Basiskonten fallen im Test oft durch

Zuletzt aktualisiert am 12.11.2019

Jeder deutsche Bürger hat seit 2016 Anspruch auf ein Girokonto. Doch müssen Menschen ohne regelmäßiges Einkommen für das so genannte Basiskonto oft tief in die Tasche greifen. Die Stiftung Warentest zeigt: Basiskonten sind heute in vielen Fällen teurer als noch vor einigen Jahren.

Die Banken rechtfertigen sich mit einem erhöhten Aufwand, der bei der Kontoeröffnung entsteht. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Basiskonten mit geringer Kontoführungsgebühr sind ebenfalls vorhanden. Auch senkte eine Bank ihre Gebühren im Vergleich zu 2017.

Basiskonto kostet oft mehr als 200 Euro

Vor allem ein Kontomodell ist in Deutschland oft mit hohen Gebühren verbunden: das Basiskonto, auf das auch Menschen ohne Erwerbstätigkeit Anspruch haben. Dieses Konto umfasst lediglich Grundleistungen wie etwa Überweisungen und Lastschriften, außerdem erhält der Kontoinhaber eine Girocard. Eine Kreditkarte oder ein mögliches Darlehen sind nicht inbegriffen. Dieses Basiskonto, das keine Schufa-Abfrage bedingt und nur unter besonderen Bedingungen seitens der Bank abgelehnt oder gekündigt werden darf, hat aber den Haken der hohen Kosten. Wie eine Auswertung der Stiftung Warentest zeigt, sind sogar Gebühren jenseits der 200 Euro jährlich möglich. Zu den Banken mit Kosten oberhalb dieser Grenze gehören die Salzlandsparkasse, die Targobank, die Sparkasse Holstein und die Hannoversche Volksbank.

Auch kostenlose Modelle

Insgesamt 124 Banken und 185 Kontomodelle wurden von der Stiftung Warentest für die aktuelle Auswertung unter die Lupe genommen. Bei vielen Basiskonten sind im Vergleich zur Untersuchung im Jahr 2017 die Gebühren angehoben worden. Zwar blieb oftmals der Grundpreis gleich, dafür waren beispielsweise weniger Buchungen kostenfrei. Die Kosten wurden von Banken dadurch begründet, dass ein Basiskonto im Vergleich zum herkömmlichen Girokonto einen Mehraufwand in Sachen Beratung und Eröffnung mit sich bringt. Es gibt aber auch noch kostenlose Basiskonten, beispielsweise von der Sparda Baden-Württemberg und der PSD Karlsruhe-Neustadt. Weniger als 15 Euro pro Jahr zahlen außerdem Kunden der überregionalen Sparda München und der Sparda Südwest. Erstere erhebt für ein Basiskonto fünf Euro Gebühr, letztere 12 Euro. Weiterhin senkte der Testverlierer von vor zwei Jahren, die Bremische Volksbank, die monatlichen Gebühren immerhin um fünf Euro. Kunden zahlen hier nur noch 3,90 Euro pro Monat statt zuvor 8,90 Euro.

Quelle: test.de

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