Angst der Bundesbürger vor Einbrüchen wächst

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.10.2016

Die gefühlte Bedrohung, Opfer eines Einbruchs zu werden wächst unter den Deutschen. Und tatsächlich ist die Zahl der Einbrüche in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das gilt nicht nur für die reine Anzahl der Einbrüche, auch die Höhe der dabei entstandenen Schäden ist gestiegen. Einbruchschutz wird also ein immer wichtigeres Thema.

Immer mehr Bundesbürger befürchten Einbrüche in ihre vier Wände – das zeigt eine Allensbach-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Demnach hat vor allem die sogenannte „Generation Mitte“, also die 30- bis 59-Jährigen, Angst davor, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden. Der Verband betont deshalb die Wichtigkeit von Einbruchschutz.

Sorge der Bundesbürger nimmt zu

Während in der Umfrage im vergangenen Jahr nur 28 Prozent der befragten 30- bis 59-Jährigen erklärt hatten, Einbrüche oder Diebstähle zu befürchten, waren es aktuell schon 35 Prozent. Außerdem gaben zehn Prozent an, selbst bereits negative Erfahrungen mit Einbrechern gemacht zu haben, über 40 Prozent haben Einbruchopfer im Freundes- oder Bekanntenkreis. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer glaubt aber auch, dass es möglich ist, mit Einbruchschutz diese Form der Kriminalität wirksam zu bekämpfen.

Auch die Zahl der Einbrüche steigt

Wie der GDV mitteilt, steht der wachsenden Sorge der Deutschen auch eine tatsächliche Zunahme von Einbrüchen gegenüber: In den vergangenen fünf Jahren ist ihre Zahl um 30 Prozent gestiegen, die Leistungen der Versicherer haben sogar um 50 Prozent zugenommen. 2015 wurden etwa 160.000 versicherte Wohnungseinbrüche gemeldet. Der entstandene Schaden betrug insgesamt 530 Millionen Euro. Wie der Verband mit Bezug auf die polizeiliche Kriminalstatistik mitteilt, erfolgte bei den Einbrüchen 2015 ein Zuwachs von knapp zehn Prozent gegenüber 2014. Einen besonders starken Anstieg gab es mit 53 Prozent in Thüringen, doch auch in Rheinland-Pfalz, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Brandenburg waren Anstiege im zweistelligen Prozentbereich zu verzeichnen.

GDV gibt Hinweise zum Einbruchschutz

Wenn das Einbruchopfer über eine Hausratversicherung verfügt, kommt diese für den entstandenen Schaden auf. Der GDV weist aber darauf hin, dass ein ideeller Schaden nicht zu ersetzen ist und oft auch psychische Folgen auftreten, wenn sich Einbruchopfer zum Beispiel zu Hause nicht mehr sicher fühlen. Deshalb rät der Verband zu vorbeugenden Maßnahmen zum Einbruchschutz, zum Beispiel durch sichtbare Alarmanlagen und Bewegungsmelder im Außenbereich. Wertsachen sollten am besten in einem Safe aufbewahrt werden. Der Verband macht zudem darauf aufmerksam, dass die meisten Einbrüche zwischen Oktober und März stattfinden, also in der dunklen Jahreszeit. Wer also über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen nachdenkt, sollte möglichst bald handeln. 

Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft

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