Achtung: 2018 können die Strompreise sinken

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.10.2017

Positive Nachrichten aus der Energiebranche: Verbraucher können sich durch eine Minderung der staatlichen EEG-Umlage und eine Veränderung der Netzentgelte unter Umständen über eine Senkung des Strompreises freuen. Doch nicht jeder Stromanbieter wird die gesunkenen Kosten auch wirklich an die Verbraucher weitergeben. Vor allem in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sollen sich Verbraucher aber über eine Kostenreduktion von über 100 Euro freuen können.

2018 können Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit günstigeren Strompreisen rechnen. Grund sind die Minderung der staatlichen EEG-Umlage und die Veränderung der Netzentgelte.

Deutlich schlechter trifft es Verbraucher in Nordrhein-Westfalen, im Saarland und Rheinland-Pfalz. Hier steigen die sogenannten Netzentgelte für die Stromproduzenten, weshalb auch die Strompreisentwicklung geringfügig um rund zehn bis zwölf Euro pro Jahr anziehen könnten.

EEG-Umlage verringert sich

Bundesweit einheitlich geregelt ist hingegen die EEG-Umlage, welche die erneuerbaren Energien fördern soll. Im Jahr 2018 wird sie pro Kilowattstunde (kWh) verbrauchtem Strom um 0,129 Cent sinken. Im Durchschnitt sparen Verbraucher bei einem Verbrauch von 3.500 kWh/Jahr etwa fünf Euro pro Jahr. Das ist zwar vergleichsweise wenig Geld, doch diese Kostensenkung müssen alle Stromanbieter auch wirklich an Kunden weitergeben.

Nicht gesetzlich vorgeschrieben sind hingegen die sogenannten Netzentgelte. Seitdem Stromerzeugung und Stromtransport wirtschaftlich voneinander getrennt worden sind, zahlen die Stromanbieter dieses Netzentgelt an die Netzbetreiber. Die Internetseite Finanztip hat jetzt die neuen Abrechnungsmodelle der 34 größten Stromnetzbetreiber für 2018 untersucht. Vor allem in Berlin, München und Frankfurt sollen sich Verbraucher so über Einsparungen von im Schnitt 25 bis 50 Euro freuen können. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern liegen die Kostensenkungen sogar bei mehr als 100 Euro liegen. Ein Stromvergleich kann sich also lohnen.

Kostensenkung vom Stromanbieter abhängig

Das Problem an dieser Rechnung: Nur weil das Netzentgelt für die Stromversorger sinkt, müssen diese die Ersparnisse nicht auch an die eigentlichen Stromkunden weitergeben. Trotz geringerer Kosten beim Stromtransport könnte so für den Verbraucher am Ende eine „Null“ auf dem Konto stehen.

Handlungsmöglichkeiten bestehen aber vor allem für Kunden, deren Strompreise erhöht werden sollen. Hierüber muss der Stromanbieter rechtzeitig informieren, sodass in den kommenden Wochen entsprechende Schreiben per Post in den Haushalten eintreffen sollten. Verbraucher sollten dann überprüfen, ob der Versorger den Preis auch wirklich in angemessener Weise verändert hat. Ist das nicht der Fall, kommt unter Umständen ein Stromanbieter-Wechsel in Frage, weil Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht besitzen. Auch die reguläre Kündigungsfrist sollte bei einer unerwünschten Erhöhung überprüft werden, um der Preiserhöhung unter Umständen doch noch entgehen zu können.

Quellen: energate messanger, Süddeutsche Zeitung, Pressebox

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