Arbeitslosenzahl im Mai so niedrig wie zuletzt vor 26 Jahren

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.06.2017

Eine Wirtschaft auf Höchstniveau und die spürbare Frühjahrsbelebung haben die Zahl der Arbeitslosen, sowohl im Vergleich zum Vorjahreswert als auch zum April, deutlich gedrückt. Saisonbedingt liegt die Erwerbslosenquote im Mai bei 5,6 Prozent und damit so niedrig wie seit 26 Jahren nicht mehr. Nach neusten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit nur 2,498 Millionen Deutsche als arbeitslos gemeldet.

Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, hat die Zahl der Erwerbslosen diesen Mai ein 26-Jahres-Tief erreicht. Zuzuschreiben ist die Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent der boomenden Wirtschaft und einer saisontypischen Frühjahrsbelebung. Mit nur 2,498 Millionen Erwerbslosen liegt der Wert im Mai sowohl im Vergleich zum Vorjahreswert als auch im Vergleich zum April deutlich niedriger.

Günstige Entwicklung des Arbeitsmarktes

Seit 1991 lag die Zahl der Arbeitslosen nicht mehr so tief wie in diesem Mai. Nach neusten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sank die Ziffer um 71.000 auf 2,498 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahreswert waren somit ganze 166.000 Menschen weniger ohne eine Erwerbstätigkeit. Mit Blick auf die Arbeitslosenquote, die um 0,2 Punkte auf 5,6 Prozent sank, stellt Detlef Scheele, der Vorstandschef der Bundesagentur, eine optimistische Diagnose: „Bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt weiter günstig".

Während die Zahl der Beschäftigten wuchs und sich auch die Nachfrage nach Arbeitskraft auf weiterhin sehr hohem Niveau befindet, gibt es saisonbereinigt einen Rückgang. Nach Abzug der typischen saisonalen Effekte, zum Beispiel durch die Aufstockung in der Außenarbeit, dem Bau, dem Tourismus oder der Gastronomie im Vergleich zum Winter, liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 2,536 Millionen. Insgesamt sind somit 9.000 Menschen weniger ohne einen Job – 5.000 im Westen und 4.000 im Osten des Landes.

Weiterhin gute Aussichten

Fachleute glauben, dass die Erwerblosenzahlen im Mai auch ohne jahreszeitliche Sondereffekte gefallen wäre. Insgesamt wird der Bundesrepublik eine starke Konjunktur diagnostiziert und Volkswirte rechnen auch weiterhin mit einem stabilen Plus. Dazu tragen vor allem eine erholte Weltkonjunktur und die deutschen Exportrekorde bei. Für die Anzahl der Arbeitslosen sehen die Experten einen sich so fortsetzenden Trend. Bislang lassen die Daten an einen Jahresschnitt glauben, der ebenfalls unter der 2,5-Millione-Marke liegt.

Weitere Meldungen im Überblick

  • Deutsche Inflation flaut ab: Der Preisauftrieb ist hierzulande auf die Bremse gestiegen. Im Mai ging die Jahresinflationsrate um 0,5 Punkte auf 1,5 Prozent zurück. Die Inflation liegt damit wieder auf dem niedrigsten Wert seit November 2016.
  • Millionenstrafe bei Deutscher Bank: Der Skandal um die nicht verhinderte Geldwäsche in Russland kommt die Deutsche Bank teuer zu stehen. Das Kreditinstitut muss eine Zahlung von 42 Millionen Dollar leisten.
  • Tiefrote Zahlen bei Uber: Der Fahrdienstvermittler machte im ersten Quartal einen Verlust von 708 Millionen Dollar. Für Uber ein Aufwärtstrend - die Umsätze stiegen um 18 Prozent, während das Minus im Vorquartals-Vergleich um 283 Millionen sank.

Quelle: Zeit, Spiegel

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