Barmer GEK und Deutsche BKK fusionieren zu BARMER

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.01.2017

Zum 1. Januar 2017 haben sich die beiden gesetzlichen Krankenversicherungen Barmer GEK und Deutsche BKK zusammengeschlossen. Damit vereint die neue Barmer Ersatzkasse bundesweit über 9,4 Millionen Versicherte. Versicherte der Deutschen BKK haben keine tiefgreifenden Änderungen zu erwarten. Jedoch sind ab dem neuen Jahr einige Details zu beachten.

Der Zusammenschluss hat von Seiten der ehemaligen Barmer GEK den Hintergrund, dass sich die gesetzliche Krankenkasse damit einen wachsenden Erfolg auf dem Markt sichern möchte. Sie begründet es damit, dass durch den Mitgliederzuwachs die Verhandlungsposition gegenüber Ärzten, Apotheken und Therapeuten verbessert wird. Auch die wachsenden Absatzmargen bei Arzneimittelherstellern helfen der Krankenkasse, günstige und qualitativ hochwertige Medikamente garantieren zu können. Die Deutsche BKK verhindert mit der Fusion eine Erhöhung der Krankenkassenbeiträge. Im Vergleich zu anderen Krankenkassen sitzt die Versicherung nämlich nicht auf hohen Geldreserven.

Das ändert sich für Mitglieder der Krankenversicherungen

Vorerst werden die Daten der beiden Versicherungen noch in getrennten EDV-Systemen verwaltet. Der endgültige technische Zusammenschluss erfolgt erst im Mai dieses Jahres. Deswegen können die Mitarbeiter der Krankenkassen derzeit nur eingeschränkt auf die Systeme der jeweils anderen Krankenkasse zugreifen. Versicherte, die eine Beratung benötigen, sollten sich also weiterhin an ihre bekannten Ansprechpartner wenden. Für Versicherte der ehemaligen Deutschen BKK wurde eine eigene Kontaktadresse mit Telefon- und Faxnummer sowie mit einer eigenen E-Mail-Adresse eingerichtet. 

Zudem hatte die Deutsche BKK bisher keine eigene Online-Geschäftsstelle. Die Versicherten können sich nun über den Online-Bereich der BARMER anmelden. Allerdings muss für die vollständige Nutzung aller Angebote vorerst die Zusammenführung der Kundendaten erfolgt sein. Der Service ist also im vollem Umfang ebenfalls erst ab Mai verfügbar. 

Ehemalige Kunden der Deutschen BKK bekommen nun auch neue Versichertenkarten zugestellt. Dieser Prozess wird auch erst ab Mai 2017 beginnen. Die BARMER weist darauf hin, dass sich die Zustellung über mehrere Wochen erstrecken kann, da über eine Million neue Karten ausgestellt werden müssen. Die alten Karten bleiben bis zum Erhalt der neuen gültig.

Das bedeutet der Zusammenschluss für Mitarbeiter

Ein erklärtes Ziel der Fusion beider Krankenkassen war, dass die Verwaltungskosten gesenkt werden sollen. Damit hängt zwangsläufig auch zusammen, dass Doppelarbeit gekürzt wird. Die BARMER ist immer noch mit dem Abbau von Stellen beschäftigt, welche durch die Fusion mit der GEK im Jahr 2010 entstanden. Insgesamt sollen 3.500 Vollzeitstellen wegfallen; die Anzahl der Vollzeitangestellten beläuft sich danach auf 11.500.

Quellen: Celler Presse, ÄrzteZeitung, FAZ, Barmer 

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