100 Tage GroKo: Was das für den Geldbeutel bisher bedeutet

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 24.06.2018

Die Regierung ist seit etwas mehr als 100 Tagen im Amt. Und hat in dieser Zeit einige Gesetze auf den Weg gebracht, die sich spürbar auf den Geldbeutel der Bürger auswirken werden. Dazu gehört etwa die Reform der Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung, durch die Arbeitnehmer rund 6,9 Milliarden Euro pro Jahr sparen sollen.

Deutliche Veränderungen stehen insbesondere ab dem 01. Januar 2019 an. Dann ändert sich neben der Regelung des Zusatzbeitrags auch der Beitrag zur Pflegeversicherung und der zur Arbeitslosenversicherung. Geht es bei der Pflege von 2,55 Prozent auf 2,8 Prozent rauf, so wird die Arbeitslosenversicherung um 0,3 Prozentpunkte günstiger. 

Familien sollen entlastet werden

Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung betreffen alle Arbeitnehmer. Darüber hinaus profitieren insbesondere Familien von den Plänen der GroKo, sollen sie doch um rund 9,8 Milliarden Euro pro Jahr entlastet werden. Ab Juli 2019 steigt das Kindergeld um zehn Euro pro Monat. Hinzu kommen ein höherer Kinderfreibetrag und eine Entlastung mittlerer und unterer Einkommen bei der kalten Progression. Den Plänen zufolge würde eine Familie mit zwei Verdienern und einem Bruttojahresgehalt von 60.000 Euro so um etwa 251 Euro pro Jahr entlastet.

Scholz plant zudem wesentliche Entlastungen bei der Einkommensteuer. So soll die kalte Progression im kommenden Jahr um 2,2 Milliarden Euro abgebaut werden, im Jahr 2020 noch einmal um 2,1 Milliarden Euro.

Baukindergeld und Mütterrente in Planung

Neben den bereits im Koalitionsvertrag vereinbarten Vorhaben gibt es weitere Projekte, die die Regierung angehen möchte. Auf der Agenda steht beispielsweise die Mütterrente. Haben Frauen vor 1992 mehr als drei Kinder zur Welt gebracht, so soll künftig auch das dritte Jahr der Erziehungszeit auf die Rente angerechnet werden.

Geplant ist zudem das Baukindergeld. Familien würden hierbei pro Kind und Jahr 1.200 Euro Zuschuss für den Bau einer Immobilie erhalten – über einen Zeitraum von zehn Jahren. Das würde bis zu einem Haushaltseinkommen von 75.000 Euro plus 15.000 Euro Freibetrag je Kind gelten. Allerdings gibt es in der Koalition derzeit noch Streit über die Höhe des Baukindergeldes.

Quelle: Focus.de

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