Zwei-Faktor-Authentifizierung ab September

Zuletzt aktualisiert am 22.08.2019

Die so genannte Zwei-Faktor-Authentifizierung soll künftig das Online-Shoppen sicherer machen. Wer mit Kreditkarte bezahlt, muss sich dann durch ein Sicherheitsverfahren als rechtmäßiger Besitzer ausweisen.

Dieses 3D Secure Verfahren soll Hackerangriffe und Betrugsversuche erschweren, indem pro Kauf beispielsweise eine TAN-Nummer eingegeben werden muss. Im Zuge der Änderung, die ab dem 14. September dieses Jahres in Kraft tritt, wird auch dieser Aspekt der TAN-Generierung zugunsten einer höheren Sicherheit angeglichen.

Authentifizierung beim Shoppen

Wer künftig per Kreditkarte online shoppen möchte, muss eine zusätzliche Identifizierung durchführen, um sich zu identifizieren. Das so genannte 3D-Secure-Verfahren kommt dafür zum Einsatz. Je nach Kreditkarte trägt es unterschiedliche Namen, will aber stets auf dasselbe Ziel hinaus: Das Online-Shoppen soll so für den Verbraucher sicherer werden.

Denn wer bislang mit seiner Kreditkarte zahlen wollte, benötigte lediglich die Eckdaten wie die Kartennummer, das Ablaufdatum und die Prüfnummer auf der Rückseite – die Karte selbst war im Prinzip nicht notwendig. Das wird zwar künftig ebenso beibehalten, doch muss neben der Eingabe der genannten Informationen ein weiteres Verfahren durchlaufen werden. Dieses heißt bei MasterCard „Mastercard Identity Check“ und bei VISA „Verified by VISA“.

Wer über eine American Express Karte verfügt, unterzieht sich dem Verfahren mit dem Titel „Safekey“. Zwar ist es für den Verbraucher somit etwas aufwändiger, online einzukaufen; die Sicherheit gegen Hackerangriffe wird aber deutlich erhöht.

TAN-Eingabe durch neue Zahlungsrichtlinie

Das Verfahren ist dabei immer gleich: Nach einem Online-Einkauf wird der Kunde auf die jeweilige Kartenseite weitergeleitet. Anschließend muss die dort befindliche Anleitung, wie die Zahlung freigegeben kann, befolgt werden. In der Regel erfolgt dies durch die Eingabe einer TAN. Das Verfahren ist direkt an die Bank geknüpft, über welche die Kreditkarte läuft. Das Geldinstitut bestätigt dem Shop nach der Identifizierung, dass es sich um den rechtmäßigen Besitzer handelt.

Anschließend ist die Zahlung abgeschlossen. Die Änderung greift ab dem 14. September 2019 und basiert auf einer neuen EU-Zahlungsrichtlinie. Diese sorgt neben der Zwei-Faktor-Authentifizierung dafür, dass die als unsicher befundene TAN-Liste bei Banküberweisungen abgeschafft wird. Daher muss auch die Authentifizierung im 3D Secure Verfahren über andere Wege erfolgen – je nach Bank beispielsweise über eine per SMS gesendete TAN oder einen TAN-Generator.

Quelle: ntv.de

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