Autokauf: Verhandlungen keine Lieblingsbeschäftigung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.09.2017

Nicht alles beim Autokauf ist für Verbraucher ein Wohlfühlerlebnis. Dies zeigt der aktuelle „Trend-Tacho“ der Sachverständigenorganisation KÜS und der Fachzeitschrift kfz-betrieb. Der Studie zufolge würden 20 Prozent der befragten Interessenten den Kaufverhandlungen gar einen Zahnarzttermin vorziehen. Dabei kann durch geschicktes Feilschen beim Kaufpreis gespart werden. Der TÜV Nord rät deshalb auch zu einer gewissenhaften Vorbereitung der Preisverhandlung.

Wenn Autointeressenten den Zahnarzttermin einem Gespräch beim Händler vorziehen, ist es mit der Kauf-Freude nicht weit her. In der Studie „Trend-Tacho“ der Sachverständigenorganisation KÜS und der Fachzeitschrift kfz-betrieb gaben dies immerhin 20 Prozent der Befragten an. Für die Verbraucher wird das Autohaus zur Abholstelle, denn die Recherche findet mehr im Internet als im Beratungsgespräch statt.

Verbraucher informieren sich vorab online

Um den Aufenthalt beim Autohändler so kurz wie möglich zu halten, steht die eigene Recherche im Internet hoch im Kurs. Somit können 60 Prozent der Befragten mit sehr genauen Vorstellungen über Marke und Modell aufwarten.

Mögliche Gründe hierfür könnten vergangene Erfahrungen sein: Rund 40 Prozent der befragten Neuwagenkäufer gaben an, mindestens einmal ein „negatives Erlebnis“ mit einem Verkäufer gehabt zu haben. Jeder Fünfte ziehe es sogar vor „zum Zahnarzt gehen, als mit einem Automobilverkäufer über einen Kaufvertrag verhandeln“.

Dabei bietet gerade die Verhandlung des Kaufvertrages Sparpotenzial; eine gute Vorbereitung kann sich also auszahlen. Zu einer ausführlichen Vorbereitung vor den Preisverhandlungen – auch in Hinblick auf die Finanzierung, etwa durch einen Autokredit –  rät derweil auch der TÜV Nord.

Preisverhandlungen ausführlich vorbereiten

Bei aller Recherche sind die Preisverhandlungen weiterhin mit den Verkäufern zu führen. Tipps zum Autokauf gibt es dazu seitens des TÜV Nord.

So sollten Käufer das erste Angebot des Händlers ablehnen. Je höher dieser anfängliche „Anker“ ausfalle, desto mehr müssten die Interessenten letztlich zahlen.

Für mehr Sicherheit bei den Verhandlungen sollten Käufer im Vorfeld zudem Alternativangebote prüfen. Das genannte Gegenangebot müsse so gewählt werden, dass der gewünschte Preis etwa in der Mitte der beiden Vorstellungen liege.

Die Taktik des Schlechtredens zum Drücken des Preises verspricht jedoch wenig Erfolg. Statt mit dieser Strategie Trotz und Ärger zu riskieren, sollten Interessenten lieber ein persönliches Preislimit und gegebenenfalls Enttäuschung über den abweichenden Zustand des Wagens äußern.

Quellen: Motorzeitung, RP-Online

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