2017: Diese Änderungen kommen auf Arbeitgeber zu

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.01.2017

Zum 1. Januar 2017 sind einige gesetzliche Änderungen in Kraft getreten. Für Steuerzahler ändert sich der Grundfreibetrag, Arbeitnehmer profitieren von einem höheren Mindestlohn. Auch Familien und Pflegebedürftige können das neue Jahr mit Verbesserungen in Versorgung und Unterstützung beginnen.

Wie zu Beginn jedes Jahres bringt auch das Jahr 2017 Veränderungen für den Steuerzahler mit sich. Der jährliche Grundfreibetrag wird von bisher 8.652 Euro für Alleinstehende um 168 Euro auf 8.820 Euro angehoben. Für Paare gilt der doppelte Betrag, also 17.640 Euro. Der Gesetzgeber möchte damit erreichen, dass das Existenzminimum für Geringverdiener nicht unnötig durch Steuern belastet wird. Im nächsten Jahr soll der Freibetrag auf 9.000 Euro - für Paare auf 18.000 Euro - angehoben werden.

Weitere steuerliche Änderungen betreffen weniger Bürger

Darüber hinaus wurde beschlossen, dass Eltern besser unterstützt werden sollen. Der Kinderfreibetrag, welcher bisher 7.248 Euro betrug, steigt dieses Jahr um 108 Euro und damit auf 7.356 Euro. Das bedeutet, dass für Eltern dieser Betrag pro Kind nicht versteuert werden muss. Außerdem wird das Kindergeld angehoben. Pro Kind erhalten Eltern zwei Euro mehr, der Betrag steigt also für die ersten beiden Kinder von 190 auf 192 Euro. Für das dritte Kind beträgt der Betrag ab diesem Jahr 198 Euro, ab dem vierten 223 Euro. 

Der Altersentlastungsbetrag, der für Steuerzahler über 64 Jahren greift, sinkt jedes Jahr und Rentner werden stärker belastet. In diesem Jahr beträgt er 20,8 Prozent des Bruttolohns, sein Maximum liegt bei 998 Euro. 

Der Gesetzgeber möchte außerdem die so genannte kalte Progression eingrenzen. Das wird erreicht, indem die Steuertarife der Inflation und der höheren Steuerlast angepasst werden.

Auch arbeitsrechtlich und in der Pflege werden Gesetze angepasst

Zum ersten Mal seit seiner Einführung hat der Gesetzgeber beschlossen, den gesetzlichen Mindestlohn zu erhöhen. Dieser soll von den bisherigen 8,50 Euro auf 8,84 angehoben werden. Ausnahmeregelungen, die für Branchen wie Land- und Forstwirtschaft oder Gartenbau gelten, bleiben nach wie vor erhalten. 

Pflegebedürftige sollen künftig besser versorgt werden. Die bisher existierenden drei Pflegestufen werden durch fünf Pflegegrade ersetzt. Vor allem demente und psychisch oder seelisch erkrankte Menschen sollen dadurch mehr Unterstützung erhalten. Die neue Skala orientiert sich nicht mehr an dem Pflegeaufwand pro Minute, sondern am Grad der Selbstständigkeit des Patienten. Alle Menschen, die bereits einer Pflegestufe angehören, haben Bestandsschutz.

Quellen: Zeit, Focus

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