Absicherung im Alter: Wie Selbstständige vorsorgen können

Zuletzt aktualisiert am 21.05.2019

Hubertus Heil plant noch in diesem Jahr, Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung zu integrieren. Doch bis es soweit ist, muss die Personengruppe noch eigenständig vorsorgen. Welche Möglichkeiten gibt es?

Einige Berufe sind bereits über berufsständische Versorgungswerke abgesichert, andere über die Rürup-Rente. In Frage kommen außerdem private Rentenversicherungen und eine Absicherung über den Erwerb von Immobilien, aber auch der Aktienkauf.

Absicherungsoptionen für Selbstständige im Überblick

Während für den „klassischen“ Arbeitnehmer die Rürup-Rente eine weniger attraktive Möglichkeit für die Altersabsicherung darstellt, profitieren Selbstständige von ihr. Denn: Sie können die Beiträge in voller Höhe steuerlich geltend machen. Verschiedene Varianten sind verfügbar, beispielsweise das direkte Fonds-Investment oder die klassische Rentenversicherung. Ein kleines Manko ist, dass spätere Auszahlungen voll versteuert werden müssen.

Durch den Erwerb von Aktien, Fonds und ETFs lässt sich ebenfalls eine Altersabsicherung erzielen – das eignet sich aber vor allem für mutige Sparer. Weiterhin sind private Rentenversicherungen eine Option für Selbstständige, die allerdings aufgrund der Niedrigzinsen wenig Rendite versprechen. Als Alternative gilt nach wie vor außerdem der Immobilienerwerb. Einerseits wird so Kapital sinnvoll angelegt, andererseits schützt schon die fehlende Mietzahlung im Alter vor Altersarmut – wenn der Selbstständige selbst in der Immobilie leben wird.

Viele Selbstständige fürchten Altersarmut

Manche Selbstständige, wie Ärzte, Rechtsanwälte oder Physiotherapeuten, sind außerdem über berufsständische Versorgungswerke abgesichert. Die anderen sollen künftig durch eine Rentenversicherungspflicht ebenfalls vor späterer Altersarmut bewahrt werden. Daher wird Arbeitsminister Hubertus Heil noch in diesem Jahr über diesbezügliche Änderungen informieren. Da aktuell kein Selbstständiger in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen muss, erhält er später auch keine Leistungen aus dieser.

Die Angst vor Altersarmut wächst in der betroffenen Personengruppe. Vor allem selbstständige Frauen fürchten finanzielle Engpässe im Alter – das gaben 68 Prozent an. Bei Männern sind es 59 Prozent, wie eine neue Studie der Quirin Privatbank mit dem Forschungsinstitut YouGov belegt. 1.008 Selbstständige und Freiberufler mit eigener Firma wurden diesbezüglich befragt. Die Studie zeigt, dass dringend etwas getan werden muss, um die Angst vor Altersarmut zu senken und Alternativen für die Vorsorge in der Selbstständigkeit aufzuzeigen.

Quelle: focus.de

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