Finanzierungsrunde: Rund eine Milliarde Dollar für Airbnb

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.03.2017

„Welcome Home“ heißt es bei Airbnb dank einer erneuten Investitionsrunde für rund eine Milliarde Dollar. Das Start-Up aus dem Silicon Valley vermittelt Privatunterkünfte und ist damit bereits häufiger in die Kritik geraten. Die Finanzspritze sicherte anscheinend jetzt schon die schwarzen Zahlen für das laufende Jahr und treibt die Bewertung des Unternehmens auf 31 Milliarden Dollar.

Gute Nachrichten für Airbnb: Die Vermittler von privaten Unterkünften und Ferienwohnungen konnten in einer Finanzierungsrunde mehr als eine Milliarde Dollar sammeln. Dank der erneuten finanziellen Unterstützung seien bereits jetzt die schwarzen Zahlen für das laufende Geschäftsjahr gesichert. Experten bewerten Airbnb mit 31 Milliarden Dollar. Dennoch steht das Start-Up aus dem Silicon Valley mit seinem Geschäftsmodell und den Nutzungsbedingungen weiterhin in der Kritik.

Erneute Investition für Airbnb

Die jüngste Finanzierungsrunde brachte dem Ferienwohnungsvermittler Airbnb mehr als eine Milliarde Dollar. Seit seiner Gründung im Jahre 2008 hatte das Unternehmen lange Zeit verlustreich gearbeitet und konnte die roten Zahlen erst im zweiten Quartal 2016 hinter sich lassen. Im zweiten Halbjahr sei schließlich die Gewinnzone (Ebitda) erreicht worden. Letzten September hatte Airbnb verkündet, etwa 555 Millionen Dollar Kapital gesammelt zu haben. Laut Insidern hätten nun weitere 447,85 Millionen zur Aufstockung in Milliardenhöhe geführt. Der amerikanische Sender CNBC bewertete das Start-Up inzwischen auf 31 Milliarden US-Dollar.

Umstrittenes wie rasantes Start-Up

Airbnb begeistert jährlich Millionen Nutzer mit seiner Vermittlung von privatem Wohnraum. Inzwischen bietet der Konzern Unterkünfte in 65.000 Städten und fast 200 Ländern an. Der Erfolg macht das Start-Up zum mittlerweile erfolgreichsten nach dem Fahrdienstanbieter Uber. Eine Gemeinsamkeit: Beide Unternehmen stehen seit Jahren in der Kritik. Die Hotelindustrie klagt, dass Airbnb ihr mit seinem Konzept irreparablen Schaden zufüge. Zudem beschweren sich Einwohner in beschaulichen wie begehrten Wohngegenden über Touristenströme und Unruhe.

Neben dem Datenschutz sehen auch Behörden Konflikte mit den Nutzern, die keine Steuern auf die Airbnb-Einnahmen zahlen, sowie in der Zweckentfremdung des Wohnraums. In Städten wie Berlin oder New York treibe Airbnb zum einen die Preise in die Höhe und sorge zudem für eine zusätzliche Verknappung des ohnehin geringen erschwinglichen Wohnraums. Ob der Konzern auch bald auf dem Aktienmarkt vertreten sein wird, ist noch nicht bekannt. Jedenfalls dürfte Airbnb trotz aller Kritik von einem weiteren Boom profitieren.

Quellen: Handelsblatt, Spiegel

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