Wetten, Sie wissen nicht, was Ihre EC-Karte alles kann?

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Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 05.09.2016

Rund 95 Prozent der Deutschen besitzen eine, aber nur wenige wissen, welche Funktionen sie wirklich hat: die EC-Karte. Wir verschaffen Ihnen einen Überblick.

Eines vorweg: Obwohl sie die meisten so nennen, heißt die gute alte EC-Karte eigentlich gar nicht mehr so. Schon 2007 wurde der Name von der Deutschen Kreditwirtschaft im Sinne einer Vereinheitlichung abgeschafft. Offiziell hört sie seitdem auf den Namen Girocard.

Das bedeuten die Symbole auf Ihrer Girocard

Schauen Sie doch einmal auf Ihre Karte und überprüfen Sie die Symbole darauf. Sie werden überrascht sein, welche versteckten Funktionen sie hat.

Ziffernblock-Logo

Ziffernblock-Logo

Das Symbol steht für Girocard und bedeutet, dass man eine Debitkarte besitzt.

Damit kann man sich an Geldautomaten in Deutschland Bargeld abheben und in Läden bezahlen – durch PIN-Eingabe an einem Terminal oder durch Unterschrift. Die Summe geht dann direkt von Ihrem Bankkonto ab.

Maestro- oder Vpay-Logo

Maestro- oder Vpay-Logo

Wer das Symbol des Kreditkarten-Riesen VISA (Vpay) findet, der kann garantiert mit seiner Girocard in Deutschland, der EU und einigen Nachbarländern wie Grönland oder Israel damit bezahlen. Das Logo von Mastercard (Maestro) garantiert sogar, dass man weltweit Geld bekommt.

Achtung:Im Ausland können Kosten anfallen

In Deutschland ist das Abheben ohne Gebühren möglich – aber nur, wenn man einen bankeigenen Automaten findet oder den von einer Partnerbank. Brauchen Sie im Ausland Cash fallen häufig Gebühren an, die je nach Bank unterschiedlich hoch sein können.

Girogo-Logo

Girogo-Logo

Mehr als 21 Millionen deutsche Girocard-Kunden haben außerdem das Girogo-Logo auf ihrer Karte – oder den Hinweis auf „Kontaktloses Bezahlen“. Was kaum jemand weiß und nutzt: Seit zwei Jahren kann man mit dieser Funktion ausgestatteten Karten Beträge unter 20 Euro kontaktlos bezahlen, ohne dass man seine PIN eingeben oder unterschreiben muss.

Dabei wird die Karte nicht mehr ins Terminal hineingeschoben, sondern nur oben dran gehalten. Das Piepsen nach nur einer Sekunde bedeutet, dass die Zahlung geklappt hat.

Noch sind allerdings längst nicht alle Kartenlesegeräte mit dieser Funktion ausgestattet. Bis 2020 müssen aber alle alten Terminals ausgetauscht werden – Beschluss der EU. Auch die Vorbereitung ist im Moment noch etwas umständlich: Girogo funktioniert wie eine Geldkarte, das heißt, sie muss vorher aufgeladen werden, bevor man mit ihr kontaktlos bezahlen kann. Maximalbetrag: 200 Euro.

Doch auch das soll bald nicht mehr nötig sein: Die Deutsche Kreditwirtschaft arbeitet momentan an der „Girocard kontaktlos“, einem neuen kontaktlosen Bezahlverfahren. Ein vorheriges Aufladen der Karte fällt dann weg. Bei Beträgen unter 25 Euro kann nur durch Anhalten kontaktlos bezahlt werden, bei Beträgen darüber durch zusätzliches Eingeben der PIN. Bei den zwei großen deutschen Banken Sparkasse und Raiffeisenbank möchte man seinen Kunden diesen Service noch 2016 anbieten können.

Geldkarten-Logo

Geldkarten-Logo

Girocard-Besitzer ohne das Girogo-Logo können Kleinbeträge aber auch schon jetzt mit der Geldkarten-Funktion bezahlen – fast jede Karte im Umlauf ist damit ausgestattet. An mehr als 420.000 Akzeptanzstellen in Deutschland soll die Karte als Kleingeldersatz dienen.

Nach vorheriger Aufladung (maximal 200 Euro, online oder an Geldautomaten) kann man zum Beispiel in Kantinen, an Zigarettenautomaten oder in Stadien durch Einstecken der Karte (ohne PIN oder Unterschrift) kleine Beträge begleichen.

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