Baugeld im Test: Zinsunterschiede von bis zu 63.000 Euro

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.03.2018

Wer sich den Traum vom Eigenheim verwirklich will, dem kommen seit geraumer Zeit die historisch niedrigen Zinsen zu Gute. Wie sehr sich dabei der Vergleich von Kreditangeboten lohnt, hat die Zeitschrift „Finanztest“ jetzt herausgefunden. Die Tester haben rund hundert Baufinanzierer verglichen und dabei Zinsunterschiede von bis zu 63.000 Euro festgestellt.

Immobilieninteressenten profitieren im historisch niedrigen Zinsklima von günstigem Baugeld. Um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen, sollten sie die Anbieter jedoch genau unter die Lupe nehmen. Zu diesem Schluss kommt die Zeitschrift „Finanztest“ bei einem Vergleich von rund hundert Baufinanzierern. Mit bis zu 63.000 Euro Zinsunterschied bietet der Vergleich einiges an Sparpotenzial.

Finanzierung im „Finanztest“

Während sich die Immobilienpreise sich zu immer neuen Rekorden aufschwingen, ist zumindest das Kapital für Interessenten günstig zu haben. Wie viel Geld diese zusätzlich sparen können, hat die Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest nun zu Tage gefördert. Die Tester verglichen Kreditkonditionen von 91 Banken, Vermittlern und Versicherern sowie elf Bausparkassen für insgesamt fünf Modellfälle. Der Traum vom Eigenheim ließe sich dem Test zufolge trotz der gestiegenen Preise leichter finanzieren als in Hochzinsphasen. Die Zinsen lagen derweil weit unter ihrem langfristigen Durchschnitt von etwa fünf Prozent.

Was Käufer jetzt wissen sollten

Immobilienkredite mit kurzfristiger Zinsbindung von zehn Jahren gäbe es für einen Prozent, bei 25 Jahren wären es knapp zwei Prozent. Je nach Modellfall liegen die Zinsunterschiede zwischen dem günstigsten und teuersten Baugeldgeber je nach Modellfall bei 15.000 bis 63.000 Euro. Käufer aus dem Modellfall von zehn Jahren Zinsbindung könnten laut Test rund 15.000 Euro sparen, wenn sie den für sie günstigsten Anbieter wählen. Käufer im Modellfall von 20 Jahren Zinsbindung würden damit 30.000 Euro, Käufer im Modellfall von 25 Jahren sogar 63.000 Euro einsparen.

Der Test legt nahe, dass lange Zinsbindungsfristen derzeit besonders sinnvoll seien. Die Experten der „Finanztest“ raten ferner dazu, dass Käufer die Finanzierung dahingehend planen, dass der Kredit bis zum Renteneintritt möglichst abbezahlt sei. Dennoch habe die Untersuchung gezeigt, dass der Immobilienkauf in der zweiten Lebenshälfte durchaus finanzierbar sei, wenn Schulden schnell getilgt werden können.

Quellen: Bild, n-tv, donaukurier

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