben sich sicherlich an den zu dieser Zeit gültigen allgemeinen Zinskonditionen orientiert, auch wenn Ihnen der Zinssatz aus der heutigen Sicht natürlich zu hoch vorkommen mag.

Grundsätzlich ist ein rechtsgültiger Vertrag erst einmal für beide Parteien bindend.
Sie können diesen Vertrag natürlich VERSUCHEN, vorfristig zu kündigen (insofern hat mein "Vorredner" Recht) - die Bank muss diese Kündigung allerdings nicht akzeptieren.
Sollte Sie dies tun, wird Sie sich den entgangenen Zinsgewinn in Form einer Vorfälligkeitsentschädigung von Ihnen erstatten lassen.
Zu beachten ist hierbei, dass eventuell vereinbarte, jährliche Sondertilgungsmöglichkeiten zu Ihrem Gunsten in der Berechnung dieser Entschädigung berücksichtigt werden müssen.
Grundsätzlich lohnt sich eine Umschuldung gegen Vorfälligkeitszahlung nicht immer. Die Zinsersparnis des neuen Vertrages sollte mindestens genauso hoch sein, wie die zu zahlende Vorfälligkeitsentschädigung.

Sollte Ihr Darlehensvertrag möglicherweise (z. B. aufgrund einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung) nicht als uneingeschränkt rechtsgültiger Vertrag einzustufen sein, haben Sie noch bis zum 21. Juni Zeit, diesen zu widerrufen.
Benötigen Sie dazu nähere Erklärungen, können Sie mich gerne kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ringo Haupt
Revesta GmbH

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