Änderungen bei der gesetzlichen Rente 2017

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 24.12.2016

Neues Jahr, neue Regelungen – das gilt insbesondere für die gesetzliche Rente. Rüstige Rentner können sich höhere Bezüge erarbeiten, wenn sie über die reguläre Altersgrenze hinaus arbeiten. Für diejenigen, die es kaum erwarten können, endlich in den Ruhestand zu gehen, verheißen die Neuerungen hingegen nichts Gutes.

Sowohl auf Empfänger der gesetzlichen Rente als auch auf Rentner in spe kommen 2017 einige Änderungen zu. Am bedeutendsten dürfte für viele zukünftige Rentner die Anhebung der Altersgrenzen sein – im kommenden Jahr verschiebt sich das Renteneintrittsalter nämlich wieder ein Stück weiter nach hinten.

Altersgrenze steigt auch für die Rente mit 63

Die reguläre Altersgrenze für die gesetzliche Rente steigt 2017 auf 65 Jahre und sechs Monate. Dies gilt für zukünftige Rentner aus dem Geburtsjahrgang 1952. Auch für die abschlagsfreie Rente mit 63 steigt die Altersgrenze. Versicherte mit mindestens 45 Beitragsjahren können 2017 erst im Alter von 63 Jahren und vier Monaten abschlagsfrei das Leben als Rentner genießen. Wer hingegen lieber länger als kürzer arbeiten möchte, profitiert ab 1. Januar von einer Neuregelung bezüglich der Beiträge zur gesetzlichen Rente. Senioren, die nach Erreichen der regulären Altersgrenze weiter erwerbstätig sind, können ab dem Jahreswechsel weiter Rentenbeiträge zahlen. Dadurch erhöht sich der spätere Rentenanspruch – die Rentenkasse überweist also später Monat für Monat einen höheren Betrag aufs Girokonto. Aktuell müssen erwerbstätige Rentner keine Beiträge mehr zahlen, sondern lediglich ihr Arbeitgeber. Einen Einfluss auf die Höhe der gesetzlichen Rente hat dies allerdings nicht.

Änderungen betreffen nicht nur Rentner

Eine Änderung, die nicht nur Rentner, sondern alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer betrifft, ist die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rente. Sie steigt 2017 von monatlich 6.200 auf 6.350 Euro im Westen und von 5.400 auf 5.700 Euro im Osten. Gutverdiener müssen sich also auf höhere Abzüge einstellen. Für Arbeitnehmer, deren monatliches Bruttogehalt geringer ausfällt, ändert sich nichts. Ebenfalls nach oben verschiebt sich der Höchstbeitrag bei der freiwilligen Rentenversicherung. Wer nicht rentenversicherungspflichtig ist, aber zur Vorsorge freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, kann seinen Beitrag ab kommendem Jahr auf monatlich 1.187,45 Euro erhöhen. Aktuell liegt der Höchstbeitrag bei 1.159,40 Euro pro Monat. Am Mindestbeitrag ändert sich hingegen nichts, er bleibt weiterhin bei 84,15 Euro monatlich.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung

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