Expertenhilfe - Frage

Frage von Jürgen Xxxxxxxx

Gefragt am 30.12.2017 um 08:36 Uhr

Zuteilungsreifen Wohnriester kündigen ?

Meine Frau u. ich haben vor vielen Jahren jeweils Wohnriester abgeschlossen, jeweils 30 TEUR Vertragssumme bei Bausparkasse, beide mittlerw. zuteilungsreif. Wir haben ein schuldenfreies selbstgenutztes EFH sowie ein vermietetes EFH (Restschuld ca.70 TEUR). Möchte das Riester-Guthaben rausnehmen, da wir mittlerw.v.Riester nicht mehr überzeugt sind. Zur AV haben wir div.andere Kap.LV's sowie das og.vermietete EFH. Aber wenn wir Riester förderschädlich kündigen, müssen wir ca.5.000 EUR Förderung (da auch f.2 Kinder einige Jahre Kinderzulage erhalten). Wenn wir beispielsweise jetzt nach Zuteilung das Riester-Darlehen in Anspruch nehmen (f.Modernisierung u.Heizungserneuerung des selbstgenutzten EFH) und dann ein paar Wochen später in einer Summe wieder zurückzahlen oder wenn wir das BV-Guthaben rausnehmen und f.neue Heizung bei unserem selbstgenutzten Wohnhaus verwenden, können wir dann den
Verlust der Zulagen irgendwie vermeiden, oder sehen Sie eine ganz andere Möglichkeit ? Eine unveränderte beitragsfreie Fortführung halte ich aufgrund der langen Laufzeit v.20 20 Jahren bis zum Renteneintritt bzw.inflationsbedingten Kaufkraftverlustes bzw. aufgrund der geringen Rente für nicht sinnvoll.
Vielen Dank füt Ihre Antwort

FinanceScout24 Experte  Marina Schneider

Expertenantwort

von Marina Schneider

3.00

Beantwortet am 02.01.2018

Nein, Jürgen, Tipps zum Tricksen erhalten Sie hier nicht.

Sprechen Sie mit dem Vermittler, der Ihnen damals die Verträge vermittelt hat.

Wenn Sie Ihn nicht mehr "finden", suchen Sie sich einen Makler, der Sie dazu berät.

Die Zulagen haben Sie erhalten, weil Sie bis zum Rentenbeginn für Ihre Rentenzeit sparen. Es war also ein Geben und Nehmen, das ist an Bedingungen geknüpft. Und wenn Sie diese nicht mehr erfüllen wollen, nimmt Ihnen die andere Seite das Geld wieder weg. Also Sie machten nicht direkt Verlust, sondern geben Geld, das Ihnen nicht zusteht, zurück. Soweit, so gut.


Wenn Sie nun sowie so Modernisieren möchten, nutzen Sie das Bauspardarlehen und vielleicht gleich noch die passenden KfW - Förderungen(energie effizientes Sanieren). Damit steigern Sie den Wert Ihres Hauses und haben somit eine noch bessere Rendite.
Bauspardarlehen sind z.Z. auch recht günstig.

Sie können das Guthaben aus den BSV auch in eine Rentenversicherung überführen lassen. Ggf. eine mit fondsgebundener Anlage. Oder das Guthaben der BSV mit 60 in eine sofortbeginnende Rente einzahlen, auch fondsgebunden.

Also: Wer hat Ihnen gesagt, Sparen für die Rente ist nicht sinnvoll? Wer sagt, das Riester-Sparen schlechter ist als "normales" Sparen?

Rechnen Sie die Förderungen für sich und die Kinder, sowie ggf. steuerliche Förderungen mal hoch, und wenn Sie dann eine Anlage finden, deren Rendite höher ist und die auch noch sicher ist....ja dann, ist Riester in Ihrem Fall schlecht.

Und noch zur Auszahlung:
Ja, Sie müssen lange Leben. Aber wieviel haben Sie für die gesetzliche Rente bis dahin gezahlt? Wie lange müssten Sie leben, um das Geld wieder zu erhalten?
Versicherungen kalkulieren halt mit der durchschnittlichen Lebenserwartung. Es gibt nur einen anderen Weg - Geld in anderen Anlagen sparen und sich es nach Rentenbeginn selbst einzuteilen.

Um die gesetzliche Rente kommen Sie nicht herum, alles andere müssen Sie für sich prüfen und selbst entscheiden.

Lassen Sie sich dabei unterstützen und beraten. Sie können sich auch gern an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Marina Schneider
Versicherungs- & FinanzMaklerin
Immobiliardarlehensvermittlerin








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