BAföG-Erhöhung geplant: Ausgaben der Studierenden im Blick

Zuletzt aktualisiert am 16.11.2018

Die Kosten für den Lebensunterhalt steigen für Studenten – besonders in Großstädten wie München reicht der bisherige BAföG-Satz nicht aus. Daher plant Bildungsministerin Anja Karliczek von der CDU eine Erhöhung, die Ende 2019 in Kraft treten soll.

Doch wofür geben Studierende ihr Geld aus und wie finanzieren sie bislang hauptsächlich ihr Studium? Das beleuchtet nun eine aktuelle Studie des Moses Mendelssohn Instituts. Dabei zeigen sich regional bedingte Unterschiede.

Zu wenig Geld im Monat verfügbar: BAföG-Reform könnte helfen

Durchschnittlich 918 Euro pro Monat waren im Sommersemester 2016 für die Studierenden verfügbar. Das reicht aber nur in 76 von 96 untersuchten Städten zum Leben aus, verrät eine Studie, die das Moses Mendelssohn Institut jetzt durchführte. So konnte gerade in begehrten Hochschulstädten wie Berlin, Hamburg oder München nicht alles mit diesem Budget finanziert werden. Studierende, die ihren Lebensunterhalt durch BAföG bestreiten, könnten aber bald aufatmen. Ende 2019 soll der Höchstsatz von bisher 735 Euro auf knapp 850 Euro monatlich ansteigen. Das hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek kürzlich entschieden – und die Eckpunkte für die Reform bereits festgelegt. Weitere Änderungen betreffen das Wohngeld von Studierenden, die außerhalb des Elternhauses leben; dieses wird von 250 auf 325 Euro monatlich erhöht.

Unterschiedliche Einnahmequellen von Studierenden: Eltern auf Platz 1

Immerhin ein gutes Viertel aller Studierenden würde von der Reform profitieren. So hoch ist die Zahl der Studierenden, die aktuell BAföG beziehen. Der Großteil (86 Prozent) erhält die Finanzspritze aber nach wie vor von den eigenen Eltern, fast zwei Drittel haben außerdem während des Studiums einen Nebenjob. Ein Fünftel trägt die anfallenden Kosten durch die Unterstützung anderer Verwandter als der Eltern oder durch eigene Ersparnisse bzw. einen Studienkredit. Benötigt werden die Einnahmen vor allem für die Unterkunft, die von einem WG-Zimmer bis hin zur ersten eigenen Wohnung reicht. Regional bedingt ergeben sich auch hier deutliche Kostenunterschiede; am günstigsten leben Studierende demnach in Chemnitz oder Ilmenau. An zweiter Stelle für die Hauptausgaben stehen Lebensmittel sowie die Kosten für das eigene Auto oder die Fahrkarte zur Universität.
Durch eine schrittweise Erhöhung der Einkommensfreibeträge wird durch Kaliczeks Reform nicht nur mehr BAföG ausgezahlt, auch der Empfängerkreis steigt an. So profitieren beispielsweise auch Studierende mit einem regelmäßigen Arbeitseinkommen bis zu einer gewissen Grenze von der Möglichkeit, BAföG zu beziehen.

Quellen: moses-mendelsohn-institut.de; augsburger-allgemeine.de

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