Beitragserhöhung für Privatversicherte: 2019 starke Sprünge möglich

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.12.2018

In Deutschland sind 8,8 Millionen Menschen privat versichert. Für einige davon hält das Jahr 2019 eine negative Überraschung bereit: Die Beiträge für die Krankenversicherung steigen durchschnittlich um 1,9 Prozent. Im Einzelfall kann der Anstieg deutlich drastischer ausfallen.

Begründet werden regelmäßige Preisanstiege in beiden Versicherungstypen durch steigende Kosten für Medikamente und Behandlungen. Die Privatversicherung schafft außerdem einen „Puffer“ für das Alter, wenn erwartungsgemäß mehr Arztbesuche erforderlich sind.

Begründeter Preisanstieg von 1,9 Prozent?

Privat versichert sind meist Selbstständige und Beamte. Während letztere lediglich einen Teil der Kosten tragen müssen, zahlen Selbstständige ihre Beiträge vollständig. Das könnte 2019 für ein größeres Loch in der Kasse sorgen: Ein Beitragsanstieg von durchschnittlich 1,9 Prozent ist zu erwarten. In Einzelfällen steigt die Gebühr aber deutlicher. So sind zweistellige Prozentzahlen dafür verantwortlich, dass sich die aktuell zu zahlende Prämie in wenigen Jahren bei so manchem Versicherten verdoppeln könnte. Den Grund dafür sehen die Krankenkassen im demografischen Wandel sowie in den zunehmenden Kosten für Medikamente und ärztliche Behandlungen. Auch sinkt die Anzahl der Beitragszahler in der privaten Krankenversicherung, weil sich immer weniger junge Menschen für diese Form der Krankenkasse entscheiden. Experten aus der Politik rücken außerdem ein wenig nachhaltiges Geschäft der Versicherung sowie eine fehlende Wahlfreiheit für manche Personengruppen in den Vordergrund. Auch sie zeigen sich für Preisanstiege verantwortlich. Abhängig ist die zu zahlende Prämie unter anderem von der eigenen Krankengeschichte, dem Alter und den Leistungen, die im Paket vereinbart wurden.

Vergleich: Jährlicher Anstieg in beiden Krankenversicherungstypen

Es trifft aber nicht nur die Privaten: Auch Versicherte in den gesetzlichen Krankenkassen müssen fast jährlich mit einem Anstieg der Beitragshöhe rechnen. In den letzten Jahren, bemessen am Zeitraum 2009 bis 2019, lag die durchschnittliche Beitragserhöhung bei 3,3 Prozent. Das ist höher als der durchschnittliche Anstieg der Gebühren für die Privatversicherung, der im selben Zeitraum bei 2,8 Prozent im Jahr lag. Trotzdem kann sich die in Prozenten gering erscheinende Beitragshöhe nicht unerheblich auf die eigenen Zahlungen auswirken. Von den etwa 8,8 Millionen Privatversicherten in Deutschland betrifft eine drastische Erhebung aber einen vergleichsweise geringen Teil. Wer von dem Anstieg betroffen sein wird, sollte diese Information bereits in einem Anschreiben der Krankenkasse erhalten haben.

Quellen: stern.de, n-tv.de

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