Autoschutzbrief bei Versicherern meist günstiger

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.03.2015

Täglich machen Pannen Autofahrern auf dem Weg zur Arbeit oder in den Urlaub einen Strich durch die Rechnung. Häufig muss ein Pannenhelfer her – gut, wenn dann zur Abwicklung ein Autoschutzbrief vorhanden ist. Wie eine Untersuchung von Stiftung Warentest ergeben hat, sind solche Schutzbriefe bei Versicherungen in vielen Fällen günstiger als die Angebote von Automobilclubs wie dem ADAC oder AvD.

Etwa 40 Millionen Menschen möchten offenbar nicht auf einen Autoschutzbrief verzichten: So viele Fahrer besitzen in Deutschland eine Police, die ihnen im Pannenfall schnelle und unkomplizierte Hilfe verspricht, meldet Stiftung Warentest. Schutzbriefkunden würden dabei vor allem den Komfort schätzen, denn springt das Auto nicht mehr an, naht nach einem simplen Anruf beim Anbieter meist schnelle Hilfe.

Kosten für Autoschutzbrief: Versicherer unterbieten Automobilclubs

Stiftung Warentest untersuchte 77 Angebote von Versicherern und die von acht Automobilclubs – Voraussetzung war dabei, dass die Schutzbriefe mindestens europaweit gelten. Marktführer unter den Clubs für Autofahrer ist der ADAC mit 18,9 Millionen Mitgliedern. Einen Autoschutzbrief bei einer Versicherung haben hingegen 26,8 Millionen Verbraucher. Doch nicht nur in Sachen Vertragszahlen unterscheiden sich die Automobilclubs von den Versicherern – auch beim Preis bestehen große Unterschiede.

Stiftung Warentest fand heraus, dass Kunden beim Anbieter für ihre Kfz-Versicherung einen Autoschutzbrief in der Regel günstiger erhalten können als bei einem Automobilclub. Während eine Mitgliedschaft beim ADAC mit einem Jahresbeitrag zwischen 84 und 134 Euro zu Buche schlägt, bieten einige Versicherer den Autoschutzbrief schon ab 5 Euro pro Monat an. Die Mitgliedschaft in einem Automobilclub umfasst neben der Pannen- und Unfallhilfe jedoch viele weitere Dienstleistungen, welche die tendenziell höheren Preise rechtfertigen.

Voraussetzungen für Autoschutzbrief bei Versicherern

Um einen Autoschutzbrief bei einem Versicherer zu erhalten, gelten in der Regel einige Voraussetzungen. Zumeist muss der Kunde beispielsweise eine Kfz-Haftpflicht bei diesem Unternehmen abgeschlossen haben – nur wenige Versicherer bieten Autoschutzbriefe für Fremdkunden an. Die Anbieter, deren Autoschutzbrief auch losgelöst von der Kfz-Versicherung erhältlich ist, verlangen dafür deutliche höhere Beiträge als im Rahmen einer Versicherung. Auch Alter und Zustand des Fahrzeugs spielen nach Erkenntnissen der Stiftung Warentest eine Rolle: Einige Versicherer lehnen etwa Autos ab, die älter als zwölf Jahre sind.

Zuverlässigkeit kein Thema bei der Entscheidung zwischen Versicherer und Automobilclub

Für welche Variante sich Verbraucher, die einen Autoschutzbrief abschließen möchten, entscheiden, bleibt letztlich eine persönliche Entscheidung. Ausschlaggebend ist die Abwägung von Kosten und den Bedürfnissen in Sachen Serviceumfang. Fest steht: Die Zufriedenheit von ADAC-Kunden etwa ist sehr hoch. Auch die jüngste Imagekrise des Automobilclubs bringt Mitglieder nicht davon ab, die ADAC-Pannenhilfe zu loben: „Mir wurde problemlos geholfen“, erklärt zum Beispiel „Finanztest“-Leser Rainer Schirmer im Gespräch mit Stiftung Warentest.

Im Schnitt seien die „gelben Engel“ innerhalb von 45 Minuten vor Ort. Das von Versicherern und einigen anderen Automobilclubs gestartete Angebot „Assistance Partner“ ist ähnlich zuverlässig. 2014 seien die Pannenhelfer in etwa 80 Prozent der Fälle innerhalb einer Dreiviertelstunde zur Stelle gewesen. Die Kooperation mit externen Unternehmen ist bei der durch einen Autoschutzbrief vermittelten Pannen- und Unfallhilfe übrigens gang und gäbe – sowohl beim ADAC und anderen Automobilclubs als auch bei den Versicherungen.

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