Augen auf beim Kfz-Versicherungswechsel

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.11.2016

Kurz vor dem Stichtag am 30. November noch schnell einen Kfz-Versicherungswechsel über die Bühne zu bringen, kann die Unterhaltskosten für das eigene Fahrzeug im kommenden Jahr deutlich senken. Stiftung Warentest konnte in einem aktuellen Test Preisunterschiede von bis zu knapp 1.000 Euro feststellen. Allerdings ist der Preis nur eine Seite der Medaille, ausreichender Versicherungsschutz die andere.

Nicht jedes Versicherungsschnäppchen sichert Autofahrer zuverlässig ab. Statt vorschnell einen Kfz-Versicherungswechsel übers Knie zu brechen, sollten sich Autobesitzer daher Zeit nehmen, die Vertragsbedingungen der einzelnen Policen gründlich unter die Lupe zu nehmen. Ansonsten besteht die Gefahr, im Schadensfall wegen ungenügenden Versicherungsschutzes draufzuzahlen, statt zu sparen. Ein entscheidender Faktor sind die Deckungssummen in der Kfz-Haftplicht. Hierfür existieren gesetzliche Vorgaben: 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 1,12 Millionen Euro für Sachschäden und maximal 50.000 Euro für Vermögensschäden. Diese gelten jedoch als nicht mehr zeitgemäß. Beim Wechsel der Kfz-Versicherung sollten daher Anbieter bevorzugt werden, die pauschale Versicherungssummen im mehrstelligen Millionenbereich anbieten.

Auf umfassenden Versicherungsschutz bei Tierunfällen achten

Wildunfälle haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Standardmäßig werden Zusammenstöße mit Wildtieren wie Rehen oder Wildschweinen zwar durch die Vollkasko und Teilkasko abgedeckt. Bei manchen Anbietern erstreckt sich der Versicherungsschutz allerdings ausschließlich auf Haarwild. Sorgen andere Tiere für Schäden am Fahrzeug, beispielsweise eine ausgebüxte Schafherde oder ein durchgegangenes Pferd, werden diese Fälle nicht von der Versicherung reguliert. Daher sollten insbesondere Autobesitzer in ländlichen Regionen darauf achten, dass der Versicherungsschutz bei Tierunfällen sich auf alle Wirbeltiere erstreckt.

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Bestätigung der Schadenfreiheitsklasse vor Kfz-Versicherungswechsel

Unerwartet teuer kann ein Kfz-Versicherungswechsel auch werden, wenn sich die Schadensfreiheitsklasse beim Wechsel erhöht. Nach Informationen der Verbraucherzentrale ist es in der Vergangenheit vorgekommen, dass der bisherige Versicherer dem neuen Anbieter eine ungünstigere Einstufung übermittelt hat, als auf der Beitragsrechnung genannt war. Vor einem Kfz-Versicherungswechsel ist es für Autobesitzer daher ratsam, vom aktuellen Anbieter eine schriftliche Bestätigung einzuholen, welche Schadensfreiheitsklasse dem neuen Versicherer genannt wird.

Rückstufungen als Kostenfalle

Die durch den Kfz-Versicherungswechsel gesparten Kosten können allerdings schnell schwinden, wenn der neue Versicherer im Schadensfall extreme Rückstufungen vornimmt. Hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Anbietern. Während sich manche Versicherer sehr kulant zeigen und nur moderate Rückstufungen bei einem Schaden vornehmen, sind die Schritte bei anderen Assekuranzen deutlich extremer. Daher empfiehlt es sich, vor einem Kfz-Versicherungswechsel Rückstufungstabellen zu beschaffen oder zumindest die entsprechenden Vertragsklauseln aufs Genaueste zu lesen. Auf Nummer sicher gehen Autobesitzer mit einem sogenannten Rabattschutz: Bei einer solchen Klausel verteuert sich der Versicherungsschutz nach einem Schaden nicht, die alte Schadenfreiheitsklasse bleibt bestehen. Hierfür wird bei vielen Anbietern allerdings ein Aufpreis fällig. 

Quellen: N24, Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest

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