Bargeld immer noch Zahlungsmittel Nummer eins

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.12.2017

Einer Studie des Geldautomatenbetreibers Cardtronics zu Folge ist Bargeld im stationären Einzelhandel immer noch das beliebteste Zahlungsmittel. So zahlen 94 Prozent der 2.093 Befragten auf Wochenmärkten in bar, in kleineren Läden sind es 93 Prozent. Auch im Supermarkt ist das Bargeld mit 58 Prozent noch immer Spitzenreiter. Dabei zeigt sich zudem, dass Kunden im Einzelhandel bis zu 30 Prozent mehr Geld ausgeben, wenn sie kurz vorher Bargeld an einem Automaten abgehoben haben.

Wichtig ist die Studie insofern, als dass derzeit gerade auf dem Land immer mehr Banken ihre Filialen schließen. Das Problem: Geldautomaten sind hier nur rar gesät, Verbraucher müssen dann weite Wege auf sich nehmen, um überhaupt an Bargeld kommen zu können. So erscheint es kaum verwunderlich, dass 36 Prozent der Befragten in diesem Fall sogar die Bank wechseln würden.

Bargeld ist sicher und einfach

Aller Digitalisierung zum Trotz zahlen die Deutschen weiterhin am liebsten in bar. Weit mehr als die Hälfte aller Einkäufe in stationären Geschäften oder auf Märkten werden mit Münzen und Scheinen getätigt. Herausgefunden hat das eine Studie des unabhängigen Geldautomatenanbieters Cardtronics, der vom 03. Juli 2017 bis zum 05. Juli 2017 insgesamt 2.093 Personen zu ihrem Zahlungsverhalten befragte. Dabei gaben 46 Prozent der Befragten an, dass die Verwendung von Bargeld unkompliziert und schnell sei.

Immerhin 52 Prozent der Deutschen betrachten Bargeld als das sicherste Zahlungsmittel. Noch mehr Umfrageteilnehmer (58 Prozent) sehen in Bargeld auch eine Möglichkeit, ihre persönlichen Daten zu schützen. Wichtig sind diese Erkenntnisse vor allem für Banken, die momentan immer mehr Filialen schließen. Dadurch wird die Bargeldversorgung für viele Bankkunden immer schlechter. Ganze 37 Prozent der Deutschen würden das Kreditinstitut wechseln, wenn ihre Bankfiliale schließen und dafür kein neuer Bargeldautomat aufgestellt würde.

Auch für den Einzelhandel wichtig

Zudem zeigt die Studie auch, wie stark Geldautomaten und Einzelhandel in Zusammenhang stehen. Heben Verbraucher Geld von ihrem Girokonto ab und suchen danach einen Laden auf, geben sie bis zu 30 Prozent mehr Geld aus. Befindet sich kein Geldautomat in der Nähe des Geschäfts, entgeht den Händlern entsprechendes Umsatzpotenzial.

Quellen: Cardtronics, Wallstreet-Online

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