Baukindergeld findet Zustimmung bei den Deutschen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.12.2016

Viele Bundesbürger befürworten ein Baukindergeld, das Familien den Erwerb von Wohneigentum erleichtern soll. Vor allem Akademiker halten den Vorschlag für sinnvoll. Befürworter treibt die Sorge, dass sich Familien angesichts der hohen Immobilienpreise ohne eine solche Unterstützung nur schwer ein Eigenheim leisten könnten.

Mit einem Baukindergeld möchte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) Familien beim Erwerb von Wohneigentum unterstützen. Diese Pläne, Eltern die Baufinanzierung zu erleichtern, kommen bei vielen Bundesbürgern laut einer Umfrage des Immobilienportals Immowelt.de anscheinend gut an.

Mehr als die Hälfte befürwortet Pläne zum Baukindergeld

In der Umfrage erklärten 52 Prozent der Befragten, dass sie ein Baukindergeld für sinnvoll erachten, nur 16 Prozent lehnen den Vorschlag hingegen ab. Besonders großen Zuspruch finden die Pläne in der Gruppe, die am stärksten davon profitieren würden: Unter den 30- bis 39-Jährigen, die sich in der Familiengründungsphase befinden, befürworten 60 Prozent den Ansatz. Auch unter Akademikern ist die Zustimmung mit 62 Prozent außergewöhnlich hoch. Dagegen reagieren vor allem ältere Menschen und Besserverdiener ablehnend: Unter den 50- bis 59-Jährigen halten 20 Prozent ein Baukindergeld nicht für sinnvoll und in Haushalten mit einem Nettoeinkommen von mehr als 3.800 Euro monatlich sind 23 Prozent dagegen.

Hohe Immobilienpreise erschweren Familien den Erwerb von Wohneigentum

Dass die Pläne so positiv aufgenommen werden, liegt vor allem daran, dass viele Bundesbürger Wohneigentum für Familien mit durchschnittlichem Einkommen aufgrund der hohen Immobilienpreise für kaum finanzierbar halten: 60 Prozent der Baukindergeld-Befürworter vertreten diese Ansicht. 36 Prozent glauben, dass es sich bei Immobilien aktuell um die einzige sinnvolle Altersvorsorge handelt. Wer diese Form der Förderung von Wohneigentum ablehnt, hat aber häufig andere Vorstellungen, wie Familien unterstützt werden könnten: 40 Prozent halten eine generelle Besserstellung von Familien für sinnvoll, zum Beispiel durch Steuererleichterungen. 34 Prozent befürchten, dass durch das Baukindergeld die Immobilienpreise nur noch weiter steigen würden. Als bessere Alternative zu den Zuschüssen erscheint 29 Prozent eine stärkere Regulierung des Immobilienmarkts. 

Quelle: Immowelt

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