2015: Mehr Autounfälle durch milde Witterung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.03.2016

Die Zahl der Autounfälle hat im Jahr 2015 zugenommen. Als Hauptgrund sehen Experten die ungewöhnlich milde Witterung, die unter anderem zu häufigerem Fahren animiere. Entsprechend den hohen Unfallzahlen prognostiziert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bereits einen Leistungsanstieg. Der ADAC zieht jedoch für 2015 eine andere Bilanz.

Die Zahl der Autounfälle ist im Jahr 2015 gestiegen, berichtet das Branchenmagazin "Versicherungswirtschaft heute". Laut dem Statistischen Bundesamt nahm die Gesamtzahl der polizeilich aufgenommenen Autounfälle im Jahr 2015 demnach um 4,2 Prozent zu und lag somit bei etwa 2,5 Millionen.

Mehr Autounfälle: GDV erwartet Anstieg der Leistungen

Die Zahl der Unfälle mit Sachschaden stieg dabei um 4,6 Prozent auf 2,2 Millionen. Die Zahl der Autounfälle mit Personenschaden lag dagegen bei rund 306.000 – mit 1,1 Prozent erhöhte sie sich etwas weniger stark. Im Jahr 2015 kamen zudem insgesamt 3.475 Menschen auf Deutschlands Straßen ums Leben. Laut Statistischem Bundesamt liegt dies vor allem in den sehr milden Wintermonaten sowie dem trockenen und warmen Frühling begründet – ist die Witterung günstig, fahren viele Autofahrer nicht nur häufiger, sondern auch schneller. Auch die größere Zahl von Zweiradfahrern und Fußgängern zu dieser Zeit soll schwerere Unfälle begünstigen können.

Entsprechend rechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit einem Leistungsanstieg im Bereich der Kfz-Versicherung. Im Jahr 2014 wendeten deutsche Versicherer 20,1 Milliarden Euro auf, im Jahr zuvor lag dieser Wert bei 21,7 Milliarden. 

Milde Witterung: ADAC seltener benötigt

Eine andere Art der Bilanz zieht dagegen der ADAC: Ebenfalls aufgrund der milden Witterung im Winter musste der Automobilclub gemeinsam mit seinen rund 900 Straßendienstpartnern im Jahr 2015 lediglich 1,4 Millionen mal Pannenhilfe leisten – das sind rund 27.000 weniger Einsätze als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Mit fast 36 Prozent waren Probleme mit der Batterie dabei die häufigsten Ursachen für eine benötigte Pannenhilfe, Schwierigkeiten mit Reifen und Zündung folgten mit deutlichem Abstand.

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