Auto-Antriebe: Erdgas führt die Liste an

Zuletzt aktualisiert am 29.08.2019

Wird der gesamte Lebenszyklus eines Autos in Hinblick auf die Entstehung von Treibhausgas-Emissionen betrachtet, gewinnt ein momentan selten im Fokus stehender Antrieb. Es ist das Erdgas-Auto, wie jetzt eine für den ADAC durchgeführte Studie zeigte.

Das Joanneum Research Forschungsinstitut fand heraus, dass der bei der Fahrzeugherstellung entstehende „Treibhaus-Rucksack“ bei E-Autos erst sehr spät wieder ausgeglichen ist. Eine Ausnahme bilden lediglich Stromfahrzeuge mit Antrieb aus regenerativen Energien.

Kfz-Lebenszyklus im Blick

Der Klimaschutz ist überall im Fokus – auch und gerade in der Automobilindustrie. Immerhin ist die Frage, welcher Kfz-Antrieb am besten für die Umwelt ist, noch immer nicht eindeutig geklärt.

Der ADAC hob kürzlich hervor, dass für die tatsächliche Klimabilanz der Antriebsarten alle Energieaufwendungen betrachtet werden müssen, die ein Auto in seinem kompletten Lebenszyklus bedingt. Also sollte bei der Suche nach dem umweltfreundlichsten Antrieb nicht nur der CO2-Ausstoß beim Fahren betrachtet werden.

Neben den Treibhausgas-Emissionen, die bei der Fahrzeugnutzung entstehen und momentan Debatten um Diesel-Verbote oder Umweltzonen entfachen, sollen auch Emissionen bei der Herstellung des Fahrzeugs und dessen Recycling beleuchtet werden. Weiterhin spielt bei der Auswertung eine Rolle, was genau bei der Herstellung und Bereitstellung des Antriebsmaterials für das Auto passiert.

Erdgas noch vor E-Auto

Werden all diese Faktoren betrachtet, schneidet ein momentan noch eher selten vertretenes Automodell am besten ab: das Erdgas-Auto. Bei der Verwendung des deutschen Strommixes liegt seine Bilanz über den gesamten Lebenszyklus noch vor dem viel beworbenen Elektro-Auto. Der Grund: Die Herstellung der Batterie für das strombetriebene E-Fahrzeug bringt eine solch negative Umweltbilanz mit sich, dass sich diese erst nach deutlich längerer Nutzung des Fahrzeugs wieder „amortisiert“. Beim Erdgas-Auto geschieht dies schneller. Eine Ausnahme bilden lediglich E-Autos mit regenerativem Strom als Antrieb.

Diese spannenden Ergebnisse brachte eine Studie zutage, die durch das Forschungsinstitut Joanneum Research durchgeführt wurde. Im Fokus der Auswertung für den ADAC standen Fahrzeuge der „Golfklasse“ mit einer 15-jährigen Gesamtlebensdauer sowie einer jährlichen Fahrt von 15.000 Kilometern – und natürlich verschiedenen Antrieben.

Quelle: adac.de

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