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Bildungskredit

Inhaltsverzeichnis

    Bildung kostet nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld. Vor allem für junge Menschen sind die finanziellen Mittel häufig stark begrenzt. Finanzielle Unterstützung bietet deshalb der Bund mit BAföG und Bildungskrediten der KfW.

    Gerade Menschen, die am Anfang ihrer beruflichen Karriere stehen, wird damit die Möglichkeit gegeben, sich auch ohne vorhandene Rücklagen ihrer Fort- oder Weiterbildung zu widmen.

    Günstige Bildungskredite von Banken

    Auch immer mehr privatwirtschaftliche Banken bieten attraktive Kredite an, die für Bildungszwecke genutzt werden können. Ein Kreditvergleich lohnt sich in jedem Fall!

    Was ist ein Bildungskredit?

    Ein Bildungskredit soll Studierenden dabei helfen, ihr Studium zu finanzieren, wenn sie keine finanziellen Rücklagen haben. Mit dem Geld können sie ihre Studiengebühren und Lernmittel, aber auch ihren Lebensunterhalt bezahlen.

    Die Höhe und Auszahlung ist abhängig von der Art des Kredits und der vereinbarten Kreditsumme. Nach dem erfolgreichem Abschluss des Studiums und den Einstieg ins Berufsleben, wird der Kredit ratenweise zurück gezahlt.

    Welche Bildungskredite gibt es?

    Bildungskredit der KfW

    Im klassischen Sinne ist ein Bildungskredit ein von der Bundesregierung veranlasster und von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bereitgestellter, zeitlich begrenzter verzinster Kredit für junge Menschen, die sich in der Endphase ihres Studiums oder ihrer Ausbildung befinden.

    Auch Praktikanten, deren Praktikum im Zusammenhang mit dem Studium steht, können den Kredit beantragen. Das Kreditvolumen liegt zwischen 1.000 und 7.200 Euro. 

    Durch den Bildungskredit soll ein erfolgreicher Abschluss von Studium, Ausbildung oder studienbegleitendem Praktikum gewährleistet werden. Idealerweise muss sich der Kreditnehmer so keine Gedanken über die Finanzierung seines Lebensunterhalts machen, kann sich somit ganz darauf konzentrieren, das Studium oder die Ausbildung zu Ende zu bringen.

    BAföG

    Das Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG, ist eine staatliche Ausbildungsförderung, die dazu dient, Studenten und Schülern ihre Bildung unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern zu ermöglichen.

    Die Hälfte der erhaltenen BAföG-Leistungen ist ein Zuschuss seitens des Gesetzgebers, die andere Hälfte ein unverzinsliches Darlehen. Nach dem Studium müssen 50 Prozent zurückbezahlt werden, sobald das Einkommen einen bestimmten Betrag übersteigt. 

    Privater Bildungskredit

    Wenn BAföG oder der KfW-Bildungskredit nicht infrage kommen, bleibt Studenten die Möglichkeit, einen günstigen Bildungskredit bei einer Bank aufzunehmen. Hier lohnt es sich in jedem Fall, auf FinanceScout24 einen Kreditvergleich durchzuführen und die Konditionen zu vergleichen. 

    Wer wird staatlich gefördert?

    Als Studierender oder Auszubildender müssen Sie bestimmte Bedingungen erfüllen, wenn Sie den Bildungskredit beantragen möchten. Sie müssen volljährig und dürfen nicht älter als 36 Jahre sein. Anders als beim BAföG spielen Ihr Einkommen bzw. das Einkommen Ihrer Eltern oder Ihres Ehepartners aber keine Rolle bei der Beantragung.

    Auch verlangt die KfW keine Bonitätsprüfung bzw. Sicherheiten. Sie können den Bildungskredit zusätzlich zum BAföG beantragen – allerdings nur, wenn Sie mit dem Kredit Sonderaufwände finanzieren möchten. Dazu zählen zum Beispiel Lehrmaterialien oder Exkursionen.

    Bedingungen für Studierende

    • Die Hochschule, Fachhochschule oder Universität ist BAföG-anerkannt
    • Postgraduales Diplom-, Master- oder Magisterstudium (Abschluss des ersten Teils eines Konsekutiv-Studiengangs) oder
    • Zusatz-, Ergänzungs- Aufbau- oder Zweitstudium
    • In der Regel darf das 12. Semester noch nicht überschritten sein
    • Bestandene Zwischenprüfung
      (oder Nachweis, dass eine Zwischenprüfung für den gewählten Studiengang nicht notwendig ist)
    • Nachweis üblicher Leistungen für den bisherigen Studienverlauf

    Bedingungen für Schüler/Auszubildende

    • Letzte 24 Monate der Ausbildung
    • Berufsqualifizierender Abschluss ist bereits vorhanden oder wird nach Abschluss der aktuellen Ausbildung erlangt
    • Ausbildung in Vollzeit

    Ist der Antrag auf einen Bildungskredit erst einmal bewilligt, müssen Sie keine weiteren Leistungsnachweise an die KfW oder das Bundesverwaltungsamt schicken.

    Höhe, Laufzeit, Verzinsung

    Der Bildungskredit wird monatlich ausbezahlt, die Raten bleiben stets konstant. Sie können entweder 100 Euro, 200 Euro oder 300 Euro monatlich beantragen. Auch die Laufzeit von maximal 24 Monaten pro Bildungsabschnitt müssen Sie bei der Antragstellung angeben.

    Aus Monatsrate und Laufzeit ergibt sich dann die Gesamtsumme. Beachten Sie, dass diese mindestens 1.000 Euro betragen muss. Die Höchstsumme würde sich bei einer Monatsrate von 300 Euro sowie 24 Monaten Laufzeit entsprechend auf 7.200 Euro belaufen.

    Die folgende Tabelle gibt Auskunft über das Gesamtvolumen einiger Konstellationen:

    Monatsrate 6 12 18 24
    100 Euro - 1.200 Euro 1.800 Euro 2.400 Euro
    200 Euro 1.200 Euro 2.400 Euro 3.600 Euro 4.800 Euro
    300 Euro 1.800 Euro 3.600 Euro 5.400 Euro 7.200 Euro

    Es ist möglich, eine Reduzierung der Monatsratenanzahl zu beantragen – allerdings darf das gesamte Kreditvolumen 1.000 Euro nicht unterschreiten. In diesem Fall wird es dann möglich, einen weiteren Bildungskredit zu beantragen mit insgesamt maximal 24 Monaten Laufzeit. Weitere Aufteilungen des Kredits akzeptiert die KfW jedoch nicht.

    Vorauszahlungen sind möglich

    Wenn Sie einen größeren Teil des Kredits schon früher benötigen, können Sie einen Antrag auf einen vorgezogenen Abschlag stellen. Die Maximalhöhe beträgt hier 3.600 Euro. Sie müssen in einem solchen Fall belegen, dass Sie den Betrag unmittelbar für eine Anschaffung benötigen. Zudem ist die Vorauszahlung nur zulässig, wenn die Grenzen für Laufzeit und Höchstsumme weiterhin eingehalten werden.

    Vergleichbare Angebote zum Bildungskredit

    Ein bedeutender Unterschied zwischen dem staatlich geförderten Bildungskredit der KfW und einem Studienkredit, beispielsweise von Sparkassen oder Raiffeisenbanken, ist die Laufzeit: Der Bildungskredit greift nur in der Endphase der Ausbildung, andere Kredite sind auf das gesamte Studium angelegt und haben andere Konditionen, unter anderem auch meist einen höheren Zinssatz.

    Vergleichbare Angebote zum Bildungskredit für die Schlussphase der Ausbildung bieten sich mit einem Azubi-Kredit, aber auch durch Darlehenskassen oder Studentenwerke. Bei diesen Krediten wird in den ersten Jahren oft kein Zinssatz erhoben, stattdessen müssen Sie als Nutzer in der Regel einen Bürgen vorweisen können.

    Weiterhin sind unter anderem Gebührenzahlungen möglich, Altershöchstgrenzen und Einschränkungen für BAföG-Bezieher. Damit gilt auch beim Bildungskredit: Vergleichen ist wichtig.

    Einen Bildungskredit beantragen

    Der Bildungskredit wird nicht bei der KfW direkt, sondern auf der Homepage des Bundesverwaltungsamtes (BVA) beantragt. Unter dem Navigationspunkt „Online-Antrag auf Bildungskredit“ klicken Sie sich durch einige Seiten, in denen Sie verschiedene Felder ausfüllen müssen.

    Ergänzende Dokumente, etwa Nachweise zu bestandenen Prüfungen, finden Sie als PDF-Vorlagen auf der Seite des Bundesverwaltungsamts. Zwischen- und Abschlussprüfungen zum Beispiel müssen Sie über diese auszudruckenden Dokumente nachweisen.

    Die folgenden Daten müssen Sie unter anderem angeben, wenn Sie den Bildungskredit auf der BVA-Homepage beantragen möchten:

    • Adresse
    • Geburtsdatum und Geburtsort
    • Staatsangehörigkeit
    • Telefonnummer/Email-Adresse
    • Art der Ausbildung
    • Anschrift der Ausbildungsstätte
    • Angestrebter Abschluss
    • Beginn, aktuelle Phase und voraussichtliches Ende der Ausbildung
    • Laufzeit/Höhe der Monatsrate/ggf. Höhe der Abschlagszahlung inkl. Begründung
    • Bankverbindung

    Zudem müssen die folgenden Unterlagen eingereicht werden:

    • Beidseitige Kopie des Personalausweises
    • Schulbescheinigung bzw. Immatrikulationsbescheinigung
    • Nachweise über etwaige Abschlüsse, vollbrachte Leistungen etc.

    Haben Sie alle erforderlichen Dokumente beim BVA eingereicht, erhalten Sie ein Angebot über den Kreditvertrag von der KfW. Diesen Vertrag machen Sie geltend, indem Sie ihn unterschreiben und innerhalb der vermerkten Frist an die KfW zurücksenden. Nach Eingang erhalten Sie die erste Zahlung auf ein eigens eingerichtetes Darlehenskonto, das wie ein gängiges Online-Konto funktioniert. Für das Online-Banking stellt Ihnen die KfW einen PIN-Zugangscode sowie TAN-Nummern bereit.

    Den Bildungskredit zurückzahlen

    Vier Jahre nach der ersten Auszahlung muss der Bildungskredit an die KfW zurückgezahlt werden. Die Monatsrate beläuft sich bei der Tilgung auf 120 Euro. Sie können das Darlehen aber auch jederzeit komplett oder in einer größeren Einmalzahlung tilgen. Jedes halbe Jahr schickt die KfW Kontoauszüge an die Kreditnehmer, in denen der aktuelle Stand eingesehen werden kann.

    Rückzahlung nicht fristgerecht möglich?

    Sollte es Ihnen nicht möglich sein, den Bildungskredit nach Ablauf der vierjährigen Frist zurückzuzahlen, müssen Sie einen Antrag auf Stundung stellen. Ergänzen sollten Sie diesen durch Dokumente, die Ihre aktuelle Einkommenssituation belegen, Gehaltsabrechnungen zum Beispiel, Arbeitslosen- oder Elterngeldbescheide. Beachten Sie, dass nach diesem Stundungszeitraum der gesamte gestundete Betrag inklusive Stundungszinsen eingezogen wird.

    Lohnt sich der Bildungskredit für mich?

    Wenn Sie sich zum Endspurt Ihres Studiums oder Ihrer Ausbildung voll auf das Wesentliche konzentrieren möchten, kann der Bildungskredit der KfW eine interessante Möglichkeit zur Sicherung finanzieller Grundbedürfnisse sein.

    Der Zinssatz ist vergleichsweise niedrig, zudem erfolgt die Tilgung zeitversetzt in der Rückzahlungsphase. Die monatliche Rückzahlrate ist mit 120 Euro ebenfalls nicht übermäßig hoch angesetzt.

    Prüfen Sie aber dennoch, ob Sie Chancen auf ein Stipendium haben oder ob andere Finanzierungsmöglichkeiten existieren. Zuletzt kann es die Entscheidung erleichtern, wenn Sie einen Studiengang mit guten Jobchancen belegen oder eine Ausbildung machen, bei der eine Übernahme wahrscheinlich ist.

    Fragen und Antworten

    Was ist der Unterschied zwischen einem staatlichen und einem privaten Bildungskredit?

    Neben den staatlichen geförderten Bildungskrediten (KfW und BAföG) gibt es auch günstige Bildungskredite von Banken. Bei der Entscheidung, welcher Bildungskredit für Sie der richtige ist, sollten Sie verschiedene Faktoren bedenken: Welche monatlichen Auszahlungen sind möglich? Welche Tilgungsmöglichkeiten gibt es? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?

    Wie finde ich den besten Kredit?

    Neben dem Staat geben auch verschiedene Privatbanken Menschen die Chance, sich ihre Weiterbildung zu geringen Zinsen zu finanzieren. Wenn Sie sich für einen privaten Kredit entschieden haben, finden Sie mit dem Kreditrechner von FinanceScout24 mit wenigen Klicks heraus, welche Bank den Kredit mit den für Sie optimalen Konditionen anbietet. Ihre Anfrage ist natürlich kostenlos und unverbindlich.

    Wie sind die BAföG-Rückzahlungsbedingungen?

    Schülerinnen und Schüler erhalten das BAföG in vollem Umfang als nicht rückzahlbaren Zuschuss, das heißt, sie müssen das Geld nicht zurückbezahlen. Alle anderen BAföG-Empfänger erhalten die Hälfte des Darlehens als Zuschuss und die andere Hälfte muss zurückbezahlt werden. Dabei gibt es vom Staat eine festgelegte Rückzahlungs-Obergrenze von 10.000 Euro festgelegt.

    Was sollte ich bei der Aufnahme eines privaten Bildungskredits beachten?

    Nehmen Sie den Kredit nur auf, wenn BAföG, Stipendien, elterliche Unterstützung oder Einkommen aus einem Nebenjob nicht ausreichen. Wählen Sie den Kreditbedarf und den Auszahlungszeitraum sollten so gering wie möglich. Vergleichen Sie die Konditionen mehrerer Banken und achten Sie auf den Effektivzins.

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    Beispielrechnung

    ¹ 1.000 € Nettokreditbetrag, 0,00% eff. Jahreszins, 0,00% geb. Sollzins p.a., 12 Monate, Gesamtbetrag 1.000 €, mtl. Rate 83,33€, Fidor Bank AG, Sandstr. 33, 80335 München | Entspricht zugleich dem repr. Bsp. gem. §6a PAngV.

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