Arbeitslosigkeit sinkt, Inflation steigt

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.04.2015

Die Wirtschaft in Deutschland wächst weiter und sorgt für eine geringe Arbeitslosigkeit. Auch die wieder steigende Inflationsrate spricht für eine gesunde Volkswirtschaft. Zuletzt entwickelte sich die deutsche Konjunktur zwar auch stetig, jedoch fürchtete vor allem die EZB, dass dem EU-Raum und damit auch Deutschland eine Deflation drohen könnte.

Ob nun durch die Anleihenkäufe der EZB oder die steigenden Energiepreise, am Ende des Monats März blicken deutsche Verbraucher auf leicht erhöhte Verbraucherpreise. Auch wenn die Inflationsrate auf niedrigem Niveau anzog, wirkt die Entwicklung Deflationsängsten entgegen und unterstreicht die stabile Wirtschaftslage. Letztere zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit ist im vergangenen Monat voraussichtlich unter die Marke von drei Millionen Erwerbslosen gesunken.

Arbeitslosigkeit geht weiter zurück

Konjunkturforscher und Volkwirte deutscher Großbanken waren bereits davon ausgegangen, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland weiter abnehmen würde. Die Experten hatten berechnet, dass die im Laufe des Monats März nochmals um rund 10.000 Menschen zurückgehen würde. Die aktuell von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten offiziellen Zahlen bestätigen die Berechnungen und zeigen sogar ein noch positiveres Ergebnis. Demnach waren im März lediglich 2,9 Millionen Menschen ohne Job. Das bedeutet:

  •  123.000 weniger Arbeitslose als zum Vorjahreszeitpunkt.
  •  85.000 weniger als im Vormonat.
  •  die Arbeitslosenquote beträgt damit aktuell 6,8 Prozent.

Die Großbanker hatten laut „Spiegel“ eine Arbeitslosenzahl von 2,94 Millionen Menschen berechnet.

Bereits vor wenigen Tagen hatte die Bundesagentur für Arbeit berichtet, dass es im März so viele freie Stellen gegeben habe wie seit elf Jahren nicht mehr. Die Behörde erklärte das große Angebot auf dem Arbeitsmarkt mit den optimistischen Ausblicken der Unternehmen aufgrund einer insgesamt positiven Grundstimmung.

Inflationsrate lässt Sparer bangen

Während die gesunkene Arbeitslosigkeit alle Verbraucher erfreuen dürfte, sorgt eine zweite Nachricht für gemischte Gefühle. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhöhte sich die Inflationsrate im März auf 0,3 Prozent. Damit stiegen die Verbraucherpreise den zweiten Monat in Folge leicht an (0,1 Prozent im Februar). Für Wirtschaft und EZB sollte diese Entwicklung ein Schritt in die richtige Richtung sein. Sie streben eine Inflationsrate von knapp 2 Prozent an, um günstige Bedingungen für unternehmerische Investitionen zu schaffen. Die EZB hatte zuletzt zu drastischen Mitteln gegriffen, um einer Deflation entgegenzuwirken.

Sparer hingegen könnten durch eine sich normalisierende Inflationsrate vor altbekannte Probleme gestellt werden: Während die weiterhin auf klassische Sparanlagen gewährten Minizinsen die niedrige und teilweise negative Inflation in den letzten Monaten ausgleichen konnten, reichen sie kaum aus, um einer „normalen“ Inflationsrate etwas entgegenzusetzen. Sparer müssen daher verstärkt über alternative, renditestärkere Anlageformen nachdenken und per Geldanlage-Vergleich auf die Suche gehen, um einen langfristigen Wertverlust zu vermeiden.

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