Private Banken senken Einlagensicherung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.01.2015

Seit Jahresbeginn gelten neue niedrigere Grenzen für die Einlagensicherung privater Banken. Die Garantiegrenzen wurden um zehn Prozent gesenkt. Noch besteht für Privatanleger wenig Grund zur Sorge, sollte ihre Bank in Schieflage geraten. Weitere Absenkungen der Garantiegrenzen sind allerdings bereits geplant.

Zum 1. Januar 2015 hat der Bundesverband deutscher Banken die Garantiegrenzen für Einlagen bei den 165 angeschlossenen Geldinstituten herabgesetzt. Bisher sagten die Banken ihren Kunden eine Einlagensicherung in Höhe von 30 Prozent ihres Eigenkapitals zu, seit Jahresbeginn liegt die Garantiegrenze nur noch bei 20 Prozent. Die Garantiegrenzen sollen in den kommenden zehn Jahren sukzessive auf 8,75 Prozent abgesenkt werden.

Kappung der Garantiegrenzen bei kleinen Banken kritisch

Privatkunden großer Geldinstitute dürfte die Senkung der Garantiegrenzen kaum betreffen. Bei der Deutschen Bank sind nach Informationen der FAZ Einlagen pro Kunde seit Jahresbeginn bis zu einer Höhe von acht Milliarden Euro gesichert, zuvor betrug die Einlagensicherung zwölf Milliarden. Kritisch könnte es jedoch werden, wenn eine der kleineren Banken im Bankenverband in Schieflage geraten sollte. Diese sind gesetzlich verpflichtet, Eigenkapital in Höhe von mindestens fünf Millionen Euro vorzuhalten. Pro Kunde sind derzeit also noch Einlagen bis zu einer Million Euro abgesichert. Bei der geplanten Garantiegrenze von 8,75 Prozent würde die Einlagesicherung allerdings nur noch 437.500 Euro betragen. Kunden mit großem Vermögen sollten also prüfen, ob eine ausreichende Sicherung ihrer Einlagen besteht.

Erweiterung der Einlagensicherung durch den Gesetzgeber

Der Durchschnittssparer muss sich hingegen keine Sorgen um seine Einlagen auf Sparbüchern sowie Tagesgeld-und Festgeldkonten machen. Neben dem  Sicherungsfonds der Geldinstitute sind Spareinlagen auch durch den Gesetzgeber abgesichert. Ist ein Geldinstitut insolvent, sind für jeden Kunden per Gesetz Einlagen bis zu 100.000 Euro gesetzlich abgesichert. Im vergangenen November hat die Bundesregierung die gesetzliche Einlagensicherung in Sonderfällen, beispielsweise nach einem Immobilienverkauf, sogar auf 500.000 Euro erhöht.

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