Bankgebühren für Karten und Überweisungen steigen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.02.2016

Die Kunden vieler Kreditinstitute müssen sich aktuell mit steigenden Bankgebühren abfinden. Banken und Sparkassen wollen so ihre Kosten durch die Negativzinsen der EZB an ihre Kunden weitergegeben. Betroffen sind je nach Bank die Kosten für Karten und Überweisungen, aber auch die Kontoführungsgebühren. Teilweise erfolgen diese Steigerungen verdeckt, sodass Bankkunden aufmerksam sein sollten.

Für einige Kunden steigen aktuell die Bankgebühren. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet, sind davon vor allem die Entgelte für Überweisungen und Bankkarten betroffen. Aber auch die Kontoführungsgebühren für Girokonten werden bei einigen Banken und Sparkassen erhöht. Hintergrund sind die Negativzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB), die die Kreditinstitute auf diese Weise an ihre Kunden weitergeben.

Höhere Bankgebühren für die Kontoführung

Bei einigen Geldhäusern werden die jährlichen Kontoführungsgebühren erhöht, die für die Nutzung eines Girokontos anfallen. Manche bislang gebührenfreien Konten werden gebührenpflichtig oder die Kostenfreiheit wird an bestimmte Bedingungen geknüpft. Teilweise finden aber auch indirekte Gebührenerhöhungen statt.

So werden in einigen Fällen beispielsweise die Kontomodelle umgestellt: Es werden zusätzliche Leistungen eingeführt, die höhere Gebühren mit sich bringen. Experten empfehlen, in solchen Fällen besonders genau hinzuschauen, damit steigende Bankgebühren nicht unbemerkt bleiben. Negativzinsen für Privatkunden erhebt kaum eine Bank in Deutschland – anders in der Schweiz, wo das seit dem Jahreswechsel bei einigen Bankfilialen der Fall ist.

Überweisungen und Bankkarten werden teurer

Bei einigen deutschen Banken und Sparkassen müssen Kunden allerdings künftig für bestimmte Überweisungen zahlen, zum Beispiel wenn diese an einem Selbstbedienungsterminal vorgenommen werden. Manche Banken, bei denen dies bereits kostenpflichtig ist, haben die Gebühren dafür erhöht. Auch das Geldabheben für Fremdkunden ist bei einigen Instituten deutlich teurer geworden.

Einen weiteren Ansatzpunkt für die Erhöhung von Bankgebühren bieten die ausgegebenen Karten: So wird in manchen Fällen die Grundgebühr für Kreditkarten erhöht oder die Bankkarten zum Girokonto werden kostenpflichtig. Als Begründung geben die Kreditinstitute an, dass die Gebühren, die sie selbst für Kartenzahlungen durch Kunden vom Handel verlangen können, gesetzlich gedeckelt sind. Seit dem vergangenen Jahr dürfen sie in ganz Europa bei Bankkarten maximal 0,2 Prozent und bei Kreditkarten maximal 0,3 Prozent der zu zahlenden Summe betragen.

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