Altersvorsorge: Deutsche sparen weniger für Rente

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 25.08.2016

Die Deutschen haben beim Sparen immer weniger die Altersvorsorge im Blick – das ergibt eine aktuelle Studie des Lebensversicherers Aegon. Demnach ist bei den deutschen Sparern die Motivation, selbst für die Rente vorzusorgen, aktuell wenig ausgeprägt. Viele sparen nur gelegentlich selbst etwas fürs Alter, manche verweigern dies komplett und vertrauen ganz auf das staatliche Rentensystem.

Die Deutschen sparen gern, haben dabei aber nicht unbedingt die Altersvorsorge im Blick. Das zeigt jetzt die Aegon-Ruhestandsstudie 2016. Immer weniger Bundesbürger sparen gewohnheitsmäßig für ihr Alter, viele setzen stattdessen auf das Rentensystem. Außerdem sinkt der Anteil derer, die sich ausreichend auf den Ruhestand vorbereitet fühlen.

Deutsche sparen viel – aber eher nicht für die Rente

Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, sparen laut der Studie aktuell nur noch 37 Prozent der Deutschen regelmäßig für die Altersvorsorge. Im Jahr 2012 waren es noch 45 Prozent, der weltweite Durchschnitt liegt derzeit bei 38 Prozent. Gleichzeitig fühlen sich immer weniger Menschen finanziell ausreichend auf den Ruhestand vorbereitet: Aktuell sind es 36 Prozent, 2012 waren es noch 43 Prozent. Dabei sparen die Deutschen grundsätzlich gern und viel. Laut der "Wirtschaftswoche" setzen die meisten dabei aber – ungeachtet sinkender Zinsen – lieber auf kurzfristig verfügbare Anlageformen wie Girokonten, Sparbücher und Tagesgeld. Auch Bausparverträge sind beliebter als die private Altersvorsorge.

Vertrauen in das Rentensystem noch vergleichsweise groß

Erst kürzlich hatte eine Studie des Finanzdienstleisters MLP ergeben: 62 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass das Rentenniveau weiter sinken wird. Wie nun die Aegon-Ruhestandsstudie zeigt, verlassen sich die Deutschen im internationalen Vergleich jedoch immer noch relativ stark auf das staatliche Rentensystem. Sie gehen im Durchschnitt sehr optimistisch davon aus, dass dieses später für 52 Prozent ihrer Rentenbezüge sorgen wird, während Sparer im weltweiten Durchschnitt nur von 46 Prozent ausgehen. Die Deutschen erwarten laut der Aegon-Studie weiter, dass durchschnittlich 17 Prozent der Altersbezüge über die betriebliche Altersvorsorge kommen und sie demnach für 31 Prozent selbst sparen beziehungsweise selbst vorsorgen müssen.

Altersvorsorge: Viele legen nur gelegentlich etwas zurück

71 Prozent der Deutschen sind laut der Aegon-Studie der Meinung, dass der Staat in seinem Rentensystem mehr Verantwortung für die Altersvorsorge übernehmen sollte. Viele würden auch mehr automatische Vorsorge durch den Arbeitgeber begrüßen. Dies könnte erklären, warum viele Deutsche nicht fortlaufend für die Rente sparen: 15 Prozent sparen nur gelegentlich (weltweiter Durchschnitt: 12 Prozent), 9 Prozent tun dies gar nicht (weltweit: 6 Prozent).

Quelle: Wirtschaftswoche

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