Inflationsrate lässt Tagesgeldkonten gut dastehen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.01.2015

Tagesgeldkonten sind besser als ihr Ruf: Für Sparwillige kann sich die Anlage trotz Niedrigzins derzeit lohnen wie schon lange nicht mehr. Grund dafür ist die aktuelle Inflationsrate, die unter dem durchschnittlichen realen Tagesgeldzinssatz liegt. Damit beginnt 2015 äußerst zuversichtlich für alle Tagesgeld-Sparer.

Auch in Zeiten von Niedrigzinsen steht das Tagesgeld bei deutschen Sparern weiterhin hoch im Kurs. Zu Recht, denn die Entwicklung der realen Zinsen für Erspartes auf einem Tagesgeldkonto sind derzeit äußerst lukrativ: Der errechnete Mittelwert von 0,25 Prozent Zinsen erscheint im ersten Moment vielleicht niedrig, doch im Kontext der aktuellen Inflationsrate können Sparer damit derzeit eine positive Realrendite erlangen, berichtet der „Focus“.

Gute Realrendite für Tagesgeld-Sparer

Der Mittelwert von 0,25 Prozent Zinsen hat die Unternehmungsberatung Barkow Consulting auf Basis der Bundesbank-Trends beim Tagesgeld errechnet. Dieser Prozentsatz liegt über der aktuellen Inflationsrate. Lag diese im November 2014 noch bei 0,6 Prozent, sank sie nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Folgemonat Dezember auf 0,2 Prozent. Damit fiel die Inflation zuletzt schneller als der Zins. Im Vergleich war 2013 ein eher schlechtes Jahr für Tagesgeld-Sparer, denn während die niedrige Verzinsung immer weiter fortschritt, lag die Inflationsrate bei 2 Prozent. Das Jahr 2015 stimmt Sparer zu Beginn jedoch wesentlich zuversichtlicher: Die Anlageform Tagesgeldkonto ist derzeit attraktiv wie lange nicht.

Sparer orientieren sich am Normalzins und sind wenig risikobereit

Beim Anlegen von Geld wird oft vergessen, die reale Veränderung des Vermögens im Wechselspiel von Zins und Inflation im Auge zu behalten. Stattdessen neigen Sparwillige dazu, sich oft nur am Normalzins orientieren. So oder so ist die feste Geldanlage bei der Bank beispielsweise in Form von Tagesgeld noch immer sehr beliebt bei Verbrauchern und wird höher rentierlichen Anlageformen wie etwa Indexfonds vorgezogen. Empfehlenswert ist allerdings eine gute Mischung aus verschiedenen Formen.

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