160.000 Anträge: Nachfrage für Rente mit 63 rückläufig

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 16.10.2017

Die Zahl der Anträge auf abschlagsfreie Rente mit 63 ist auf dem Rückzug. Während im letzten Jahr noch 165.000 Versicherte einen Antrag stellten, sind es dieses Jahr nur 160.000. Gestiegen ist laut der Deutschen Rentenversicherung hingegen die Zahl derer, die sich in Rentenfragen beraten lassen. Zudem erkundige sich jeder dritte Versicherte, der sich beraten lässt, nach der Flexirente.

In diesem Jahr haben 160.000 Versicherte einen Antrag auf Rente mit 63 gestellt. Damit ist die abschlagsfreie Altersvorsorge auf dem Rückzug. Noch im letzten Jahr lag die Zahl der Antragssteller bei 165.000. Den Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zufolge frage hingegen inzwischen jeder dritte Versicherte, der sich im Zuge der Altersvorsorge beraten lasse, nach den Möglichkeiten der Flexirente. Zudem sei die Zahl der Beratungsfälle im Allgemeinen gestiegen.

Beratungen rauf, Anträge runter

Bis Ende August haben 160.000 Versicherte einen Antrag auf abschlagsfreie Rente mit 63 gestellt. Diejenigen, die mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, können damit seit Juli 2014 ohne einen Abschlag in Rente gehen. Laut der Deutschen Rentenversicherung waren es im Vorjahreszeitraum noch 165.000 Personen, die einen solchen Antrag stellten. Die Zahlen wurden anlässlich einer Vertreterversammlung in Berlin bekanntgeben, bei der die Mitglieder des Vorstandes neu gewählt wurden. Als Selbstverwaltungsgremium trifft dieser die wichtigen Entscheidungen bei der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Die neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Rentenversicherung Bund, Christian Amsinck und Dagmar König, gaben bekannt, dass die Zahl jener Versicherten gestiegen sei, die sich in Rentenfragen beraten ließen. Dazu suchen die Versicherten telefonischen Kontakt, frequentieren Beratungsstellen oder nutzen die immer beliebteren E-Mails. Die Zahl der beantworteten Anfragen über diesen Kanal habe sich im Vergleich zu 2010 mit 35.000 Stück fast verdreifacht.

Die Frage nach der Flexirente

Ein großer Teil der Anfragen drehe sich derweil um die neuen Rentengesetze. Inzwischen frage jeder dritte Versicherte, der sich im Zusammenhang mit der Altersrente beraten wird, nach der Flexirente, die im Juli in Kraft trat. Mit dieser haben sich die Möglichkeiten verbessert, ab einem Alter von 63 Jahren eine Teilzeitarbeit mit einer Teilzeitrente zu verbinden. Wie viele Versicherte allerdings genau von der Regelung Gebrauch machen, könne erst ab Mitte 2018 bekanntgegeben werden.

Quellen: Stuttgarter-Nachrichten, Hamburger Abendblatt

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