Bekannte Irrtümer: Was die Kfz-Versicherung beeinflusst

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.11.2017

Der Preis einer Kfz-Versicherung wird durch insgesamt mehr als 20 verschiedene Tarifmerkmale beeinflusst. Doch nicht jedes dieses Merkmale wirkt sich in gleichem Maße auf die Prämie aus, die der Autobesitzer zahlen muss. So machen beispielsweise Punkte in Flensburg eine Versicherung – entgegen der landläufigen Meinung – nicht teurer.

Noch bis zum 30. November können die meisten Autofahrer ihre alte Kfz-Versicherung kündigen und zu einem neuen, günstigeren Anbieter wechseln. Dabei zeigt sich, dass die Sparpotenziale oft an komplett anderer Stelle versteckt sind, als viele Autofahrer auf den ersten Blick annehmen. Auch bei der Summe, welche die Versicherung im Schadensfall zahlt, gibt es Missverständnisse.

Öffentliche Verkehrsmittel, Punkte in Flensburg und Wohneigentum ohne Einfluss

„Punktesünder zahlen mehr als Fahrer, die sich immer an die Verkehrsregeln halten!“ – Diese landläufige Annahme ist zum Großteil eine Fehleinschätzung. Nur in Einzelfällen bitten die Anbieter Fahrer stärker zur Kasse, wenn diese Punkte in Flensburg haben. Auch wer Wohneigentum besitzt, erhält keinen Rabatt beim Abschluss seiner Kfz-Versicherung. Entscheidender ist da schon der Wohnort, denn die Versicherungen errechnen automatisch, welche Postleitzahlen besonders häufig in Unfälle verwickelt sind. Mythos Nummer drei betrifft hingegen Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Wer eine Jahreskarte für die U-Bahn vorweisen kann, erhält keinen Nachlass auf die Kfz-Versicherungsprämie.

Möchten Autofahrer bei der Kfz-Versicherung sparen, sollten sie vor allem Tarife miteinander vergleichen. Bei gleichen Leistungen unterscheiden sich die Prämien bei einzelnen Versicherungen teilweise enorm voneinander. Gerade jüngere Fahrer können die Beiträge senken, indem sie sich für einen sogenannten Telematik-Tarif entscheiden. Eine App zeichnet dabei automatisch den Fahrstil des Fahrers auf. Wer vorsichtig fährt, erhält am Jahresende bis zu 40 Prozent seiner gezahlten Beiträge erstattet.

Versicherung zahlt nicht immer den Neuwert

Grundlegende Irrtümer gibt es auch in Bezug auf die Summe, die eine Versicherung bei Schäden zahlt. So überweisen die Policen nur unter bestimmten Voraussetzungen den Neu- oder Widerbeschaffungswert eines Autos. Üblicher ist es, dass die Autos auf den sogenannten Zeitwert versichert sind. Damit zahlt die Kfz-Haftpflicht im Schadensfall nur den Betrag, den das Auto zum Zeitpunkt des Unfalls noch wert gewesen wäre. Vor allem bei Neuwagen ist das für Versicherungsnehmer ärgerlich, verlieren diese doch schon unmittelbar nach der Erstzulassung bis zu 30 Prozent an Wert.

Quellen: WiWo.de, Focus.de, Autobild.de

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