Private Kranken­zusatzversicherung

Private Krankenversicherung vergleichen

Tarifpreise: Note 1,3 (sehr gut)
  • Perfekte Ergänzung für Ihre Gesundheit
  • Komfortschutz auch für gesetzlich Versicherte
  • Individuelle Leistungsbausteine (z.B. Zahnbehandlungen, Heilpraktiker, Sehhilfen)
Tarifpreise: Note 1,3 (sehr gut)

Kurz zusammengefasst:Wichtiges zur privaten Krankenzusatzversicherung

  • Versicherungslücken mit PKZV füllen
    Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen werden immer weiter gekürzt. Mit einer privaten Krankenzusatzversicherung können die auftretenden Versorgungslücken gefüllt werden.
  • Leistungsbausteine individuell wählen
    Die einzelnen Policen lassen sich individuell an das Versorgungsbedürfnis anpassen, z.B. Zahnzusatz, Krankentagegeld oder Heilpraktiker.
  • Zahnzusatzversicherung als beliebteste Police
    Die PKZV übernimmt den gesetzliche Eigenanteil ganz oder teilweise und erstattet besondere Behandlungen

Kassenpatienten müssen mit immer mehr Kürzungen der Leistungen rechnen, sodass eine private Gesundheitsvorsorge zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die durch Kürzung entstandenen Lücken können mithilfe einer privaten Krankenzusatzversicherung aufgefüllt werden, um Sie so vor hohen Zuzahlungen zu bewahren.

So finden Sie die passende private Krankenzusatzversicherung

Gesundheit ist unser höchstes Gut, doch nicht jeder kann sich den Luxus einer privaten Krankenversicherung leisten. In den vergangenen Jahren wurden die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen trotz steigender Beiträge immer weiter gekürzt. Ob Brillen, Medikamente oder Zahnbehandlungen – Kassenpatienten zahlen immer drauf. Das kann ernsthafte Konsequenzen haben, wenn die Krankenkasse sich bei schwerwiegenden Erkrankungen weigert, die Kosten zu übernehmen.

Aus diesem Grund wird eine private Gesundheitsvorsorge immer wichtiger. Wer keine Möglichkeit hat, zur privaten Krankenversicherung zu wechseln, kann das Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkasse durch private Zusatzversicherungen ergänzen.

Wie der Name bereits andeutet, kann die private Zusatzversicherung zusätzlich zu einer gesetzlichen Krankenversicherung abgeschlossen werden, ohne dabei den Versicherungsschutz einzuschränken. Wer auf der Suche nach einer sinnvollen Ergänzung zu seinem Versicherungsschutz ist, sollte zunächst überlegen, welche Risiken aus eigener Tasche bezahlt werden können. Je nach individuellem Bedürfnis können Versicherte aus den verschiedenen Police die passenden auswählen.

Sehhilfen Bis auf wenige Ausnahmen müssen Kassenpatienten Sehhilfen selbst bezahlen. Eine PKZV übernimmt 80 bis 100 Prozent der Kosten.
Zahnzusatzversicherung Die gesetzliche Krankenkasse erstattet für Brücken oder Kronen nur geringe feste Regelsätze. Je nach Tarif übernimmt die PKZV den gesetzlichen Eigenanteil oder übernehmen anteilig die Behandlungskosten. Zudem werden besondere Behandlungen erstattet.
Heilpraktiker Besuche beim Heilpraktiker oder Naturheilverfahren müssen grundsätzlich selbst bezahlt werden. Eine PKZV übernimmt hier anteilig 50 bis 80 Prozent.
Krankenhaus Eine Krankenhauszusatzversicherung kann im Ernstfall lebenswichtig sein. Die PKZV übernimmt die kompletten Behandlungskosten für den Spezialisten ihrer Wahl, während sich Kassenpatienten im nächstgelegenen Krankenhaus durch den diensthabenden Arzt behandeln lassen müssen.
Krankentagegeld Kassenpatienten, die länger als 6 Wochen krank sind, haben Anspruch auf Krankentagegeld. Dies liegt jedoch deutlich unter dem Nettogehalt. Wer sein volles Gehalt benötigt, kann diese Lücke mit einer PKZV schließen.
Hilfsmittel Kassenpatienten müssen für Hilfsmittel wie Prothesen oder Hörgeräte stets einen Eigenanteil von 10 Prozent zahlen, dasselbe gilt für verordnete Medikamente. Die PKZV übernimmt die Kosten bis zu einer gewissen Obergrenze.
Pflegezusatzversicherung Durch diese PKZV können die Auszahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung in Form einer Pflegetagegeldversicherung oder einer Pflegekostengeldversicherung ergänzt werden.
Ausland Diese PKZV übernimmt Behandlungskosten, die im Ausland anfallen und nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Dies betrifft in der Regel Reisen außerhalb der EU.
Physikalisch-medizinische Behandlungen Maßnahmen, die zur Genesung beitragen, werden von der PKZV übernommen. Dazu gehören beispielsweise Bäder oder Massagen.

Was leistet die gesetzliche Krankenkasse?

Eine Krankenversicherung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Lohn- und Gehaltsempfänger sind bis zu einer Jahresarbeitsentgeltgrenze pflichtversichert, während sich Selbstständige freiwillig versichern können. Die Leistungen der GKV sind im SGB V festgehalten. Nach §12 SGB V sind das Leistungen, die ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind. Alles darüber Hinausgehende fällt unter das Notwendigkeitsprinzip. So muss der Versicherungsnehmer eine Behandlung aus eigener Tasche finanzieren, wenn diese über die Wiederherstellung der Gesundheit hinausgeht.

Neben den Festlegungen im fünften Sozialgesetzbuch hat auch der Gemeinsame Bundesausschuss Einfluss auf die Leistungsprinzipien der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese liegen meist deutlich unter dem medizinisch Möglichen, sodass Versicherte über Zusatzversicherungen weitere Leistungen selbst finanzieren müssen.

So müssen Versicherte etwa für Arznei-, Heil- und Verbandmittel 10 Prozent zuzahlen, mindestens aber 5 Euro und höchstens 10 Euro. Bei Krankenhausaufenthalten muss der Versicherte pro Kalendertag 10 Euro entrichten, allerdings nur für 28 Kalendertage jährlich. Bei der häuslichen Krankenpflege fallen für Versicherte 10 Prozent plus eine Gebühr von 10 Euro pro Verordnung an. Mit einer Entlastung der Zuzahlung können dagegen chronisch Kranke rechnen, ebenso wie Geringverdiener.

Diese Krankenzusatzversicherungen lohnen sich

Welche der zusätzliche Policen für Sie wirklich sinnvoll ist, lässt sich pauschal nicht beantworten, da hier individuelle Vorlieben und Bedürfnisse eine entscheidende Rolle spielen. Wer etwa der konventionellen Medizin eher kritisch gegenüber steht und stattdessen alternative Heilmethoden bevorzugt, sollte über eine Heilpraktikerversicherung nachdenken.

Während diese Versicherung auf ein eher spezielles Bedürfnis abzielt, sind dagegen Policen für Zahnersatz, Krankenhaus und Ausland empfehlenswert.

  1. Zahnersatz: Insbesondere schlechte Zähne können erheblich die Lebensqualität einschränken und zu einem weiteren Gesundheitsrisiko werden. Wünschen Sie sich eine optimale zahnmedizinische Versorgung mit modernen Implantaten statt Kronen oder Brücken, sollten Sie eine private Zahnzusatzversicherung abschließen, die sich weitreichend am privaten Rechnungsanteil beteiligt.
  2. Auslandsversicherung: Unternehmen Sie häufig Fernreisen, sollten Sie nicht auf eine Auslandskrankenversicherung verzichten. Können Sie vor Ort nicht behandelt werden, kommt diese sogar für Ihren Rücktransport auf. Auch in Europa wird oft nur ein eingeschränkter Schutz angeboten, sodass Sie sich am Urlaubsort erst mühsam einen Vertragsarzt suchen und zudem einen hohen Eigenanteil bezahlen müssen.
  3. Krankentagegeld: Seit dem 01.01.2009 zahlen die Krankenkassen an Freiberufler und Selbstständige kein Krankentagegeld. Für diese Berufsgruppen ist eine solche Police also zwingend notwendig.
  4. Pflegetagegeld: Möchten Sie im Pflegefall den Lebensstandard für sich und Ihre Angehörigen aufrechterhalten, ist diese Police sinnvoll. Denn ein Platz im Pflegeheim kann je nach Pflegestufe mehrere Tausend Euro im Monat kosten.
  5. Krankenhauszusatzversicherung: Diese kann sinnvoll sein, da Sie hier die nahezu gleichen Leistungen wie ein Privatpatient erhalten. Dazu zählen Wahl der Klinik, Behandlung durch den Chefarzt und die Wahl des Zimmers.

So ist es nicht verwunderlich, dass neben der Zahnzusatzversicherung die Krankenhauszusatzversicherung zu den beliebtesten Policen unter gesetzlich Versicherten zählt: Rund 14 Millionen gesetzlich Versicherte haben im Jahr 2014 eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen, 5,8 Millionen Versicherte wählten einen Krankenhaustarif.

Tipp:Aufpreis für Einzelzimmer selber zahlen

Kommt es Ihnen nur auf die Unterbringung in einem Einzelzimmer an, ist eine Krankenhauszusatzversicherung nicht die beste Wahl. Hier kann es sogar günstiger sein, wenn Sie den Aufpreis für das Einzelzimmer selbst bezahlen.

Zahnzusatzversicherung besonders beliebt

Die Zahnzusatzversicherung gehört auch zu den beliebtesten Teilbereichen, da ein guter Tarif hier viel zu bieten hat und sie keineswegs nur eine „Zahnersatz-Versicherung“ ist. So kann sie unter anderem folgendes umfassen:

  • Hochwertiger Zahnersatz (Implantate, Inlay etc.)
  • Kunststofffüllungen
  • Kieferorthopädie
  • Knochenaufbau
  • Professionelle Zahnreinigung und -versiegelung
  • Kariesprophylaxe
  • Paradontosebehandlung

Neben den eingeschlossenen Leistungen sollten Sie zudem auf folgende Aspekte achten:

  • Handelt es sich um eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit oder können Sie die Leistungen erst später in Anspruch nehmen?
  • Die Erstattung sollte sich am Rechnungsbetrag orientieren, nicht an den Zahlungen der gesetzlichen Krankenkasse.
  • Gibt es Entschädigungsgrenzen und wo liegen diese?
  • Es sollte auch der 3,5fache Honorarsatz abgedeckt sein, den Zahnärzte gelegentlich bei besonders aufwändigen Behandlungen verlangen.

Besonders günstige Tarife erwarten Sie als junger Mensch ohne allzu viele Vorerkrankungen. Weiterhin kann eine Zahnzusatzversicherung fürs Kind sinnvoll sein: Notwendige Eingriffe übernimmt hier zwar die gesetzliche Krankenversicherung, doch kostspielige Extras müssen die Eltern ohne erweiterten Schutz selbst bezahlen. Es ist dabei jedoch ratsam, dass Sie die Zahnzusatzversicherung fürs Kind schon zu dessen Vorschulzeit abschließen, denn für bereits vorliegende Fehlstellungen zahlt die Zahnzusatzversicherung fürs Kind später nichts.

Beruhigend: Ein Test durch die Stiftung Warentest hat gezeigt, dass der überwiegende Teil der Angebote „gut“ oder sogar „sehr gut“ abschneidet. Auf die verbliebenen fielen die Noten „befriedigend“ und „ausreichend“, mit „mangelhaft“ wurde keine private Zahnzusatzversicherung im Test bewertet.

Kosten der PKZV

Wie viel eine PKZV kostet, hängt stark von der gewählten Police ab. Doch auch Ihr Alter, Ihr Beruf oder Vorerkrankungen können Einfluss auf den Beitrag haben. Für junge, gesunde Kassenpatienten sind sie meist schon unter 10 Euro im Monat zu haben. Oft bieten Versicherer Kombipakete an, die Ihnen Vergünstigungen ermöglichen.

Auch vermitteln die gesetzlichen Versicherer gerne private Versicherungsangebote. Diese gehören aber nicht unbedingt zu den besten, sodass sich ein Vergleich lohnen kann. Denn auf dem freien Markt lassen sich oft bessere Angebote finden, bei denen Sie nicht an eine Kassenmitgliedschaft gebunden sind.

Vor- und Nachteile der privaten Krankenzusatzversicherung

Entscheidender Vorteil einer PKZV ist wohl, dass mit ihr die zunehmenden Versorgungslücken der gesetzlichen Krankenkasse gefüllt werden können. Dennoch gehen mit ihr einige Risiken und Nachteile einher, die Sie bei Ihrer Entscheidung im Blick behalten sollten:

Vorteile

  • Versorgung für gesetzlich Versicherte über den Standard hinaus
  • Anpassung nach individuellen Versorgungsbedürfnissen in der Regel möglich
  • Günstigere Preise bei Bündelung in sogenannten Versicherungspaketen
  • Attraktive Kondition für jüngere Kunden ohne Vorerkrankung
  • Einfacher Online-Vergleich der Versicherungen möglich

Nachteile

  • Teure Beiträge, Ausschlüsse oder Risikozuschläge bei Vorerkrankungen und im hohen Alter
  • Drei bis acht Monate Wartezeit bis die Leistung tatsächlich in Anspruch genommen werden kann
  • Nicht immer werden alle Krankzusatzversicherungen in einem Paket benötigt
  • Falsche Angaben können zu Leistungsverweigerung führen
  • Vertragsbestimmungen sollten genau gelesen werden, um falsche Erwartungen zu vermeiden

Wartezeiten bei der PKZV

Beachten Sie beim Abschluss einer Zusatzversicherung die Länge der Wartezeit zwischen dem Vertragsabschluss und dem Versicherungsbeginn. Durch diese möchten Versicherer verhindern für Behandlungskosten einer Krankheit aufkommen zu müssen, die bereits vor Versicherungsbeginn bestand. Dies schützt zum einem die Versicherer vor einem Missbrauch, zum anderen aber auch die Versichertengemeinschaft, die von niedrigen Beiträgen profitiert.

Inzwischen ist es auch möglich, eine Krankenzusatzversicherung ohne Wartezeit abzuschließen. Das gilt beispielsweise, wenn Sie bei einem Unfall verletzt wurden oder Sie Ihren Hausarzt von der Schweigepflicht entbinden und einen Fragebogen zu Ihren Vorerkrankungen ausfüllen lassen.

In der Regel beträgt die Wartezeit etwa 3 Monate, bei Zahnersatz oder Psychotherapie müssen Sie sogar mit 8 Monaten rechnen.

Gut zu wissen:Private Krankenzusatzversicherung ohne Wartezeit?

Es ist möglich, eine Zusatzpolice zu finden, die Sie sofort in Anspruch nehmen können – etwa eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit – doch greift diese in der Regel nicht bei vorab bekannten Ursachen.

Schritt für Schritt zu Ihrer privaten Krankenzusatzversicherung

Möchten Sie das Leistungsspektrum Ihrer gesetzlichen Krankenkasse um einen privaten Versicherungsschutz erweitern, sollten Sie zunächst überlegen, welche der Policen für Sie sinnvoll sind. So können Sie mehrere Policen in einem Paket zusammenfassen, um die Beitragskosten zu senken.

Anschließend können Sie die Zusatzversicherungen verschiedener Anbieter miteinander vergleichen, um das für Sie passende Angebot zu finden. Folgende Aspekte sollten Sie dabei nicht vernachlässigen:

  • Welche Leistungen sind ein- und ausgeschlossen?
  • Bezieht sich die prozentuale Angabe der Kostenübernahme auf den Gesamtbetrag oder auf Leistungen der gesetzlichen Kasse?
  • Übernimmt die PKZV den 3,5fachen Honorarsatz?
  • Gibt es Entschädigungsgrenzen?
  • Wie viel Wartezeit müssen Sie einplanen?
  • Gibt es ein Bonus- oder Rückerstattungsprogramm?

Die einzelnen Anbieter werden Ihr persönliches Risiko nicht immer ähnlich einschätzen, sodass es sich lohnen kann, diesbezüglich einen Vergleich durchzuführen. Ihre Krankenzusatzversicherung können Sie dann in wenigen Schritten online abschließen:

  1. Geben Sie Ihre persönlichen Daten in unseren Vergleichsrechner ein und wählen Sie den gewünschten Leistungsumfang.
  2. Anschließend erhalten Sie verschiedene Angebote, die zu Ihren Angaben passen.
  3. Wählen Sie den für Sie passenden Tarif und schließen nach Eingabe Ihrer Daten den Versicherungsvertrag ab.
  4. Sie erhalten anschließend den Versicherungsantrag per Post, den Sie unterschrieben zurücksenden.
  5. Von der Versicherung erhalten Sie schließlich alle nötigen Unterlagen zur Ihrer Krankenzusatzversicherung.

Wechsel und Kündigung

Möchten Sie von Ihrem bestehenden Versicherungsvertrag zu einem anderen Tarif und Anbieter wechseln, müssen Sie zunächst Ihren Vertrag kündigen. Dies geht allerdings nur, wenn die Mindestvertragsdauer von einem bis drei Jahren abgelaufen ist. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel drei Monate. Das Versicherungsjahr endet entweder zum 31. Dezember oder zum ersten des Monats, in dem Sie den Vertrag aufgenommen haben. Behalten Sie die Fristen im Blick, um doppelte Beitragszahlungen zu vermeiden!

Sonderkündigungsrecht besteht bei Beitragserhöhungen. Versicherungsnehmer können zum Zeitpunkt der Wirksamkeit innerhalb eines Monats nach Zugang der Betragserhöhung kündigen.

Sind Sie auf der Suche nach dem passenden Tarif, bietet Ihnen der FinanceScout24-Rechner einen umfassenden Vergleich verschiedener Krankenzusatzversicherungen an. Achten Sie dabei auf günstige Paketpreise, wenn Sie mehrere Versicherungen abschließen wollen!

Fragen und Antworten

Reichen die Leistungen der gesetzlichen Absicherung nicht aus?

Nach §12 SGB V orientieren sich die Leistungen nach dem medizinisch Notwendigen, sodass für einige Leistungen und Behandlungen zusätzliche Kosten für den Versicherten entstehen. Durch die zunehmenden Einsparungen kann es zu immer höheren Zuzahlungen kommen, die für den Versicherten erhebliche Konsequenzen haben können, etwa wenn die GKV die Kosten für eine aufwändige Therapie nicht übernehmen will. Die dadurch entstandene Versorgungslücke kann durch verschiedene Zusatzversicherungen ausgeglichen werden. Diese Versicherungen übernehmen ganz oder teilweise Kosten für Behandlungen oder Hilfsmittel.

Welche PKZVs kann man von der Steuer absetzen?

Prinzipiell haben Sie die Möglichkeit, Beiträge zur privaten Zusatzversicherung als Sonderausgaben von der Steuer abzusetzen. Allerdings dürfen diese Sonderausgaben nicht mehr als 1500 Euro betragen und dieser Betrag wird meist schon von den normalen Kassenbeiträgen voll ausgeschöpft. Selbständige können die Zusatzversicherung dagegen als Betriebsausgaben geltend machen.

Zahlen Arbeitgeber bei bestimmten PKZVs Zuschüsse?

Arbeitgeber müssen nur Zuschüsse zur gesetzlichen Krankenkasse ableisten. Die Beiträge zu privaten Krankenzusatzversicherung müssen selbst getragen werden.

Lohnt sich eine PKZV für die gesamte Familie oder sollte man nur für einzelne Personen abschließen?

Im Gegensatz zur GKV müssen bei PKZV Familienmitglieder extra versichert werden. So können die Versicherungsbedingungen der einzelnen Familienmitglieder allerdings individuell angepasst werden. Es kann durchaus günstiger sein, die komplette Familie bei einem Versicherer zu versichern.

Lohnt sich eine PKZV auch bereits für Kinder / Schüler / Studenten?

Auch für Studenten kann sich eine PKZV lohnen, denn gerade junge Kunden erhalten günstige Tarife. Wer in den Semesterferien viel verreist, sollte in jedem Falle eine Auslandsreiseversicherung abschließen.

Kinder sind in der Regel in der bestehenden Krankenversicherung ihrer Eltern mitversichert. Dieser Versicherungsschutz kann ebenfalls durch eine Krankenzusatzversicherung aufgestockt werden. So können Sie beispielsweise die Wartezeiten beim Kinderarzt minimieren oder Ihrem Kind durch eine Krankenhauszusatzversicherung eine optimale Behandlung garantieren. Kaum lohnenswert ist dagegen eine Zahnzusatzversicherung, da Kinder in der Regel noch keinen Zahnersatz benötigen.

Lohnt sich eine PKZV für Senioren / Rentner?

Für Rentner können viele Behandlungen, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht oder nur teilweise übernommen werden, schnell sehr teuer werden. Für ältere Antragssteller wird es allerdings häufig schwierig, noch eine private Zusatzversicherung abzuschließen. Oft werden Zusatzversicherungen für Neukunden nur bis zu einem bestimmten Höchsteintrittsalter angeboten. Zudem sind die Beiträge für ältere Versicherte oft unverhältnismäßig hoch. Wer also im Alter gut abgesichert sein möchte, sollte möglichst frühzeitig über eine Zusatzversicherung nachdenken.

Greifen PKZVs auch im Ausland?

Die sogenannte Auslandsversicherung ist speziell für Behandlungen im Ausland ausgelegt. So muss der Versicherte sich nicht mühsam auf die Suche nach einem Vertragsarzt seiner Krankenkasse begeben und wird im Ernstfall für die Behandlung in sein Heimatland transportiert.

Wann reicht man am besten seine Rechnungen / Belege ein?

Da bei einer Krankenzusatzversicherung kein Anspruch auf Erstattung besteht, sollten Sie alle Rechnungen und Belege so schnell wie möglich bei der Versicherung einreichen. Viele Versicherer stellen dafür auf Ihren Webseiten Formulare zur Verfügung.

Gibt es eine private Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung?

Die Gesundheitsfragen dienen der Versicherung als Berechnungsgrundlage Ihres Beitrages. Daher wird keine vollwertige Zusatzversicherung ohne entsprechende Gesundheitsfragen im Antrag angeboten. Nur wenige Anbieter haben Versicherungen ohne Gesundheitsprüfungen im Programm, die auch von Menschen mit Vorerkrankungen abgeschlossen werden können. Dies geht allerdings mit einem deutlichen Mehrbeitrag einher.

Für wen ist die Zusatzversicherung sinnvoll?

Eine private Zusatzversicherung schließt entstehende Lücken im Versicherungsschutz und bewahrt Sie vor hohen Zuzahlungen. Besonders für Zahnbehandlungen, und hier vor allem bei Zahnersatz, lohnt sich eine Zusatzversicherung in jedem Fall, da durch das Modernisierungsgesetz 2004 nur noch Anspruch auf einen befundbezogenen Festzuschuss im Rahmen der Regelversorgung besteht. Auch Zuschüsse für Sehhilfen werden, sofern Sie nicht minderjährig oder schwer sehbehindert sind, von gesetzlichen Kassen gar nicht mehr getragen. Private Anbieter übernehmen hier teilweise die Kosten.

Die private Zusatzversicherung lohnt sich für alle gesetzlich Krankenversicherten, welche sich nicht komplett privat versichern können.

Welcher Schutz ist notwendig?

Ambulante Zusatzversicherung
Für jeden sinnvoll, der viel Wert auf alternative Behandlungen wie Naturheilverfahren, Heilpraktiker und Akupunktur Wert legt. Auch für Brillen- und Kontaktlinsenträger ist diese Absicherung geeignet, da Linsen und Brillengläser sehr teuer werden können.

Krankenhauszusatzversicherung
Sie möchten bei einem stationären Aufenthalt wie ein Privatpatient ohne weitere Zuzahlungen behandelt werden. Ob Chefarztbehandlung, Ein- und Zweibettzimmer, freie Krankenhaus- und Arztwahl - alle Kosten können über die Krankenhauszusatzversicherung abgedeckt werden.

Zahnzusatzversicherung
Für jeden gesetzlich Versicherten sinnvoll, da durch das Modernisierungsgesetz 2004 nur noch Anspruch auf einen befundbezogenen Festzuschuss im Rahmen der Regelversorgung besteht. Die Zuzahlungen bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz können somit sehr schnell in die Höhe schießen.

Krankentagegeld
Wichtig für alle Arbeitnehmer, die über die Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Denn die Krankenkasse zahlt max. 90% des Nettoeinkommens und das max. bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Für Selbständige und Freiberufler, die freiwillig gesetzlich versichert sind, ist die private Absicherung zwingend notwendig. Die Krankenkassen zahlen ab dem 1.1.2009 kein Krankentagegeld für die genannte Kundengruppe.

Pflegetagegeld
Falls Sie den bisherigen Lebensstandard im Pflegefall für sich und Ihre Angehörigen halten möchten, ist ein privates Pflegetagegeld sinnvoll. Ein Platz im Pflegeheim kann in Abhängigkeit von Pflegestufe und Pflegeheim mehrere Tausend Euro im Monat kosten.

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