Arbeitslosenzahl steigt im Januar auf knapp 3 Millionen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.02.2017

Saisonbedingt steigen im Januar auch 2017 die Arbeitslosenzahlen. Der erste Monat des Jahres gilt als schwierige Zeit für den Arbeitsmarkt und so verzeichnet die Bundesagentur für Arbeit 209.000 Erwerbslose mehr als noch im Dezember 2016. Doch obwohl die Gesamtzahl damit auf 2,777 Millionen anwächst, ist von einem guten Start ins neue Jahr zu sprechen. Im Vergleich zu 2016 liegt die Zahl der Jobsuchenden zum Jahresbeginn um 143.000 niedriger und zeigt keinen so starken Anstieg wie üblich. Insgesamt ist die Arbeitslosenquote um 0,5 Prozentpunkte auf insgesamt 6,3 Prozent gestiegen.

Die Winterpause erhöht auch in diesem Jahr die Arbeitslosenzahlen. Um 0,5 Prozent auf 6,3 Prozent gestiegen, liegt die von der Bundesagentur für Arbeit verzeichnete Gesamtzahl zum Jahresbeginn bei 2,777 Millionen.

Der typische Aufwärtstrend in den Wintermonaten fällt 2017 jedoch schwächer aus als in vergangenen Jahren. Die Zahl der Jobsuchenden im Januar liegt im Vergleich zum Vorjahr um 143.000 niedriger. Dadurch gilt der Start ins neue Jahr für den Arbeitsmarkt als geglückt.

Die Zahlen im Überblick

Die höheren Erwerbslosenzahlen zu Anfang des Jahres haben in erster Linie jahreszeitliche Gründe. In der Winterpause kehrt Ruhe ein auf Deutschlands Baustellen sowie in anderen Außenberufen und zehntausende Arbeitnehmer bleiben vorübergehend ohne Job. Werden die Zahlen saisonbereinigt betrachtet, so ist hingegen ein Rückgang der Erwerbslosen zu beobachten. Ohne jahreszeitliche Einflüsse lag die Zahl im Januar bei 2,605 Millionen und damit um gut 26.000 niedriger als zum Ende des Jahres.

In den letzten drei Jahren stieg die Arbeitslosigkeit zum Jahreswechsel im Schnitt um gut eine Viertelmillion Erwerbslose an. Damit beginnt 2017 als gutes Jahr für den Arbeitsmarkt. Im Allgemeinen sind die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen gewachsen und die Zahl der Erwerbstätigen stieg bereits zum Dezember auf 43,59 Millionen an.

Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften ist so hoch wie nie. Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnete 647.000 offene Stellen und damit gut 66.000 mehr als noch vor einem Jahr.

Krisensicherer Arbeitsmarkt: So viele freie Stellen wie nie

Ökonomen zufolge zeigt der Rückgang der Arbeitslosen, dass Effekte durch Trump und Brexit den Arbeitsmarkt kaum berühren. Trotz der Winterdelle ist der Bedarf an Kräften unverändert hoch. Dies zeichne den deutschen Arbeitsmarkt als krisenresistent gegen weltpolitische Veränderungen aus.

Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnet branchenübergreifend eine höhere Nachfrage nach Arbeitskräften als je zuvor. Am stärksten sei der Bedarf in unternehmensnahen Dienstleistungsberufen, der Industrie, dem Handel und Baugewerbe.

Quellen: Zeit, Spiegel, Tagesschau

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