Änderungen beim Minijob 2019

Zuletzt aktualisiert am 14.01.2019

Ein höherer Mindestlohn pro Stunde betrifft Minijobber ab 2019, dennoch dürfen nach wie vor maximal 450 Euro pro Monat verdient werden. Eine Alternative bildet die auf drei Monate im Jahr begrenzte Beschäftigung, die nun als Dauerregelung auftritt.

Übungsleiter in Vereinen und ehrenamtlich tätige Mitarbeiter bleiben ebenfalls 2019 in bestimmten Nebentätigkeiten von sozialversicherungspflichtigen Beitragszahlungen verschont. Unverändert zeigen sich hingegen die Beiträge, die ein Arbeitgeber für den Minijobber zahlen muss. Wichtig ist auch, die jeweiligen Zahlungsfristen als Arbeitgeber einzuhalten.

Mehr Geld für weniger Arbeitszeit im Minijob

Der Mindestlohn steigt 2019 auf 9,19 Euro pro Stunde – und das betrifft natürlich auch den Minijobber bzw. geringfügig Beschäftigten. Allerdings bleibt die Verdienstgrenze von 450 pro Monat trotzdem bestehen. Das bedeutet, dass eventuell die Arbeitszeit verringert werden muss, damit der Minijob nicht zum sozialversicherungspflichtigen Beruf wird. 2020 sorgt ein erneuter Anstieg des Mindestlohns auf dann 9,35 Euro gegebenenfalls noch einmal für eine Anpassung der Arbeitszeit. Aber: Das gilt nicht für kurzfristige Beschäftigungen, die drei Monate oder 70 Arbeitstage im Jahr nicht überschreiten. Hier darf nach wie vor unbegrenzt viel verdient werden, ohne dass der Beruf sozialversicherungspflichtig wird. Diese Regelung, die erst als Übergangslösung von 2015 bis 2018 gelten sollte, wird ab 2019 zur Dauerregelung. Eine andere Änderung 2019 betrifft Vereinsleiter und ehrenamtlich in Organisationen tätige Menschen. Verdienste aus einem Nebenjob dieser Personengruppe sind ebenfalls von der Sozialversicherungspflicht befreit. Das betrifft allerdings nur bestimmte Bereiche und sollte vorab überprüft werden. Hilfreich sind dafür die jüngst erschienenen, aktualisierten Geringfügigkeits-Richtlinien. Dieser Leitfaden beantwortet Fragen rund um den Minijob, sowohl aus Sicht des Arbeitgebers als auch des Beschäftigten.

Unverändert: Fristen und Beiträge für Arbeitgeber

Wer als Arbeitgeber einen Minijobber beschäftigt, muss seine diesbezüglichen Abgaben auch 2019 fristgerecht an die Minijob-Zentrale entrichten. Der drittletzte Bankarbeitstag des Monats gilt als spätester Abgabetermin. An diesem Datum muss die Zahlung bereits in der Zentrale eingegangen sein, also muss die Überweisung schon vorher angestoßen werden. Die Beiträge selbst verändern sich 2019 nicht. Nach wie vor zahlt der Minijobber einen Pauschalbeitrag von 13 Prozent an die Krankenversicherung, während der Arbeitgeber mit 15 Prozent den Pauschalbeitrag für die Rentenversicherung übernimmt.

Quelle: minijob-zentrale.de

Spartipps und News:

Newsletter abonnieren & gratis PDF erhalten

Durch die Nutzung von FinanceScout24 stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.